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Über die Zulassungsvoraussetzungen für ein MBA- oder Master-Studium

Wer sich für ein MBA- oder Master-Studium interessiert, bringt meist unterschiedliche Zulassungsvoraussetzungen mit sich. Im Allgemeinen unterscheiden sich diese durch den Erwerb eines konsekutiven und eines nicht-konsekutiven Master-Grades.

Konsekutive Mastergrade

Ein konsekutiver Master-Studiengang ist die direkte Fortführung eines speziellen Bachelor-Studiengangs (zumeist ein universitäres Regelstudium, wird auch Undergraduate-Studium genannt). Dieser dient der Vertiefung von vorhandenem Wissen im theoretischen und forschungsorientierten Bereich.

Nicht-konsekutive Mastergrade

Diese schließen nicht an eine fachliche Vorbildung an, sondern dienen zumeist dazu, den Studierenden in einem fremden Fach weiterzubilden (z. B. Managerausbildung für Techniker). Sie setzen ein beliebiges abgeschlossenes Universitätsstudium (Bachelor, Diplom etc.) voraus. In der Praxis werden oft auch “gleichwertige Qualifikationen” (in der Regel Berufserfahrung) anerkannt. Nicht-konsekutive Masterlehrgänge werden zumeist von Business Schools angeboten.

Da es sich beim “nicht-konsekutiven” Masterprogramm nicht um eine Fortführung eines bestehenden Studiums handelt und es zumeist keine bereits bestehende Beziehung zwischen Business-School und Anwärter gibt, werden oft umfangreiche Anforderungen an die Bewerber gestellt. Nachfolgend finden Sie wichtige Informationen zu den Aufnahmebedingungen für postgraduale Studien an Business Schulen oder Universitäten.

Die Studienanforderungen im Detail

Die jeweils geltenden Bedingungen variieren von Institution zu Institution. In manchen Fällen werden sie sogar als Qualitätsmerkmal der Programme gesehen. Die häufigsten Anforderungen an die Bewerber sind:

  • Akademischer Abschluss oder gleichwertige Qualifikation (z.B. einschlägige Berufserfahrung).
  • Berufserfahrung: Alle MBA-Programme erfordern mindestens 2 bis 5 Jahre Berufserfahrung. Dies ist meist auch bei Master-Abschlüssen der Fall.
  • Aufnahmetests: GMAT (Graduate Management Admission Test) oder GRE (Graduate Record Examination): Der GRE-Test wird insbesondere für alle postgradualen Kurse in den USA oder UK und anderen englischsprachigen Ländern benötigt.
  • Sprachtest: TOEFL (Test of English as a Foreign Language) oder IELTS (International English Testing System)
  • Essays
  • Referenzen
  • Lebenslauf
  • Interview
  • Selbstpräsentation
  • Bankauskunft
  • Leumund
  • Visum (falls benötigt)

Bewertet wird zumeist der “Gesamteindruck” eines Bewerbers aufgrund der Unterlagen und der Selbstpräsentation. Immer wichtiger werden aber auch GMAT oder GRE-Tests, welche die einzigen objektiven Aussagen über einen Anwärter zulassen. Ist das Ergebnis zu schlecht, wird einer Bewerbung oft gar keine weitere Aufmerksamkeit geschenkt. GMAT und GRE sind in nahezu allen US-Schools Grundvoraussetzung.

In Europa ist die Tendenz festzustellen, den GMAT als Pflichtprüfung zu etablieren. Meist fordern aber nur ca. 10% aller deutschsprachigen Business Schools die Ablegung dieses Tests. Das Erreichen der angeforderten Punktezahl oder ein brillantes Ergebnis sind jedoch auch keine Garantie für einen Studienplatz. Meist ist es die Kombination der genannten Vorgaben und Voraussetzungen, die das Ergebnis der Bewerbung ausmachen. Faktoren, wie beispielsweise bisherige akademische Erfolge, Berufserfahrung und besondere und relevante Aktivitäten außerhalb des Studiums fließen genauso in die Bewerbungsauswertungen mit ein. Folglich ist es der Gesamteindruck, der eine gute Bewerbung ausmacht.

Ein wichtiger Teil der Bewerbung sind persönliche Statements – wie beispielsweise Essays oder Interviews. Diese ermöglichen es der Zulassungsstelle einen zusätzlichen Eindruck über die Person und deren Kommunikationsweise zu erhalten. Die Voraussetzungen für ein MBA- oder Master-Studium differieren von Anbieter zu Anbieter. Von den messbaren Voraussetzungen abgesehen gibt es rein persönliche Themen und Umstände, die ein Interessent vor seiner Entscheidung klären bzw. überdenken sollte. Dabei spielen zeitliche Verfügbarkeit und räumliche Flexibilität eine wesentliche Rolle. 

Versuchen Sie hervorzustechen!
Einer der wichtigsten Faktoren während des Aufnahmeverfahrens ist, positiv aufzufallen und immer wieder Ihre Einzigartigkeit hervorzuheben. In diesem Sinne sollten Sie Ihre Stärken und Unterschiede zu anderen Studierenden aufzeigen. Viele Business Schools und Universitäten versuchen Studierende verschiedener Nationalitäten und Kulturen zusammenzubringen um die Programme um eine gewisse Vielfältigkeit und Internationalität zu bereichern.

Vergessen Sie nicht: Die Person, die sich Ihr Motivationsschreiben und Ihre Bewerbungsunterlagen durchliest, sieht auch tausend andere Bewerbungen. Es ist deshalb wichtig, dass Sie wissen, was Sie im Vergleich zu anderen Bewerbern besonders auszeichnet und dass Sie diese Besonderheiten in Ihren Bewerbungsunterlagen verdeutlichen.

 

 

Text-Quelle: ESA GmbH

Bild-Quellen: Pixabay 1, Pixabay 2, www.crunchprep.com

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Über die MBA Gender-Lücke zwischen Poets und Quants

MBAs sind häufig in zwei Stämme aufgeteilt: In die “Poets” mit einem liberal-künstlerischen Hintergrund für ihren MBA-Kurs, und in die “Quants”, welche sich eher in das rigorose statistische Wissen vertiefen.

Aber eine neue Studie von Akademikern der Columbia Business School und von INSEAD zeigt, dass man diese Trennlinie auch auf das Geschlecht anwenden kann, wobei Frauen meistens in die Kategorie der Poets und Männer in die Kategorie der Quants fallen.

Diese Trennlinie zwischen Frauen und Männern ist nur eines der Ergebnisse dieser Studie. Die Forscher versuchten auch zu quantifizieren, ob Frauen in MBA-Programmen besser oder schlechter abschneiden als Männer, und welche Faktoren mit einer niedrigeren Leistung verbunden sind. Zu diesem Zweck untersuchten sie Daten aus einem Top-MBA-Programm, einschließlich des studentischen Hintergrunds, der Interessen, Leistungsdaten und der individuellen GMAT-Scores.

In der Umfrage stellten die Forscher fest, dass Frauen schlechter abschnitten als Männer, selbst wenn sie eine umfassende akademische Ausbildung hatten. So lagen die lagen die Noten von Frauen in technischen “Quant”-Klassen wie Finanzen und Statistik um ein Viertelpunkt unter dem amerikanischen Vier-Punkte-Bewertungssystem. Auf der mehr kunstbasierten, “poetischen” Seite von MBA-Programmen wie dem Marketing und Führung wiederum haben Frauen und Männer die gleichen Noten bekommen. Die Autoren stellten fest, dass die befragten Frauen mehr “poetische” Interessen zeigten und Männer ein größeres quantitatives Profil an den Tag legen.

Der Leistungsunterschied liegt aber nicht in der mentalen Eignung, sondern in der Konditionierung und den einzelnen Umständen, so zumindest argumentiert Michael Morris, Chavkin-Chang-Professor für Leadership an der Columbia University. An Business Schools bewerben sich fast ebenso viele Frauen wie Männer, aber ein weitaus größerer Anteil der Männer schafft es in die Top-MBA-Programme. Das hat nichts mit Können zu tun. Rund 10% der 100.000 Frauen, die beispielsweise  2013/14 die GMAT-Prüfung ablegten, erreichten eine Punktzahl von über 700, welche in der Regel von den Top-Schools verlangt wird. Wo Frauen aufholen müssen, ist der Bereich der Arbeitserfahrung: Nur 2% hatten vier oder mehr Jahre gearbeitet, eine häufige Voraussetzung an Top-Schools.

