Alle Artikel von Michael Schürz

Studieren ohne Abitur

Unser aktueller Blog-Artikel befasst sich mit einem Interview, das mit der Studentin Astrid Hill geführt wurde. Sie studiert an der Universität Koblenz-Landau Sozial- und Kommunikationswissenschaften, obwohl sie kein Abitur hat. Sie ist gelernte Erzieherin und hat einen Realschulabschluss. Nachfolgend erzählt sie Sara Pipaud, Campus-Reporterin und Mitglied des Uniblog-Teams, wie sie an die Uni Koblenz gekommen ist.

Du studierst ohne Abitur, was hast du davor gemacht?

Ich habe meinen Realschulabschluss 2012 in Hockenheim gemacht und danach eine Ausbildung zur Erzieherin in einer Kindertagesstätte begonnen. Die Ausbildung dauerte insgesamt vier Jahre. Nach dieser habe ich noch drei weitere Jahre in der Einrichtung als Teamleiterin gearbeitet. Zwischen der Ausbildung und meiner Anstellung habe ich noch ein Jahr als Au-pair in Irland verbracht, um meine Englischkenntnisse zu verbessern und Erfahrungen zu sammeln.

Wieso hast du dich im Anschluss noch für ein Studium entschieden?

Durch meine Arbeit als Teamleiterin habe ich gemerkt, dass mir organisatorische Aufgaben besonders viel Spaß machen und auch liegen. In dieser Position habe ich ein kleines Team geleitet, das aus sechs Personen bestand. Zusätzlich habe ich pädagogische Konzepte entworfen, Dienstpläne erstellt, Praktikanten eingelernt und mich nebenbei auch noch um die Kinder gekümmert. Durch diese Arbeit wurde mir bewusst, dass ich mich gerne fundierter mit dem Personalwesen auseinandersetzten und später lieber in einem Unternehmen in der Personalabteilung arbeiten würde. Ich will mehr über Kommunikation lernen und wie man Personal richtig anleitet und auswählt.

Wusstest du, dass dir deine Ausbildung ein Studium ermöglicht?

Nein, tatsächlich nicht. Ich habe von dieser Möglichkeit erst von einer Arbeitskollegin erfahren. Das war mir auch ganz neu. Ich glaube, Rheinland-Pfalz ist eines der wenigen Bundesländer, in denen dies möglich ist. Als ich davon erfahren habe, hat es mich natürlich sehr gefreut. Meistens ist es ja so, dass man nur mit Abitur studieren kann. Dass es auch ohne funktioniert, ist wirklich toll. Das Gehalt hat bei meiner Entscheidung für ein Studium tatsächlich keine Rolle gespielt. Mir ging es einfach um die Möglichkeit, mehr über den Bereich der Personalführung und des Personalwesens zu lernen.

Welche Voraussetzungen benötigt man für ein Studium ohne Abitur?

In Rheinland-Pfalz muss das angestrebte Studium fachgebunden sein. Das heißt, es sollte schon in gewisser Weise dem Themengebiet der Ausbildung ähneln. Ich glaube, der Schnitt des Ausbildungszeugnisses muss zudem besser als 2,5 sein. Genauere Informationen zu den Voraussetzungen gibt es auf der Website für Landesrecht in Rheinland-Pfalz. Mit dem Bachelor Sozial- und Kommunikationswissenschaften hatte ich ziemlich viel Glück, da dieser sehr breit aufgestellt ist und einem dadurch viele Möglichkeiten für spätere Berufe eröffnet – eben auch in Richtung Personalwesen.

Bereitet dir das Studium Schwierigkeiten beziehungsweise glaubst du, es wäre dir mit Abi leichter gefallen?