So ist es nicht verwunderlich, dass an den besten Business Schools weniger Frauen  studieren. Doch es gibt an allen Business Schools Bedarf an leistungsstarken Frauen, weshalb die Schools weniger akademisch begabte Frauen in die härtesten Programmen aufnehmen und damit riskieren, dass sie im Unterricht hinter den Leistungen ihrer männlichen Kollegen zurück bleiben.

Ein weiterer nicht zu vernachlässigender Faktor ist das Verhalten. Manche Frauen, die an einer School aufgenommen wurden, nehmen in einigen Klassen nicht so aktiv am Unterricht teil wie Männer. Das ist jedoch entscheidend, um möglichst viel von vom Lehrinhalt in einem MBA-Programm zu profitieren. Die Autoren fanden zudem heraus, dass Frauen weniger durchsetzungsfähig waren und in Quant-Kursen weniger Fragen stellten. Dies könnte daran liegen, dass gesellschaftliche Geschlechtsnormen sie davon abhalten, in Klassen zu sprechen, in denen sie weniger gut informiert sind. So tragen Interessen-, Hintergrund- und Geschlechternormen zu einer Viertelpunktsdifferenz bei.

Dieses Ergebnis zeigt vor allem dann seine Wirkung, wenn man bedenkt, dass die Arbeitskräfte-Pipeline für Top-Führungsjobs von den besten Schools stammt und in der Folge Frauen in den oberen Geschäftsbereichen unterrepräsentiert sind: Nur 15% der Führungskräfte sind Frauen und auf der Geschäftsführungsebene sind es sogar nur 5%.

Michael Morris meint dazu, dass es vermehrt Sponsorings von Frauen geben sollte, die technische Abschlüsse in MBA-Programmen absolvieren und auch eine bessere Ausbildung an den MBA-Fakultäten würde sich positiv auswirken. Insgesamt sind vielfältige Reformen auf mehreren Ebenen erforderlich, um das Gleichgewicht wiederherzustellen und auf diese Weise die aktuell bestehende Teilung der Poets und Quants zu überbrücken.

 

Text- und Bild-Quelle: www.economist.com

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Weiterbildung nach dem Studium

Grundschule. Abitur. Hochschulabschluss. Karriere. Rente. So einfach wie es ist, diese Worte aneinanderzureihen, stellt sich das Berufsleben heute längst nicht mehr dar.

Neben unzählig vielen Möglichkeiten, die zwischen den einzelnen Stationen gegangen werden können, gibt es vor allem zwischen Karriere und Rente meist noch viele Einzelschritte, die absolviert werden (müssen). Diese lassen sich unter der so oft bemühten Forderung nach lebenslangem Lernen zusammenfassen. Welche Weiterbildungen es auch nach dem Studium gibt und, welche an welchen Inhalten es ganz besonders fehlt, soll Thema dieses Beitrags sein.

Beliebt, aber mit Praxis-Defiziten

Die Karriereaussichten nach einem abgeschlossenen Studium sind sehr gut. Daran gibt es keinerlei Zweifel. Allerdings gibt es im System einen Haken, der nur selten deutlich ausgesprochen wird. Ein Studium ebnet den Weg ins Wirtschaftsunternehmen, doch um dort bleiben zu können, müssen sich Manager von heute regelmäßig auf neue Gegebenheiten einlassen. Um darauf vorbereitet zu sein, was sie in der Praxis erwarten wird, gilt es auch nach einem abgeschlossenen Studium in punkto Weiterbildung am Ball zu bleiben.

Warum das nötig ist, zeigt ein Blick in diese aktuell relevanten Themen:

Change-Management erfordert Wissen und Nervenstärke

Abbildung 1: Das Thema “Change Management” ist eine heutzutage immer wichtiger werdende Komponente, um Unternehmen auf den Kurs neuer Herausforderungen einzuschwören. Diejenigen, die es umsetzen wollen, brauchen hier entsprechendes Fachwissen.

Im Businessjargon wird der Begriff Change-Management verwendet, um dieses Veränderungen zu beschreiben: „Change-Management oder Veränderungsmanagement umfasst alle Projekte, Aktivitäten, Maßnahmen und Aufgaben, die eine weitreichende Veränderung in einer Organisation bewirken sollen. Meistens geht es darum, neue Strategien zu verfolgen, gewachsene Strukturen zu verändern, technische und organisatorische Systeme zu erneuern, Prozesse und Abläufe zu verbessern oder Verhaltensweisen der Mitarbeiter in der Organisation zu beeinflussen und zu verändern.“

Da einer der größten Fehler im Change-Management der Versuch ist, zu viele Change-Prozesse parallel laufen zu lassen oder gar „neben dem Tagesgeschäft“ zu absolvieren, kommt es nicht selten zu einer eklatanten Doppelbelastung. Um Methoden zu erlernen, wie Change-Management dennoch erfolgreich betrieben werden kann, kann beispielsweise ein themenspezifisches Seminar besucht werden.

Konfrontiert mit dem demografischen Wandel

Abbildung 2: Aktuell sehen sich Unternehmen mit der Herausforderung konfrontiert, ältere Mitarbeiter adäquat zu beschäftigen. In einigen Jahren wird es deutlich weniger Beschäftigte geben.

Der demografische Wandel lässt sich aktuell auf einen simplen Nenner bringen: Wir werden älter. Das bedeutet (mit Blick auf die Arbeitswelt) auch: Die Mitarbeiter in einem Betrieb werden älter. Und gerade dieser Faktor führt zum Fortbildungsbedarf in diesen Themen:

  • Demografischen Wandel aktiv im Betrieb mitgestalten.
  • Altersteilzeit und andere Modelle auf dem Weg zum Ruhestand.
  • Das Konfliktpotential wächst: junge Chefs und ältere Mitarbeiter.

Welche Herausforderungen der demografische Wandel mit sich bringt, wird in dieser Zukunftsprognose so formuliert: „Die Zahl junger Leute wird deutlich zurückgehen, wie auch die Generation im mittleren Alter. Die Zahl der Älteren wird hingegen deutlich zunehmen. Dies wird dazu führen, dass die Zahl der Erwerbspersonen im Alter von 15 bis ­24 bis 2030 um 980.000 sinken wird, und die Erwerbspersonen zwischen 25 und 54 sogar um 4,8 Millionen. Dem wird ein Zuwachs von fast 3 Millionen bei den Erwerbspersonen über 55 gegenüberstehen.“ Und das bedeutet auch, dass es in wenigen Jahren erneut Schulungsbedarf geben wird, denn mit weniger Mitarbeitern im Betrieb werden die Herausforderungen keineswegs geringer.

Jugendliche, Schwerbehinderte und Sprecher bekommen eine Stimme

Mit Blick auf die geringer werdende Auswahl an Arbeitskräften werden gerade diejenigen immer stärker umworben, die gut ausgebildet sind. Zudem dürfen sie immer häufiger auch ihre Stimme erheben, wenn es darum geht Ideen ins Unternehmen einzubringen oder dieses in Maßen mitzugestalten. Begonnen hat diese Entwicklung längst. Den Betriebsrat beispielsweise kennt jeder. Doch auch Jugend- und Azubi-Vertretungen ebenso wie Schwerbehinderten-Vertretungen gibt es immer häufiger in Betrieben.

Auch für diese Aufgaben müssen sich die Fachkräfte von morgen rüsten – und tun dies immer häufiger im Rahmen von Weiterbildungsseminare nach dem Studium. Dabei geht es nicht nur um ein Rechte- und Pflichtenkonstrukt, sondern auch darum, Optionen aufzuzeigen, was ein engagierter Sprecherkreis initiieren und umsetzen kann.

Abbildung 3: Um eine Stimme im Betrieb zu haben, brauchen junge Arbeitnehmer oder duale Studenten nicht etwa ein Mikrofon, sondern Know-how in Sachen Jugend- und Auszubildenden-Vertretung.