Anfangs hatte ich schon Angst davor, nicht mithalten zu können, da ich einfach nicht wusste, wie hoch die Anforderungen sein würden. Nach dem ersten Semester kann ich jetzt allerdings sagen, dass meine Angst unbegründet war. Ich komme gut mit und habe auch meine erste Klausurenphase erfolgreich überstanden. Die Themen in meinem Studiengang unterscheiden sich deutlich von dem, was ich in der Schule gelernt habe. Trotzdem habe ich nicht das Gefühl, dass mir etwas fehlt oder dass ich eine Benachteiligung aufgrund meines Abschlusses habe. Gefühlt ist es eher ein “neues Lernen” als ein Anknüpfen an bereits Gelerntes. In meiner Ausbildung ging ich auch weiterhin zur Schule und habe viel zum Thema Quellenangaben, richtiges Zitieren und Texte verfassen gelernt. Daher denke ich nicht, dass ich schlechter im Studium abschneide als jemand mit Abitur.

Was hast du aus deiner Ausbildung mitgenommen?

Ich habe auf jeden Fall das Einhalten von Zeitplänen mitgenommen. An der Uni kontrolliert niemand, ob man seine Aufgaben erledigt oder ob man mitkommt. In der Ausbildung ist das anders. Da muss man alles erledigen, um dabei bleiben zu dürfen. Das Gleiche gilt für das Berufsleben. Auch dort gibt es eigentlich keine andere Option, als seine Aufgaben in der vorgegebenen Zeit zu erledigen. Durch diese Erfahrung bin ich nicht von den vielen Abgaben überfordert und komme gut mit. Die Möglichkeit, Klausuren oder Abgaben zu schieben, musste ich daher bisher auch noch nicht in Anspruch nehmen.

Hast du Tipps für andere, die einen ähnlichen Weg einschlagen wollen?

Ein Studium bietet mehr Struktur als man denkt. Die Hauptsache ist, dass man am Ball bleibt. Man sollte sich auf keinen Fall davon verunsichern lassen, kein Abitur zu haben. So lange man sich für das Fach interessiert und bereit ist, seine Zeit dafür zu investieren, kann man es auf jeden Fall schaffen. Vor der Finanzierung eines Studiums schrecken viele zurück, vor allem wenn man davor schon einmal ein geregeltes Einkommen hatte. Dieses wieder aufzugeben ist nicht einfach. Es gibt allerdings viele Möglichkeiten, sein Studium zu finanzieren. Zum Beispiel durch elternunabhängiges BAföG oder auch Stipendien für genau diesen Bildungsweg. Ich habe mich für ein Aufstiegsstipendium bei der SBB beworben. Diese fördern explizit diejenigen, die eine abgeschlossene Berufsausbildung haben und an diese ein Studium anschließen möchten. Das wichtigste bei diesem Weg ist, dass der Wille da ist. Ist dies der Fall, kann man alles schaffen.

 

Text- und Bild-Quelle: Blog Uni Koblenz Landau

Wie jedes Interview gelingt

Spätestens bei dem Schreiben der Master-Thesis kann es vorkommen, dass Studierende vor dem Problem stehen, ein Interview für ihre Arbeit durchführen zu wollen, aber keine Erfahrung in diesem Bereich mitbringen. Wie bereitet man sich am besten auf ein Interview vor? Was gilt es bei der Durchführung zu beachten? Und welche Rolle spielt die Nachbereitung, z.B. die Auswertung des Interviews oder dessen Verschriftlichung mit bestimmten Transkriptionsregeln?

Vorbereitung ist das A und O

Wenn Sie vorhaben, ein Interview durchzuführen, ist es wichtig, frühzeitig mit der Planung anzufangen, besonders, da es von Ihrem Interviewpartner abhängig ist, ob und wann Sie das Interview führen können. Zudem sollte bereits die Wahl der richtigen Interviewpartner im Vorfeld gut überlegt und an Ihrem Erkenntnisinteresse ausgerichtet sein.

Und auch nach Vereinbarung eines Interviewtermins gilt: Vorbereitung ist das A und O. Damit Sie wirklich relevante Informationen erhalten, sollten Sie sich fragen, was das Erkenntnisziel Ihres Interviews ist, wie Ihr Gesprächspartner dazu beitragen kann und was hierfür thematisiert werden sollte, wobei eine Themeneingrenzung sinnvoll ist. Erstellen Sie sich außerdem einen Interviewleitfaden als Orientierungshilfe während des Interviews, mithilfe derer Sie den roten Faden beibehalten können. Um zudem während des Interviews in kein Fettnäpfchen zu treten, ist eine umfangreiche Recherche über das Thema und über Ihren Interviewpartner im Vorfeld sehr ratsam.

Darüber hinaus sollten die Umstände berücksichtigt werden, in denen das geplante Interview stattfinden soll. Falls beispielsweise technisches Equipment benötigt wird, sollten Sie sich frühzeitig um dieses kümmern. Hierfür ist ebenfalls relevant zu wissen, ob das Interview persönlich oder auf technischem Wege (z.B. über Skype oder über ein Telefonat) stattfinden wird. Jedenfalls gilt, dass Sie stets auf eine stille und ablenkungsfreie Umgebung achten sollten. Zudem sollte bereits vor dem Interview geklärt werden, wie viel Zeit der Interviewte für das Interview hat und wie lange das Interview sein soll. Hierbei sollte beachtet werden, dass Interviews grundsätzlich nicht länger als 1-1,5 Stunden sein sollten, da sonst die Konzentration nachlässt. Zudem sollte sicherheitshalber insgesamt immer etwas mehr Zeit als eigentlich benötigt eingeplant werden.

Die richtige Durchführung

Die richtige Durchführung des Interviews hängt teilweise davon ab, wo und wie das Gespräch stattfindet. Dennoch gibt es einige Tipps, wie Sie das Interview bestmöglich durchführen können:

  • Ständiger Augenkontakt und eine offene Körperhaltung
  • Aufmerksamkeit und Interesse signalisieren
  • Eine entspannte Gesprächsatmosphäre schaffen (z.B. durch Small Talk vor dem eigentlichen Interview)
  • Mit einfachen und nicht kontroversen Fragen einsteigen
  • Möglichst offene Fragen stellen, die den Interviewten zum Erzählen animieren
  • Dennoch immer nur eine Frage zur Zeit stellen und ausreichend Zeit zum Antworten lassen
  • An den Leitfragen orientieren, dabei aber flexibel bleiben und Fragen eventuell an den Konversationsverlauf anpassen
  • Eine Audio- oder Videoaufzeichnung des Interviews machen, da so eine Nachbereitung leichter fällt

Wichtig: Bereits vor dem Interview sollte am besten in schriftlicher Form die Zustimmung der Interviewten zur Weiterverarbeitung der Daten und zu einer möglichen Aufzeichnung des Interviews eingeholt werden!

Nur mit einer guten Nachbereitung hat das Interview auch einen Mehrwert

Was auf keinen Fall vernachlässigt werden sollte, ist eine gute Nachbereitung des Interviews, um die erhaltenen Informationen auch auswerten und nutzen zu können. Hierfür gibt es je nach Zweck des Interviews unterschiedliche Vorgehensweisen. Eine gute Möglichkeit ist eine Transkription des Interviews, also die Verschriftlichung der Video- oder Audioaufzeichnung. Es gibt unterschiedliche Arten, wie eine derartige Transkription aussehen und nach welchen Transkriptionsregeln sie erfolgen kann.

In jedem Fall sollte allerdings genügend Zeit eingeplant werden, da man, so eine Faustregel, ohne Übung im Durchschnitt mindestens vier Minuten benötigt, um eine Minute der Audiodatei zu transkribieren. Will man sich diese Zeit sparen, kann auf professionelle Anbieter wie beispielsweise den deutschen Marktführer abtipper.de zurückgegriffen werden, die die Transkription gegen eine Gebühr übernehmen. Die Nutzung eines solchen Anbieters ist unproblematisch und als Unterstützung für eine Abschlussarbeit auch ohne weiteres zulässig.