Ein pfiffiges Beispiel für die Aufgaben der Jugend- und Auszubildenden-Vertretung, wie sie organisiert ist, welche Themen sie aufgreift und wie sie personell ausgestattet ist, zeigt dieser IG BCE-Clip: https://www.youtube.com/watch?v=9-keGjWVOVc

Dabei wird auch darauf hingewiesen, dass Jugendliche, Auszubildende und Duale Studenten das Recht haben, sich für die Arbeit in der Jugend- und Auszubildenden-Vertretung zu qualifizieren.

Fazit: Ein Studienabschluss ist der Startschuss für die Weiterbildung

Der eingangs skizzierte Weg, der von der Grundschule mit nur zwei Zwischenstepps auf die Karriereleiter führt, ist heutzutage nicht mehr ein Spiegel der Businesswelt. Die Tatsache, dass das Lernen nach dem Abschluss des Studiums erst losgeht, ist jedoch nicht den Anbietern von Studiengängen anzulasten, sondern es ist ein Resultat der Zeit. Die Zeit bringt Umbrüche mit sich, mit denen sich diejenigen auseinandersetzen müssen, die Karriere machen wollen.

Die Hochschulen ihrerseits haben indes ein anderes Päckchen an Herausforderungen zu tragen, denn die Studierenden von heute wünschen sich eine Ausbildung auf höchstem Niveau nebst möglichst viel Flexibilität. Und gerade in punkto Flexibilität haben die Hochschulen bereits ihre Hausaufgaben gemacht und bieten berufsbegleitende, Vollzeit- und Fernstudien-Varianten an.

 

Blog 91_Finanzierung eines MBA_070317

Tipps zur Finanzierung eines MBA- oder Master-Studiums

Das Studium eines MBA oder Master kann sehr kostenintensiv ausfallen – besonders dann, wenn man die Weiterbildung zum Beispiel in den USA absolvieren möchte. In Europa sind die Studiengebühren zwar nicht ganz so hoch, doch wer seinen Abschluss an einer renommierten Schule machen möchte, muss hier ebenso einige Zehntausend Euro einkalkulieren. Viele Studentinnen und Studenten von MBA- und Master-Studiengängen fragen sich deshalb, wie man die Studienfinanzierung am besten bewältigen kann. Wir stellen Ihnen dazu nachfolgend ein paar mögliche Varianten vor.

Erkundigen Sie sich bei Ihrem Arbeitgeber

Es zahlt sich durchaus aus, in Bezug auf die Finanzierung eines MBA- oder Master-Studiums beim Arbeitgeber nachzufragen und sich von ihm unter die Arme greifen zu lassen. So ergab beispielsweise eine Umfrage des Staufenbiel-Institutes, dass über 90 Prozent der in Deutschland studierenden Umfrage-Teilnehmer von ihrem Arbeitgeber finanzielle Unterstützung erhalten. Diese Aussage kam vor allem von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, welche den MBA oder Master berufsbegleitend studieren und auf diese Weise ihr erworbenes Wissen sofort in der Praxis anwenden können. Es hat sich außerdem gezeigt, dass Unternehmensberatungen ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besonders gerne fördern. In vielen Fällen ist die finanzielle Hilfe jedoch mit der Verpflichtung zur Rückzahlung der Förderung oder mit einer vertraglichen Bindung an das Unternehmen verknüpft.

Unterstützung durch die Familie

Wer die Abhängigkeit von einem Kredit vermeiden möchte oder keine großen Chancen für den Erhalt eines Stipendiums sieht, der kann beispielweise in der eigenen Familie nachfragen. Oftmals sind die Eltern und/oder die Großeltern bereit, den Nachwuchs im Streben nach einer erweiterten Ausbildung zu unterstützen. Dass sich das Nachfragen in der Familie auszahlt, konnte in der Staufenbiel-Umfrage belegt werden – schließlich gaben über 50 Prozent der in Deutschland Studierenden an, auf diese Weise Ihr Studium zu finanzieren.

Bewerbung um ein Stipendium oder um eine staatliche Unterstützung

Sollte der Arbeitgeber in Bezug auf eine finanzielle Unterstützung keine Zusage machen und auch die Geldbörse der Familie nicht allzu üppig gefüllt sein, so ist es empfehlenswert, sich für ein Stipendium zu bewerben oder um eine staatliche Unterstützung anzusuchen. Für eine solche Finanzierungsvariante entscheiden sich ebenso mehr als 50 Prozent der in Deutschland studierenden MBA- und Master-Absolventen. Die überwiegende Anzahl der deutschen Business Schools verfügt über ein „Office for Financial Aid“ und informiert die Studieninteressierten dort über die verschiedenen Fördermöglichkeiten. Selbst wenn diese Mittel in vielen Fällen nur einheimischen Studentinnen und Studenten zur Verfügung gestellt werden, so lohnt es sich auf jeden Fall, in diesen Offices nachzufragen.

Mit einem Darlehen das MBA- oder Master-Studium finanzieren

Sollten die zuvor genannten Finanzierungsarten nicht umsetzbar sein, so kann eventuell ein Darlehen das angestrebte MBA- oder Master-Studium ermöglichen. Mit der Einführung der Studiengebühren entstand in Deutschland ein vielfältiges Angebot an Studien- und Bildungskrediten, deren Rückzahlung in der Regel erst nach dem Berufseinstieg erforderlich wird. Für internationale Studierende könnte die Firma Prodigy MBA Finance von Interesse sein. Sie wurde im Jahr 2007 von drei MBA-Alumni gegründet und hat sich auf die Vergabe von Krediten an Studentinnen und Studenten spezialisiert.

Bildungsfonds als Alternative

Eine bisher noch nicht so bekannt Art der Finanzierung stellen die sogenannten Bildungsfonds dar. Dabei können Sie Ihr MBA- oder Master-Studium vollkommen sorgenfrei absolvieren, denn Ihre Studiengebühren und Lebenshaltungskosten übernehmen bei dieser Finanzierungsvariante diverse Investoren. Im Gegensatz zur Aufnahme eines Kredites gibt es nach dem Studienabschluss keine festen Tilgungs- und Zinszahlungen – die Höhe der einzelnen Rückzahlungen orientiert sich nämlich am späteren individuellen Einkommen der Absolventinnen und Absolventen. Wer über kein hohes Gehalt verfügt, der zahlt dementsprechend wenig Geld zurück – liegt das jährliche Einkommen unter 30.000 Euro, so muss nichts zurückbezahlt werden. Vice versa sind aber bei einem größeren Einkommen auch höhere Rückzahlungen fällig. Wenn Sie Ihren MBA oder Master im Ausland ablegen wollen, dann möchten wir Sie an dieser Stelle auf Brain Capital hinweisen. Es handelt sich dabei um eine studentische Initiative, welche Bildungsfonds an Auslandsstudierende vergibt.

Last but not least: Auf eigene Ersparnisse zurückgreifen

Natürlich fällt es schwer, auf den vielleicht jahrelang hart ersparten Not-Cent loszugehen. Und dennoch entscheiden sich die meisten der MBA- und Master-Studierenden dazu, diese Finanzierungsart – meist zusätzlich zu einer weiteren Variante – auszuwählen. Das Tröstliche daran ist jedoch, dass sich diese Investition in die persönliche Zukunft rentiert. Schließlich erwarten die Absolventinnen und Absolventen mit einem erfolgreichen Studienabschluss in den überwiegenden Fällen attraktive Karriereperspektiven.

Linkempfehlungen

Bildungsfonds (mba-bildungsfonds.de)

Der MBA-Bildungsfonds ist ein Angebot von Brain Capital, welches insbesondere deutschen Staatsbürgern, die einen MBA im Ausland anstreben, die Finanzierungslast abnehmen soll.

Deutsche Bildung AG (deutsche-bildung.de)

Die Deutsche Bildung bietet Studierenden eine flexible Studienfinanzierung mit zwei Vorteilen: Das Förderprogramm WissenPlus macht die Studentinnen und Studenten startklar für den Berufseinstieg. Die Rückzahlung dieser kombinierten Studienförderung bemisst sich prozentual am späteren Einkommen, dabei sind Förderungen bis zu 30.000 Euro möglich. Die Studierenden können sich ohne Fristen jederzeit online bewerben.