Da in diesem Blogbeitrag allerdings nur sehr zusammengefasst über Interviews berichtet werden kann, ist es ratsam, sich genauer mit der breit gefächerten Thematik auseinanderzusetzen. Neben vielen Internetseiten findet sich auch ein großes Angebot an Literatur, das sich mit diesem Thema auseinandersetzt. So sind beispielsweise viele weitere hilfreiche Tipps rund um das Durchführen von Interviews und das Transkribieren in einem kostenlosen E-Book von abtipper.de gesammelt, welches Sie unter hier herunterladen können.

 

Text-Quelle: Autorenteam

Bildquelle: Pixabay 1, 2

Corona als digitaler Brandbeschleuniger – diese IT-Skills sind gefragter denn je!

Homeoffice, Videokonferenzen, digitaler Unterricht und vermehrte Online-Einkäufe – die Coronakrise hat vielen Unternehmen offenbart, wo die Präferenzen für die Zukunft liegen. Durch die Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie ist auf dem Arbeitsmarkt einiges in Bewegung gekommen. Dabei sind es vor allem Unternehmen und Fachkräfte, die sich während und nach der Corona-Pandemie völlig anderen Anforderungen stellen müssen. Die Coronakrise hat die Digitalisierung in vielen Bereichen der Arbeitswelt nur noch weiter vorangetrieben. Durch die veränderten Bedingungen hat sich der Alltag sowohl für Unternehmen als auch für Verbraucher vollständig verändert. Der Alltag findet heute zunehmend in der digitalen Welt statt. Die Entwicklung von Apps, Cyber Security und Big Data sind zu wichtigen Themen für Unternehmen aufgestiegen. Viele diese Veränderungen werden auch nach der Zeit der Coronakrise weiter bestehen bleiben, so dass die Coronakrise als digitaler Brandbeschleuniger bezeichnet werden kann.

Es sind nun ganz andere Fähigkeiten in Unternehmen gefragt, um sich weiter zukunftsweisend aufzustellen und nach der Coronakrise auf die veränderten Bedürfnisse von Verbrauchern gewappnet zu sein. So haben sich die Anforderungen für kleine Betriebe und Unternehmen schlagartig verändert. Wer weiterhin etwas verkaufen will, braucht eine entsprechende Webseite im Internet. Das Kaufverhalten von vielen Verbrauchern hat sich zunehmend auf den Online-Markt verlegt. Wer jetzt nicht die richtigen Maßnahmen ergreift, hat es schwer die aktuelle Krisensituation zu überstehen. Demnach gibt es aktuell ganz andere Kompetenzen und Fähigkeiten, die für Unternehmer gefragt sind. Denn vor allem Fachkräfte aus dem IT-Bereich stehen derzeit besonders im Fokus von vielen Unternehmen. Welche IT-Fähigkeiten und Kompetenzen den Ton auf den Arbeitsmarkt angeben werden, haben wir Ihnen im Folgenden erläutert. So erhalten Sie einen Überblick von Future-Skills, die in den nächsten Jahren für viele Unternehmen zu einem wichtigen Teil der Unternehmensaufstellung sein werden.

Betriebe und Unternehmen brauchen vor allem technisches Know-how

Bereits heute haben sich smarte Technologie in ganz verschiedene Bereiche des alltäglichen Lebens eingeschlichen. Durch die Coronakrise wurde die Nachfrage für digitale Kompetenzen nur noch verstärkt. So suchen derzeit viele Unternehmen nach Verstärkungen aus dem IT-Bereich. Doch sind gut ausgebildete Fachkräfte aus der IT-Branche weiter rar gesät. Mehr als 100.000 offene Stellen gibt es derzeit allein in Deutschland zu verzeichnen. Die Suche nach Unterstützung, um den Weg der digitalen Transformation zu gehen, kann demnach für viele Unternehmen zu einer echten Herausforderung werden.

So wenden sich viele Unternehmen mittlerweile an Agenturen zur IT-Personalberatung. Durch das große Netzwerk einer solchen IT-Personalberatung gelingt es Unternehmen und Fachkräfte aus dem IT-Bereich zusammenzuführen. Hier sind es vor allem die IT-Personalberater von ratbacher.de, die Unternehmen eine große Hilfe sein können. Mit einem Netzwerk aus über 65.000 ausgebildeten IT-Fachkräften, gelingt es Betrieben und Unternehmen genau die Unterstützung zu finden, die durch die veränderten Ansprüche in der Wirtschaft benötigt werden. Ob die Entwicklung einer cloudbasierten IT-Infrastruktur, der Gestaltung eines Online-Auftritts oder für die digitale Sicherheit eines Unternehmens, spielt dabei keine Rolle. So ist der Arbeitsmarkt im IT-Bereich derzeit gefragter denn je. Immer mehr Unternehmen wollen IT-Kompetenzlücken schließen und brauchen somit Verstärkung für ihren IT-Bereich.

Diese IT-Fähigkeiten sind aktuell besonders gefragt

Die Karriereaussichten für IT-Fachkräfte könnten aktuell kaum besser sein. Viele Unternehmen suchen händeringend nach hochqualifizierten Mitarbeitern aus der IT-Branche. Die Möglichkeiten zur Ausbildung von Führungsfachkräften in IT-Branche sind dabei sehr umfassend und auf ganz spezielle Bereiche verteilt. So werden aktuell besonders Fachkräfte aus der IT-Branche in diesen Bereichen gesucht:

  • IT-Projektmanager
  • Data Scientists
  • IT-Anwendungsbetreuer
  • IT-Security Experten

Zudem versuchen viele Unternehmen im Zuge der digitalen Transformation die Auslandskompetenzen zu stärken. Es ist für Unternehmen wichtiger denn je Fuß auf dem internationalen Markt zu fassen, um nicht von der Konkurrenz abgehängt zu werden. So stehen vielen Unternehmen große Veränderungen bevor, die sich nur in Verbindung mit dem notwendigen technischen Know-how bewältigen lassen.

Text-Quelle: Autorenteam

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Sollten mehr Business Schools die MBA-Gebühren einfrieren? Die Antworten der Zulassungsstellen sind überraschend.

Neu veröffentlichte Daten aus einer Umfrage unter Zulassungsbeauftragten von Business Schools legen nahe, dass die Unterstützung für ein Einfrieren der Studiengebühren unter den Schulleitern überraschend hoch ist, solange die Kurse virtuell abgehalten werden.

In diesem Monat kündigte die Dartmouth College Tuck School of Business an, dass sie die MBA-Studiengebühren für das Schuljahr 2021-2022 einfrieren wird – ein Schritt, der sicherlich von den ankommenden Studenten des Top-10-Programms begrüßt wird, wo ein kleiner Prozentsatz der Klassen voraussichtlich bis zum Frühjahr persönlich unterrichtet wird. Tuck – die mit 77.500 Dollar jährlich die höchsten Studiengebühren aller Top-25-Business-Schulen in den USA im letzten Herbst hatte – ist nur die jüngste führende Business Schule, die ihre Studiengebühren einfriert; acht weitere Schulen, darunter die Harvard Business School, die Stanford Graduate School of Business und die Wharton School an der University of Pennsylvania, haben die Studiengebühren bereits im letzten Jahr eingefroren. Im Fall von Harvard dauert das Einfrieren nun schon drei Jahre an.