Stuvia (stuvia.com)

Hinter Stuvia verbirgt sich ein Marktplatz für vielfältige Studienunterlagen. Hier können Studenten täglich Geld verdienen und gleichzeitig hilfreiche Unterlagen kaufen, um sich erfolgreich auf Prüfungen vorzubereiten und diese positiv abzuschließen. Jeden Tag nutzen diese Plattform bereits über 100.000 Studenten weltweit.

 

Text-Quelle: ESA GmbH

Bild-Quelle: www.mba-master.de_1, www.mba-master.de_2, www.pflegestudium.de

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Über das Balzverhalten zwischen Unternehmen und potenziellen MBA-Rekruten

Wenn Unternehmen um zukünftige Arbeitnehmer und diese für sich selbst werben, dann erscheint es manchmal wie der Versuch, gegenseitiges Liebesinteresse zu wecken.

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Kein Wunder, zeigen sich beide Parteien doch von ihrer besten Seite, streng darauf bedacht, hässliche Eigenschaften zu verbergen und stets darum bemüht, die Vorteile einem Tanz gleich zu präsentieren. Wenn es jedoch darum geht, eine Geschäftsbeziehung zu beginnen, so stehen natürlich andere Kriterien im Mittelunkt als im rein zwischenmenschlichen Bereich.

Der Graduate Management Admission Council (GMAC), welcher die GMAT Prüfung verwaltet, wollte von verschiedenen Unternehmen wissen, welche Methode sie zur Auswahl der besten Absolventen und Absolventinnen anwenden. Den Unternehmen wurden dafür 18 verschiedene Optionen genannt, zu denen zum Beispiel das Aufsuchen virtueller Jobmessen, Werbemaßnahmen in sozialen Medien und das Einladen potenzieller Kandidaten zu persönlichen Interviews gehörten.

Ein Großteil der Befragten gab an, dass sie sehr gute Erfahrungen durch den Besuch von Business Schools und durch die dort durchgeführten Gespräche mit Kandidaten gemacht haben. Somit ist verständlich, dass in diesem Jahr fast 90 % der amerikanischen Arbeitgeber planen, eine oder mehrere Schools zu besuchen. Im Durschnitt wollten die amerikanischen Unternehmen 7 Schools einen Besuch abstatten. In Europa und Asien sind die Unternehmen jedoch zurückhaltender: Hier gaben nur zirka zwei Drittel der Befragten an, dass sie im Rahmen ihrer Rekrutierungsmaßnahmen Business Schools besuchen wollen und die durchschnittliche Anzahl der von Ihnen geplanten Besuche lag bei 5.

Gregg Schoenfeld von GMAC sagt aus, dass Unternehmen sich kreativer präsentieren und innovative Wege zur Rekrutierung gehen müssen. Die Konkurrenz schläft nicht und nimmt stetig zu, wobei hinzukommt, dass MBA Absolventinnen und Absolventen ihre zukünftigen Arbeitgeber auch sehr gern unter die Lupe nehmen.

Wenn Unternehmen sich für das Reisen zu mehreren Business Schools entscheiden, so bekommen sie damit die Chance, aus einem größeren Pool an potenziellen und bestens ausgebildeten Arbeitnehmern zu schöpfen. Darüber hinaus schafft es die Möglichkeit, interessante Kandidaten direkt an ihrer Ausbildungsstätte kennenzulernen und zu rekrutieren noch bevor es Mitbewerber auf einem anderen Weg tun.

Es erweist sich oftmals als großer Vorteil, wenn man als Unternehmen mit talentierten Absolventen und Absolventinnen sofort in persönlichen Kontakt treten und bereits eine persönliche Verbindung mit ihnen herstellen kann, bevor sie ihre abschließende Qualifikation erhalten. Der individuelle Kontakt bedeutet zwar nicht unbedingt, dass ein Absolvent sofort Interesse und den Willen zeigt, im Unternehmen, das ihn anspricht, tätig zu werden, denn es gibt häufig genug Schmeicheleien. Nichtsdestotrotz kann  das Unternehmen im Direktkontakt bzw. in Gesprächen eine erst Abschätzung der Fähigkeiten – vor allem der sozialen Kompetenz – eines Absolventen oder einer Absolventin vornehmen, was beim Durchsieben von tausenden schriftlich eingeschickten Lebensläufen nie umsetzbar sein wird.

All das zuvor Geschriebene bedeutet jedoch nicht, dass ein Absolvent oder eine Absolventin eines MBA-Studiums durch den Besuch einer Recruiting-Veranstaltung auf ihrem Campus sofort einen tollen Job angeboten bekommt.  Es gibt genug Firmen, die an keiner solchen Veranstaltung teilnehmen, weil sie entweder bei bisherigen Teilnahmen mit ihrem Recruiting nicht erfolgreich waren oder weil sie nicht wissen, wie sie sich bei einer geplanten Teilnahme bestmöglich präsentieren und auf sich aufmerksam machen.

Erfolg beruht immer darauf, wen man kennt und was man weiß. Gemäß der GMAC-Umfrage werden oftmals MBA Absolventen und Absolventinnen für höhere Positionen rekrutiert, die bereits in einem Unternehmen arbeiten oder vor ihrem Studium in diesem Unternehmen beschäftigt waren. Zusätzlich werden gerne Betriebsangehörige befragt, wenn es darum geht, einen aufstrebenden MBA Absolventen bzw. eine MBA Absolventin in das Team aufzunehmen. So scheint es also, dass es doch viele unterschiedliche Mittel und Wege gibt, um „Mr. oder Mrs. Right“ zu finden.

 

Text-Quelle: www.economist.com

Bild-Quelle: www.focus.de

University of Strathclyde Swiss Centre_Bild Blog-Artikel 160115

Wer die Wahl hat, hat die Qual: Auf der Suche nach dem passenden MBA Programm

Bei mehr als 2‘500 MBA oder EMBA Programmen weltweit und einem sich stetig vergrößernden Angebot an Master-Studiengängen mit Spezialisierungen, ist es nicht leicht, das passende MBA-Programm für sich zu finden. Anfänglich hilft die Internetsuche und der Besuch einer MBA Messe. Die Verwirrung fängt jedoch bereits bei der Unterscheidung zwischen MBA und EMBA (Executive MBA) an und nimmt zu, wenn es um die Interpretation der internationalen Rankings und Akkreditierungen geht. Orientierungshilfe ist gefragt.

Beginnen wir bei der Unterscheidung zwischen MBA und EMBA. Historisch gesehen gab es lange Zeit nur den Begriff MBA, welcher in den USA geformt wurde. Die ersten MBA Programme in Europa wurden zunächst Vollzeit in Frankreich (INSEAD, 1960) und in Großbritannien (Univ. of Strathclyde, 1966) angeboten.

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Das Durchschnittsalter der Studierenden in den MBA Programmen auf dem europäischen Kontinent war in der Regel höher als in den USA und europäische MBA Studierende wiesen mehr Management- und Führungserfahrung auf. Um der beruflichen, wie auch der familiären Lebenssituation dieser Studierenden besser gerecht zu werden, führten europäische Universitäten und Business Schools sehr schnell berufsbegleitende MBA Programme ein, die sich an erfahrene Manager und Managerinnen in Führungspositionen (engl. Executives) richten. Der Executive MBA (EMBA) war geboren.

Internationale Akkreditierungen sind eine Hilfe beim Vergleich der MBA Angebote. AACSB, die US amerikanische Akkreditierungsinstitution, begann damit schon 1916 und akkreditiert Business Programme auf dem Bachelor, Master und Doktor-Level. Die Association of MBAs (AMBA) wurde 1967 von britischen MBA-Absolventen gegründet. Sie hat sich ganz der Akkreditierung von MBA-, DBA- (Doctorate in Business Administration) und MBM- (Master in Business Management) Programmen verschrieben. Die jüngste unter den internationalen Akkreditierungen ist EQUIS, welche seit 1997 von der European Foundation for Management Development (EFMD) durchgeführt wird. Sie nehmen eine Bildungseinrichtung gesamthaft unter die Lupe, d.h. es werden nicht einzelne Programme akkreditiert, sondern die ganze Universität bzw. Business School. Dabei sind im Team der Assessoren auch Professoren anderer Business Schools vertreten.

Diese internationalen Akkreditierungen erfordern von den Universitäten ein hohes Maß an Engagement, Transparenz und Willen, sich einer externen Qualitätskontrolle zu unterziehen. Für Studieninteressierte sind sie ein wertvolles Mittel des Benchmarking und der Vertrauensbildung.

Rankings im globalen Weiterbildungsmarkt sind ein häufig kontrovers diskutiertes Instrument des Vergleichs von Business Schools, deren Programme und ihrer Wertigkeit. MBA Rankings sind ein lukratives Geschäft. Durchgeführt werden sie von Wirtschaftszeitschriften, zu deren auflagenstärksten Ausgaben jeweils jene gehören, die das aktuelle MBA Ranking veröffentlichen. Die meisten Rankings sind bezüglich ihrer Kriterien sehr intransparent und geben MBA Programmen einen Vorteil, die von jüngeren Studierenden besucht werden. Warum ist das so?

Bis heute legen die Rankings ein besonderes Gewicht auf die Gehaltsentwicklung nach dem MBA Abschluss. Führungserfahrene MBA Absolventen, die bereits vor Beginn des MBA ein entsprechendes Gehalt vorweisen konnten, werden in den meisten Fällen keinen Gehaltsanstieg von 40 – 50% bald nach Abschluss des MBA erzielen, im Gegensatz zu jüngeren Absolventen, die erst am Anfang ihrer Karriere stehen.

Folglich sollte man Rankings mit einem kritischen Auge lesen und versuchen, wo möglich, die Bewertungskriterien und ihre jeweilige Gewichtung zu analysieren. Eine Business School, die in einem globalen Ranking ihres MBA Programms unter den Top 100 zu finden ist, ist eine gute Schule, die sich von den Mitbewerbern in der Regel nur gering unterscheidet.

Ist der Kreis der möglichen MBA Programme eingeschränkt, empfehlen sich der Besuch einer Informationsveranstaltung und ein Gespräch mit Absolventen. Besonders hilfreich ist es, ein bereits laufendes MBA Seminar zu besuchen. Dort erfährt man am ehesten, ob einem der Unterrichtsstil zusagt und man hat auch die Möglichkeit, mit aktuellen Studierenden zu sprechen. Sie können Fragen zur zeitlichen Belastung, Betreuung der Studierenden, Qualität der Dozierenden, etc. am besten beantworten.

Nach der Phase der Informationsbeschaffung ist der Zeitpunkt gekommen, sich nochmals über seine persönlichen Bedürfnisse und Möglichkeiten im Klaren zu werden.

Wieviel Managementerfahrung kann man bereits vorweisen? Für welchen MBA qualifiziert man sich damit? Wie groß ist das finanzielle Budget? Erhält man finanzielle Unterstützung vom Arbeitgeber? Welche Form des Unterrichts ist für die berufliche und familiäre Situation geeignet, Vollzeit oder berufsbegleitend? Wenn berufsbegleitend, ist ein Studium in Wochenblöcken oder als Wochenendunterricht leichter zu organisieren? Ist die Nähe der Schule zum Arbeits- bzw. Wohnort wichtig? Ist die Unterrichtssprache oder das Netzwerk für die beruflichen Pläne wichtig? Soll es ein MBA auf Fachhochschul- oder auf Universitätsstufe sein? Soll der MBA einen inhaltlichen Schwerpunkt haben? Ist der MBA international anerkannt?

Wenn diese Fragen beantwortet sind, bleiben meistens zwei bis drei Programme in der engeren Auswahl und an diesem Punkt sollte man seinem Bauchgefühl vertrauen. Wo fühlt man sich wohler und wo scheint man den optimalen Partner für die berufliche Weiterentwicklung gefunden zu haben?

Am Ende kommt es darauf an, einen MBA auszuwählen, der den persönlichen Bedürfnissen und Rahmenbedingungen am besten entspricht und der auch in den folgenden Jahren seine international anerkannte Qualität behält.

 

Autorin: Dr. Claudia Schmid-Schönbein, University of Strathclyde Business School, Zürich/Schweiz

Weg

Der Weg zu Ihrem MBA-Wunschprogramm

Sie haben sich dazu entschieden ein MBA-Studium zu absolvieren und wissen schon, an welcher Schule sie dies tun möchten? Dann haben Sie zwar bereits die erste wichtige Hürde genommen, doch warten nun komplizierte Bewerbungsverfahren und die Ungewissheit, ob Sie die gewünschten Kurse auch bekommen. Della Bradshaw von der Online-Ausgabe der Financial Times bestätigt: „There can be few things more frustrating than investing $100,000 on an MBA degree, only to discover that the class you wanted to take on social media marketing is full, and you have been slotted into the class on advanced accounting instead.” (ebd. 2014: ft.com)

Bevor Sie sich für ein bestimmtes MBA-Programm entscheiden und im weiteren Verlauf bewerben, gibt es einige Punkte, die Sie beachten sollten. Diese können dabei helfen, das für Sie persönlich richtige Programm auszuwählen.

Weg

Das passende MBA-Programm

Die folgenden Denkanstöße können bei der Suche hilfreich sein und als Kompass fungieren:

- Gibt es Rankings bei denen die gewünschte Schule/ das gewünschte Programm gut abschneidet?

- Welches Ziel verfolgen Sie mit einem MBA-Studium und wo möchten Sie in 5-10 Jahren sein?

- Gibt es bestimmte Spezialisierungs- beziehungsweise Wahlmodule, die ein MBA-Programm für Sie haben muss?

- Welche Punkte müssen Sie bei der Bewerbung an der Schule Ihrer Wahl besonders beachten? (So können Sie je nach Schulwahl Ihre Stärken in den Vordergrund stellen und Ihre Schwächen dämpfen.)

- Wie ist die zeitliche Einteilung Ihres gewünschten MBA-Programms? Wird es in Teilzeit, Vollzeit oder als Fernstudium angeboten?

- Können Sie bestimmte Kurse auch außerhalb des Programms belegen und werden Ihnen diese angerechnet?

- Welche Möglichkeiten der Finanzierung kommen für Sie in Frage? (Selbstfinanzierung, Stipendium, durch den Arbeitgeber, Studienkredit)

-  Wie sagt Ihnen die Kultur und Atmosphäre zu, die an der präferierten Business School gelebt wird?

- Inwieweit finden Sie Unterstützung für Ihren angestrebten Karriereweg und helfen die Professoren den Studenten und Studentinnen auch außerhalb des Seminarraums? (vgl. Ingmar Bertram 2012: welt.de)

Ist nun die endgültige Entscheidung für eine oder mehrere favorisierte Business Schulen gefallen, so folgt der Bewerbungsprozess. Bevor Sie mit diesem beginnen, empfiehlt die Financial Times: „Applicants should also talk to students and alumni and think carefully about the school’s teaching methods, values and culture.“ (John Casey 2014: ft.com)

Wichtige Hürden beim Bewerbungsprozess

Das Kernstück Ihrer Bewerbung ist sicherlich das Bewerbungsschreiben und der erste persönliche Kontakt mit der Schule selbst. Darüber hinaus warten, je nach Schule, diverse Aufnahmetests (z.B. GMAT, TOEFL) oder verschiedene Interviewverfahren auf Sie. Auch Empfehlungsschreiben können ein Teil Ihrer Bewerbung sein. Achten Sie bei Empfehlungen allerdings darauf, wer sie ausspricht. Es sollte jemand sein, der Ihre Kompetenzen einschätzen kann und Sie gut kennt.

Der offensichtlichste aber trotzdem wichtigste Hinweis für eine erfolgreiche Bewerbung ist: Vermeiden Sie Fehler! „Admissions directors […] dislike generic references that take no account of the school’s values and culture. Schools are also put off by candidates who focus only on work, with no details about the rest of their lives.” (John Casey 2014: ft.com)

Auch Ihr Social Media Auftritt kann einen Einfluss auf Ihre Bewerbung haben. Manche Schulen überprüfen die Profile der Bewerber und Bewerberinnen, daher sollten unangemessene Fotos oder Kommentare frühzeitig entfernt werden.

Wenn bei der Auswahl der Schule nun alle wichtigen Punkte berücksichtigt wurden und die Bewerbung fehlerfrei sowie mit allen nötigen Schritten vollendet wurde, bleibt es teilweise immer noch offen, ob Sie die gewünschten Kurse auch zugeteilt bekommen.