Auch wenn die Studiengebühren an vielen Schulen nicht mehr steigen, sind die MBA-Kosten insgesamt weiter gestiegen. Das liegt daran, dass die Lebenshaltungskosten, die nur zum Teil von den Schulen beeinflusst werden können, fast immer von Jahr zu Jahr steigen, besonders bei Schulen in städtischen Gebieten. Obwohl die Studiengebühren an der HBS mit 73.440 Dollar seit 2018 nicht mehr gestiegen sind, liegen die Gesamtkosten für einen Harvard-MBA bei geschätzten 223.636 Dollar für einen alleinstehenden Studenten und mehr als 300.000 Dollar für einen verheirateten Studenten mit zwei Kindern – riesige Summen, die nur teilweise durch Harvards großzügige Stipendien ausgeglichen werden. Ein MBA an der nahe gelegenen MIT Sloan School of Management ist für einen einzelnen Studenten sogar noch teurer: mehr als 240.000 Dollar über zwei Jahre, während der Abschluss an drei anderen Schulen mehr als 235.000 Dollar kostet: Stanford GSB, NYU Stern, und Columbia Business School.

Was viele MBA Studentinnen und Studenten ärgert, ist die Tatsache, dass an vielen Top-Schulen die fortschreitende Fernlehre die unaufhaltsam steigenden Kosten des zweijährigen MBA-Studiums kaum gebremst hat. Das war schon so, als Poets&Quants im März letzten Jahres eine Umfrage durchführte, als die Coronavirus-Pandemie ausbrach, und es blieb so, als Bloomberg Businessweek im September letzten Jahres die gleichen Fragen stellte. Jetzt zeigen neu aufgetauchte Daten der Testfirma Kaplan, dass innerhalb der Schulleitung viele mit den Schülern übereinstimmen: Die Studiengebühren sollten nicht erhöht werden, solange die Klassen virtuell bleiben.

Eine Kaplan-Umfrage inmitten der virtuellen Unterrichtszeit ergab, dass unter den aktuellen Zulassungen ein Drittel den Studiengebührenrabatt befürworten

Eine Umfrage von Businessweek unter 3.532 Studenten des ersten und zweiten Studienjahres von 95 Business Schools im letzten Herbst ergab, dass etwa die Hälfte der Meinung war, dass das, was sie in den MBA-Programmen bekommen, die Kosten nicht wert sei. Das gilt vor allem für die am höchsten eingestuften und teuersten MBA-Programme. An Schulen, an denen Studiengebühren von mehr als 70.000 Dollar pro Jahr anfallen, äußerten 54,4 Prozent der MBA Kandidatinnen und Kandidaten Reue. 28,5 Prozent stimmten nicht zu, dass ihre Ausbildung die Kosten wert ist, weitere 25,9 Prozent stimmten nicht zu. Insgesamt bewerteten 74% der befragten Studierenden den Einfluss von Covid auf ihre MBA-Erfahrung als „sehr negativ“ oder „etwas negativ“. An Business Schools, die weniger als 40.000 Dollar pro Jahr an Studiengebühren verlangen, stimmten 49,5% der Studenten nicht zu, dass ihre Ausbildung die Kosten wert war.

Insgesamt gab die Hälfte aller MBA Studentinnen und Studenten in der Businessweek-Umfrage an, dass sie bereit wären, mindestens 20 Prozent ihrer Kursarbeit online zu absolvieren, wenn sie dafür einen gewissen Rabatt auf die Studiengebühren bekämen. „Die vollen Studiengebühren für reine Zoom-Kurse zu verlangen, ist kompletter Straßenraub“, beschwerte sich ein Student einer Ivy League Business School.

Kaplan führte seine Umfrage unter den Zulassungsbeauftragten kurz nach Bloombergs Umfrage durch, im Oktober 2020, und befragte die Gatekeeper von 90 US-MBA-Programmen, darunter 14 der Top-50-Programme nach dem Ranking von U.S. News & World Report. Kaplan führt die Umfrage seit 15 Jahren durch, um angehenden MBAs und anderen in der Business-Community die genauesten und aktuellsten Informationen über den Zulassungsprozess zur Verfügung zu stellen. Letztes Jahr wurde jedoch eine Frage hinzugefügt, die sich speziell auf die Pandemie und die damit verbundenen Veränderungen in der MBA-Ausbildungslandschaft bezieht: „Sind Sie der Meinung, dass Business Schools, die hauptsächlich auf Online-Studiengänge umstellen, die Studiengebühren senken sollten?“