Neues System der Wharton Universität

Professoren der Wharton Universität haben ein neues Verfahren mit dem Namen „Course Match“ für die Kurszuordnung entwickelt. Dies ist zeitsparender, effizienter und fairer als bisherige Zuordnungen.

„With Course Match students allocate 100 points to their preferred course and then give points to other courses in proportion. They can link courses together, so if they wanted to study real estate development and real estate financing, they could bid additional points to get both programmes. Alternatively, might bid for two internet marketing courses, but only want one of them, so if one is allocated, they can instruct the algorithm to ignore the second.” (Della Bradshaw 2014: ft.com)

Sollte der Fall eintreten, dass sich weniger Studenten und Studentinnen für einen Kurs beworben haben als freie Plätze zu vergeben waren, dann ist der Kurs gratis. Das heißt, es werden keine Punkte verrechnet.

Das System „Course Match“ wurde im Jahr 2013 zum ersten Mal getestet und begeistert von den Lernenden angenommen. „Course Match was first used just over a year ago and the student response has been „overwhelmingly positive“ […]. They believe the allocation is fair, and the process easy to use.” (Della Bradshaw 2014: ft.com)

Zum Start eines MBA-Studiums gibt es verschiedene Zulassungstests

Wer sich für ein Studienprogramm zur Erlangung eines Master of Business Administration entschieden hat, muss dafür einen der nachfolgend erwähnten Aufnahmetests absolvieren. Diese betreffen vor allem den Nachweis der Beherrschung der englischen Sprache, in welcher oftmals die Unterrichtseinheiten abgehalten werden. Einer der bekanntesten Tests ist der GMAT, weshalb dieser hier am ausführlichsten beschrieben wird.

Allgemeines zum GMAT-Test

GMAT steht für Graduate Management Admission Test und ist ein weltweit standardisierter Test zur Messung der Eignung für postgraduale Master-Studiengänge an betriebswirtschaftlichen Fakultäten, sogenannte Graduate Schools of Business. Der GMAT ist jener Teil einer Bewerbung, der für alle Bewerber identisch ist. Dieser Test ist kein Intelligenztest, bei entsprechender Vorbereitung sind für fleißige Teilnehmer Top-Scores problemlos möglich. Viele Anbieter von MBA-Programmen entscheiden sich im Wettbewerb um hohe GMAT-Scores bevorzugt für Bewerber mit einem überdurchschnittlichen Testergebnis. Der GMAT kostet 250 Dollar, das sind umgerechnet rund € 192,-.

Details zum Test-Ablauf

Der computerbasierte Test dauert etwa 4 Stunden und muss in einem zertifizierten Testcenter abgelegt werden. Die jeweils erreichte Punktzahl entscheidet über die Zulassung zum MBA-Studium. Der GMAT kann maximal 5 Mal innerhalb von 12 Monaten wiederholt werden. Zwischen zwei aufeinanderfolgende Prüfungen müssen mindestens 31 Tage liegen. Wenn das GMAT-Ergebnis 800 Punkte oder mehr beträgt, so ist eine Wiederholung innerhalb der nächsten 5 Jahre nicht möglich. Die individuellen Testergebnisse werden 5 Jahre lang gespeichert, jeder weitere Test-Antritt wird protokolliert. Wenn man also ein schlechtes GMAT Ergebnis erzielt und sich beim zweiten oder dritten Versuch verbessert, so wird das erste Ergebnis auf dem neuen Score-Report vermerkt. Die Ergebnisse sind auch für andere Hochschulen sichtbar. Im persönlichen GMAT-Bericht werden nämlich alle Ergebnisse festgehalten, die man jemals erzielt hat, diese sind 5 Jahre lang gültig.

Informationen zur Bewertung

Man erhält insgesamt vier verschiedene Bewertungen, die sich aus folgenden Kriterien zusammensetzen: Das Gesamtergebnis zwischen 200-800 Punkten, die Ergebnisse für den mündlichen und für den quantitativen Teil der Prüfung (diese werden jeweils auf einer Skala zwischen 0-60 Punkten bewertet) sowie das Ergebnis für den schriftlichen Teil, welches auf einer Skala zwischen 0-6 Punkten benotet wird. Zusätzlich zu diesen Ergebnissen wird ein Prozentsatz ermittelt, der aussagt, zu wie viel Prozent (gemessen an den Teilnehmern der letzten drei Jahre) man schlechter abgeschnitten hat als die bisherigen Testteilnehmer. Wenn man sich dabei zum Beispiel im 50%-Bereich befindet, so bedeutet dies, dass 50% der bisherigen Teilnehmer weniger Punkte als man selbst erzielt haben. Das durchschnittliche Ergebnis eines GMAT beträgt weltweit 540 Punkte, etwa 66% aller Testteilnehmer erreichen einen Wert zwischen 400 und 600 Punkten.

Welche Mindestpunktzahl muss erreicht werden?

Viele Schulen machen keine Angaben über eine erforderliche Mindestpunktzahl des GMAT. Allerdings finden Sie Informationen zu den durchschnittlichen Ergebnissen auf den jeweiligen Websites der Hochschulen, die man zur Orientierung nutzen kann. Am besten man wendet sich direkt an die ausgewählte Hochschule, um auf diese Weise die benötigte Punktzahl für eine Annahme in Erfahrung zu bringen. Top-Schulen erhalten viele Bewerbungen von Kandidaten mit sehr guten GMAT-Ergebnissen (Studenten an der Wharton Business School besitzen ein durchschnittliches GMAT-Ergebnis von 713 Punkte, Bewerber für Harvard verfügen im Schnitt über 708 Punkte, für INSEAD über 702 Punkte und für die London Business School über 680 Punkte). Damit man für eine Bewerbung an diesen Schulen wettbewerbsfähig ist, sollte ein GMAT-Ergebnis in diesem Bereich oder höher vorliegen.

Wer ein schlechtes Gefühl hat, kann den GMAT revidieren

Wenn man nach dem Test der Meinung ist, dass das Ergebnis schlecht ausfallen wird, so kann man das Ergebnis nach Beendigung des Tests revidieren. Vom GMAT kann man aber nur unmittelbar nach dem Test-Ende und vor Kenntnisnahme des Ergebnisses zurücktreten. Liegt das Testergebnis schon vor, so ist ein Rücktritt vom GMAT nicht mehr möglich.

Die weiteren Test-Varianten:

Der TOEFL-Test

Manche Hochschulen fordern zusätzlich zum GMAT einen weiteren Englischtest, den TOEFL. Diese Abkürzung steht für Test of Englisch as Foreign Language. Der TOEFL-Test wird weltweit in 180 Ländern von verschiedenen Instituten wie etwa Hochschulen und Universitäten sowie in Testzentren, die von ETS autorisiert sind, angeboten. Mit dem TOEFL werden die Fähigkeiten in der englischen Sprache im Bereich des Verständnisses und der Anwendung des Englischen bewertet. Der Test orientiert sich an der Form der Sprache, die man an Hochschulen und Universitäten spricht, schreibt und hört. Der TOEFL-Test hat daher im Unterschied zum TOEIC-Test, der den Gebrauch der englischen Sprache im geschäftlichen Umfeld misst, eine akademische Ausrichtung. An Manchen Orten, wo nur beschränkt Zugang zu computer- oder internetbasierten Tests besteht, wird zu bestimmten Terminen auch eine papierbasierte Version dieses Tests angeboten.

Der IELTS-Test

In der Langform bedeutet der Begriff International English Language Testing System. Hinter dem IELTS verbirgt sich ein international anerkanntes Sprachzertifikat der University of Cambridge in Zusammenarbeit mit dem British Council und IDP Australia. Der IELTS ist nicht nur eine Zulassungsvoraussetzung für Studiengänge an Hochschulen im englischsprachigen Ausland (Kanada, Großbritannien, Neuseeland, Australien, USA), sondern immer öfter auch an deutschen Universitäten und Fachhochschulen, vor allem, wenn diese Studiengänge mit internationalen Modulen, Bachelor- und Masterstudiengängen anbieten. Der IELTS wird außerdem bei vielen Unternehmen als sprachliches Zertifikat anerkannt. In Deutschland wird der IELTS vom British Council in Berlin verwaltet.

Der GRE-Test

Seit einigen Jahren wird auch vermehrt der GRE-Test eingesetzt, wobei die Abkürzung für Graduate Record Examination steht. Dieser Test ist für die Zulassung zu einer Mehrheit an Master-oder PhD-Programmen notwendig, ausgenommen davon sind MBA-Programme und damit verwandte Fächer. Den GRE-Test fordern überwiegend internationale Hochschulen wie unter anderem etwa Stanford, MIT und Wharton, mittlerweile jedoch auch einige in Deutschland angesiedelte Schools. Der GRE ist in den GRE-General-Test (Prüfung verbaler, quantitativer und analytischer Fähigkeiten) und in den fachspezifischen GRE-Subject-Test (Bewertung vorhandenen Fachwissens) aufgegliedert. In Deutschland wird der GRE-General als computerbasierter Test in Berlin, Frankfurt, Hamburg und München angeboten. Der handschriftliche GRE Subject-Test wird zum Beispiel im Amerikazentrum in Hamburg durchgeführt.

Was versteht man unter dem Begriff Business School?

Spricht man von Business Schools, so werden damit verschiedene Bildungseinrichtungen bezeichnet, die sich auf betriebswirtschaftliche Studiengänge spezialisiert haben. Dazu gehören vor allem betriebswirtschaftliche Institute von Hochschulen sowie eigenständige staatliche oder private Wirtschaftshochschulen. In Ausnahmefällen bezeichnen sich auch berufsbildende Schulen als Business Schools.

Welchen Studienabschluss kann man an einer Business Schools erlangen?

Die meisten Business Schools bieten Studienprogramme, welche mit dem MBA (Master of Business Administration) abschließen. Der MBA wird verliehen, sobald es sich bei einem Studiengang um ein Graduate-Programm handelt, darunter versteht man alle MBA- oder Executive MBA-Programme. Einige Schools bieten außerdem Diplom-und Bachelor-Studiengänge an, die mittlerweile unter dem Begriff BBA-Programme (Bachelor of Business Administration) bekannt sind. Es gibt jedoch auch Doktorats-Studiengänge an Business Schools, die mit dem PhD (Doctor of Philosophy) abgeschlossen werden.

Was sind die Inhalte der Studienprogramme an Business Schools?

Zu den verschieden Lehrbereichen gehören unter anderem Themen wie Buchhaltung, Verwaltung, Wirtschaft, Unternehmertum, Finanzen, Informationssysteme, Marketing, organisatorisches Verhalten, Public Relations, Geschäftsstrategien, Human Ressource Management und quantitative Methoden.

Synonyme für Business Schools und deren häufigste Varianten

Business Schools werden auch unter der Bezeichnung College of Business, College of Business Administration, School of Business oder School of Business Administration geführt. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen den nachfolgenden 3 geläufigsten Formen an Business Schools:
1.    Fakultäten, Colleges oder Abteilungen innerhalb einer Universität
2.    Graduierten-Studiengänge an Hochschulen (mit einem Master of Business Administration oder einem gleichwertigen Abschluss)
3.    In Nordamerika versteht man unter einer Business School eine zweijährige Schule mit einem Abschluss zu einem speziellen Business-Thema.

Aus welchem Grund werden Business Schools besucht?

Der Hauptgrund ist der Wunsch nach einem höheren Gehalt zu erhöhen und einem Karrieresprung. Hochschulabsolventen erhalten eher gutbezahlte Jobs als jene, die nur ein Abitur oder Fachabitur vorweisen können. Ein Business-School-Abschluss erhöht die Marktfähigkeit als wertvoller und nachgefragter Mitarbeiter in der Geschäftswelt.

In welchen Berufsbereichen ist ein Business School-Abschluss wertvoll?

Die Möglichkeiten sind vielfältig, weshalb hier nur auszugsweise Spezialisierungsbereiche genannt werden:
•    Finanzdienstleitungen
•    Beratung
•    Buchhaltung
•    Vertrieb
•    Marketing
•    Unternehmensmanagement
•    Personalmanagement
•    Informationstechnologie

Was ist ein MBA oder Master of Business Administration?

Hinter diesem Begriff verbirgt sich einerseits ein Studium, andererseits auch der akademische Grad, den man mit dem Abschluss dieses Studienganges erwirbt.

Welche Voraussetzungen sind zu erfüllen?

Das Studium ist ein postgraduales, das heißt, es setzt ein vor dieser Weiterbildung erfolgreich abgeschlossenes Grundstudium voraus. Ein Abschluss als Master of Business Administration ist damit eine Zusatzqualifikation zu einem anderen, bereits abgeschlossenen Hochschulstudium. Mögliche vor dem MBA-Studium erworbene Abschlüsse sind zum Beispiel der Bachelor sowie ein Diplom- oder Magister-Studiengang.

Welches Wissen kann man sich aneignen?

Dieses Studium ist generalistisch angelegt, es behandelt in seinen wirtschaftswissenschaftlichen Lehrinhalten alle wesentlichen Managementfunktionen und vermittelt umfassendes Wissen im Managementbereich. Das MBA Studium vermittelt also die vielfältigsten Managementfähigkeiten und ist damit nicht unbedingt auf ein Spezialgebiet im Bereich Management fixiert. Da begrenzte Spezialisierungen zulässig sind, gibt es seit 2009 auch verschiedene MBA-Spezialstudien, die von nationalen und internationalen Akkreditierungsagenturen bewertet werden. Die drei wichtigsten internationalen Agenturen sind die Akkreditierungsorganisationen EFMD (Equis, Epas), AACSB oder Amba.

Was bringt ein MBA-Abschluss?

Mit einem positiven Abschluss als Master of Business Administration ist man befähigt, führende Positionen im Managementbereich oder hohe Ämter im öffentlichen Dienst einzunehmen. Die Absolventen eines MBA-Studiums sind also bestens für diverse Führungsaufgaben und leitende Funktionen in Unternehmen qualifiziert beziehungsweise auf die Übernahme größerer Führungsverantwortung mit funktionsübergreifenden Aufgaben vorbereitet.

Details zu den Richtlinien und Aufnahmevoraussetzungen

Für das einheitliche Verständnis von MBA-Programmen wurden 1997 MBA Richtlinien definiert, welche Bildungsexperten und Akkreditierungsorganisationen aus 19 europäischen Ländern und den USA erarbeiteten. Außerdem ist eine Einordnung in das ECTS (European Credit Transfer System) erforderlich. In Europa ist der Masterstudiengang im System des Bologna-Prozesses in der zweiten Stufe des Studiensystems eingeordnet. Als formale Mindestvoraussetzung werden in den meisten Fällen ein abgeschlossenes Hochschulstudium (Bachelor- oder Diplomstudium) und einige Jahre Berufserfahrung gefordert. Wenn Bewerber über eine mehrjährige und fundierte Managementerfahrung verfügen, so werden diese auch ohne abgeschlossenes Studium zugelassen.

Was ist unter ECTS zu verstehen?

Das European Credit Transfer and Accumulation System (ECTS) gewährleistet, dass die Leistungen von Studenten an Hochschulen des Europäischen Hochschulraumes miteinander verglichen werden können. Auf diese Weise sind die Leistungen bei einem Wechsel von einer Hochschule zur anderen grenzüberschreitend anrechenbar. Die Anrechnung ist durch den Erwerb von Leistungspunkten (sogenannten Credits) möglich, darunter versteht man Anrechnungseinheiten, die in der Hochschulausbildung durch unterschiedliche Leistungsnachweise erworben werden können. Diese Leistungsbewertung wird vorwiegend bei Bachelor- und Master-Studiengängen an Hochschulen herangezogen.

Informationen zur Studienorganisation

Für ein Vollzeitstudiums beträgt die Studienzeit zwischen einem und zwei Jahren, was 60 bis 120 ECTS-Punkten entspricht. Programme mit 60 ECTS sind dabei nur noch für Absolventen mit Diplom geeignet, weil zur Mastergraduierung eines (deutschen) Bachelors 60 ECTS meistens nicht ausreichen. Oftmals wird ein MBA-Studium für berufstätige Akademiker berufsbegleitend in Form eines Teilzeitstudiums oder Fernstudiums mit Präsenzveranstaltungen angeboten. Da das Studium teilweise mit einem Auslandsaufenthalt verbunden ist, kann es in dieser Form bis zu drei Jahre dauern.