Kaplan hat die Antworten auf diese Schlüsselfrage im letzten Herbst nicht veröffentlicht, aber P&Q hat erfahren, dass fast ein Drittel, 32%, mit Ja antworteten. Fast die Hälfte, 47%, sagte nein, während etwa ein Fünftel der Befragten, 21%, unsicher waren. Noch augenöffnender als die Zahlen sind einige individuelle Antworten. „Es gibt so viel Wert im MBA, den die Studenten verlieren“, schrieb ein Zulassungsbeauftragter. „Leute, die einen Online-MBA für den gleichen Preis wie einen Präsenz-MBA kaufen, sollten keine MBAs sein, weil sie den Wert nicht verstehen.“

Studiengebühren sollten Studiengebühren sein, unabhängig von der Modalität

Ein anderer Befragter unterstützte zwar die Grundidee der Studiengebührenreduzierung oder des Einfrierens, fügte aber einen wichtigen Vorbehalt hinzu. „Als Student hätte ich ja gesagt“, schrieb der Zulassungsbeauftragte, „aber es ist sicherlich situationsabhängig. In dem Maße, in dem die Online-Durchführung es erlaubt, die Klassengröße zu erhöhen, um die gleichen oder mehr Einnahmen als bei der persönlichen Durchführung zu erzielen, sollten die Studiengebühren entsprechend gesenkt werden.

„Abgesehen davon ist es auf der administrativen Seite genauso viel (oder mehr) Arbeit, die gleiche Qualität eines Online-Kurses zu liefern wie bei einer Präsenzveranstaltung, und wenn man die Fixkosten nicht signifikant senken kann (was die Schulen in naher Zukunft wahrscheinlich nicht tun werden), können die Kosten für die Online-Bereitstellung nicht einfach sinken, nur weil die Kurse online verlegt werden.“

Diese Meinung wurde von einem anderen Befragten geteilt: „Die Technologie ist teurer, und die Mitarbeiter und Dozenten investieren genauso viel Zeit und Energie in die Ausbildung und Erfahrung der Studenten. Unsere Online-Studenten haben außerdem den gleichen Zugang zu unseren Networking- und sozialen Veranstaltungen, zur beruflichen Entwicklung und zu Studentenorganisationen wie unsere persönlichen Studenten.“

Ein anderer fügte hinzu: „Studiengebühren sollten Studiengebühren sein, unabhängig von der Modalität, es sei denn, es gibt zusätzliche harte Kosten für die Bereitstellung (was eine Studentengebühr sein sollte, anstatt einer Differenz bei den Studiengebühren).“ Und ein weiterer Befragter wies auf eine große Hürde bei der Reduzierung der Studiengebühren hin. „Eine Senkung der Studiengebühren“, schrieben sie, „müsste auch mit einer Senkung der Ausgaben einhergehen – ein Faktor, der außerhalb der Kontrolle der meisten Business Schools an größeren Universitäten liegt. Business Schools sollten stattdessen daran arbeiten, ihren Studenten einen innovativeren Mehrwert zu bieten, indem sie Ressourcen (außerschulische Aktivitäten, Beratung, Karrieredienste) hinzufügen, die in digitalen Räumen zugänglich sind.“

 

Text- und Bild-Quelle: poetsandquants.com

Warum man sich bei der Wahl des MBA-Studiums nicht zu sehr auf Rankings verlassen soll

Ranglisten sind eine wichtige Orientierungshilfe bei Wahl des passenden MBA-Studiums. Doch welchen Wert haben sie, wenn führende Hochschulen nicht mehr mitmachen?