Wie hoch sind die Studiengebühren?

MBA-Programme werden als Weiterbildungsprogramme eingestuft und müssen daher im Regelfall zur Gänze durch Studiengebühren finanziert werden. Die Gebühren im deutschsprachigen Raum variieren je nach Anbieter zwischen 1.000 Euro und 60.000 Euro für die gesamte Studiendauer. Die durchschnittliche Studiengebühr liegt in Deutschland bei ca. 17.000 Euro. Im Ausland und bei besonders renommierten Hochschulen muss man in manchen Fällen mit wesentlich höheren Gebühren rechnen. An der Harvard University etwa kostet das Vollzeit MBA-Programm ca. 44.000 Dollar pro Jahr.

Informationen über die Zulassungsbedingungen

Diese sind derzeit nicht einheitlich geregelt. Der erste Kontakt zur Hochschule erfolgt normalerweise durch ein Bewerbungs- oder Motivationsschreiben, welches an die Zulassungskommission oder an den jeweiligen Studiengangsleiter zu senden ist. Danach folgt meist ein persönliches Aufnahmegespräch. Verschiedene Hochschulen fordern zusätzlich einen Englischtest genannt TOEFL (Test of Englisch as Foreign Language) oder IELTS (International English Language Testing System) sowie ein GMAT (Graduate Management Admission Test) abzulegen. Dieser ist ein weltweit standardisierter Test zur Messung der Eignung für postgraduale Master-Studiengänge an betriebswirtschaftlichen Fakultäten (Graduate School of Business). Darüber hinaus wird seit ein paar Jahren der GRE-Test (Graduate Record Examination) von Hochschulen wie unter anderem etwa Stanford, MIT und Wharton, mittlerweile jedoch auch in Deutschland eingesetzt.

Für wen ist dieses Studium besonders interessant?

Die Zielgruppe eines MBA-Studiums ist sehr breit und stammt aus unterschiedlichen Schichten. Eine große Studentenanzahl kommt aktuell aus den Bereichen Ingenieurwesen, Natur-, Geistes- und Rechtswissenschaften sowie Medizin.
Das Studium des Master of Business Administration kann man in Vollzeit, als Fernstudium, aber auch berufsbegleitend absolvieren!

Es gibt in Deutschland bereits viele Studienanbieter, deren Programme man neben einer Voll- oder Teilzeitbeschäftigung besuchen und erfolgreich abschließen kann. Man sollte jedoch unbedingt auf die jeweilige Akkreditierung des angebotenen Studienganges achten. Wer im Beamtenstatus steht, sollte sich vergewissern, dass der erworbene Titel auch zum höheren Dienst berechtigt. Manager mit mehr als 5 Jahren Berufserfahrung wählen oftmals Teilzeitprogramme an Wochenenden, die mit dem Executive MBA abschließen.

Welche Studieninhalte bietet der Master of Business Administration?

Ein MBA-Studiums deckt alle funktionalen Managementfunktionen ab, vor allem die Themengebiete Rechnungswesen, Finanzwirtschaft, Marketing, Vertrieb, Produktionsmanagement, Informationstechnik, Wirtschaftsrecht und Personalmanagement. Zu den weiteren Fächern gehören Mikro- und Makroökonomie, Strategisches Management sowie wissenschaftliche Methodenlehre. Ein MBA-Programm soll dabei nicht nur Kenntnisse und methodische Fertigkeiten vermitteln, sondern ebenso Führungsverhalten, unternehmerisches Denken, Verhandlungsgeschick und Kommunikationsfähigkeit trainieren.

Wie ist das Studium aufgebaut?

Charakteristisch für MBA-Programme ist die starke Betonung von Projektunterricht und Gruppenarbeiten. Durch die starke Orientierung an den Managementanforderungen der Wirtschaft ist das MBA Studium praxisnah ausgerichtet. Es beinhaltet durch die fortschreitende Globalisierung immer häufiger Elemente wie den Unterricht in englischer Sprache, das Lernen oder die Vertiefung einer weiteren Fremdsprache und zusätzlich Auslandsaufenthalte, um bestmöglich auf die Anforderungen einer sich stärker verflechtenden Weltwirtschaft vorzubereiten. Die besondere Praxisorientierung unterscheidet den MBA grundsätzlich von anderen in den Wirtschaftswissenschaften möglichen Master Abschlüssen. Viele MBA-Programme setzen sogenannte Fallstudien (case studies) als zentrale Lehrmethode ein, bei denen die erlernten Fähigkeiten unmittelbar auf reale Unternehmenssituationen angewandt werden. Im Gegensatz dazu bieten alternative Master Programme wie der Master of Science in Business (MScB), der Master of Science in Business Administration (MScBA) oder der Master in Management (MM) eine Ausbildung mit erhöhtem akademischen und mehr Theoriebezug.

Was wird zum Studienabschluss gefordert?

Am Ende des Studiums ist, wie bei Masterstudiengängen üblich, eine Masterarbeit zu verfassen, die man in einer mündlichen Abschlussprüfung verteidigen muss. Die Vergleichbarkeit der verfassten Master-Thesis muss durch ein Diploma Supplement (eine öffentliche Urkunde) dokumentiert werden. Gemäß KMK-Beschluss (Kultusministerkonferenz) vom 21. April 2005 ist bei allen MBA-Studiengängen aufgrund des Abschlusses mit einem „Master“ und der Promotionsberechtigung Gesamtstudienleistungen von mindestens fünf Jahren oder mindestens 300 ECTS nachzuweisen.

Geschichtliches zum MBA-Studium

Eine mit dem heutigen MBA vergleichbare Abschluss-Form wurde erstmals im Jahr 1902 an der Tuck School des Dartmouth College im amerikanischen New Hampshire verliehen. Der entsprechende Titel wurde als „Master of Commercial Science“ bezeichnet. Die weltbekannte Harvard University war die zweite Hochschule, welche ab dem Jahr 1921 ein MBA-Programm führte, danach gab es MBA-Studien auch an diversen Hochschulen in England. Die Bedeutung des MBA-Titels war im Vergleich zu jenem des Bachelors jedoch gering. Erst in den 1950er Jahren erfuhr das Studium des Master of Business Administration durch eine Reihe von Pflichtfächern wie Rechnungswesen und Finanzierung eine Standardisierung und feste Profilbildung.

In Deutschland wurde das erste MBA-Programm im Jahr 1990 im saarländischen Europa-Institut angeboten. Die FHW Berlin war ein paar Jahre später (1993) die erste deutsche Fachhochschule mit eigenem MBA-Programm. 1970 wurden Innovationen wie Planspiele und Übungsfirmen als Pflichtübung in die Ausbildung aufgenommen. In den 1990er Jahren begann die zunehmende Internationalisierung der MBA-Studiengänge und heutzutage sind vor allem kommunikative Fähigkeiten extrem wichtig.

Neue Trends beim MBA-Studium

Der Fokus vieler MBA-Studierender lag sehr lange Zeit auf den Branchen Finanzwirtschaft, Banken und Unternehmensberatung. Diese Präferenzen haben sich in der Zwischenzeit jedoch gewandelt und so zählt die Unternehmensgründung heute zu den fünf wichtigsten Themen für MBA-Studierende. Danach folgen Themen wie Strategisches Management, Leadership, Menschenführung und Organisation. Viele postgradual Studierende wünschen sich des Weiteren, Arbeit und Studium stärker zu mischen. Parallel zu den generalistischen MBA-Programmen, die zum Beispiel für Corporate Manager konzipiert sind, etablieren sich immer häufiger auch Programme mit Spezialisierungen in einzelnen Managementdisziplinen (z. B. Controlling & Finance, Nachhaltigkeitsmanagement). Diese Programme richten sich überwiegend an Personen, die eher eine Experten- als eine Managementfunktion anstreben. Daneben gibt es auch solche für Unternehmensgründer und mittelständische Unternehmer. Programme, die nicht als postgraduale Studien für Bewerber mit Berufserfahrung, sondern als Weiterführung eines Undergraduate-Studiums (sog. „Junior-MBA“) durchgeführt werden, entsprechen übrigens nicht den allgemeinen MBA-Guidelines. Deshalb werden für diese Studien andere Abschlussbezeichnungen als MBA empfohlen.