Ende Januar 2021 rief das britische Wirtschaftsmagazin „Economist“ die IESE Business School aus Barcelona zur weltbesten Kaderschmiede aus, zwei Wochen später ernannte die „Financial Times“ („FT“) die französische INSEAD zur globalen Nummer eins. Beide gehören zweifellos zu den weltweit führenden Hochschulen, welche den renommierten Abschluss Master of Business Administration vergeben. An der Spitze der weltweiten MBA-Rankings standen sie bislang allerdings noch nie. US-Rivalen wie Harvard, Wharton oder Stanford, die noch im Vorjahr die ersten drei Plätze der „FT“-Liste belegten, fehlen hingegen ganz. Was war also geschehen?

Die Rankings internationaler Medien sind eine wichtige Orientierungshilfe für angehende MBA-Studenten: Neun von zehn Kandidaten schauen sich mindestens eines bei der Wahl ihres Studienorts an. Wer einen fünfstelligen Betrag und ein bis zwei Jahre seines Berufslebens in die anspruchsvolle Ausbildung investiert, will schließlich sichergehen, dass sich dies am Ende auch auszahlt. Im Gegensatz zum persönlichen Bauchgefühl oder zu subjektiven Erfahrungsberichten versprechen Ranglisten Objektivität und Messbarkeit.

Der Haken an der Sache: Es gibt viele Rankings, jedes verwendet seine eigene Methodik und legt andere Kriterien an. Ebenfalls entscheidend ist, welche Hochschulen sich überhaupt an dem Leistungsvergleich beteiligen. Zwar werden für die Bewertung in der Regel Absolventen herangezogen, doch ohne aktive Unterstützung durch die Business-Schools sind die Befragungen kaum durchzuführen. Hier liegt auch der Grund für die veränderten Ergebnisse der aktuellen Ranglisten: Zahlreiche internationale Schwergewichte haben 2021 nicht mehr mitgemacht.

Die Kriterien für die Erstellung der Rankings sind umstritten

Beim „Economist“-Ranking sagten gleich 15 der 25 besten MBA-Anbieter der vorherigen Auswertung von November 2019 ihre Teilnahme ab – und ermöglichten ihren verbliebenen Rivalen damit erheblich verbesserte Platzierungen. Auffällig ist vor allem, dass viele amerikanische Universitäten fehlen. Keine der sieben angesehensten US-Business-Schools beteiligte sich an der „Economist“-Befragung, nur zwei von sieben waren es bei der „FT“.

Offiziell begründen die auch als „Magnificent Seven“ bezeichneten Hochschulen ihre Abstinenz mit der Corona-Pandemie, die das Einholen der Daten bei Studenten und Alumni erschwert habe. Doch hinter den Kulissen gärt schon länger ein Streit über die Aussagekraft der Rankings, die relevanten Kriterien sowie die Frage, wen diese begünstigen oder benachteiligen. So richtet die „FT“ ihre Bewertung sehr stark an der Gehaltsentwicklung der Absolventen in den ersten Jahren nach dem Abschluss aus, beim „Economist“ spielen die persönlichen Einschätzungen der Studenten und Absolventen eine große Rolle. Es gilt als offenes Geheimnis, dass sich speziell in diesem Punkt die US-Elitehochschulen nur äußerst widerwillig mit der europäischen Konkurrenz vergleichen lassen. Mit 500 bis 1000 Teilnehmern pro Jahrgang kommt jede einzelne der „glorreichen Sieben“ auf mehr MBA-Studenten als alle in den Rankings vertretenen deutschen Anbieter zusammen. Auch in den anderen europäischen Ländern spielen nur die wenigsten Business-Schools zahlenmäßig mit der US-Elite in einer Liga.

Harvard, Stanford oder MIT Sloan bevorzugen die Leistungsvergleiche von „Forbes“, „Bloomberg Business Week“ oder „US News“. Hier sind sie unter sich, denn die US-Medien trennen in ihren Ranglisten die Hochschulen in den USA von denen im Rest der Welt – und gelten im für die amerikanischen Universitäten wichtigen Heimatmarkt als die relevanten Quellen.

Beobachter in Europa fragen sich daher, ob das Fernbleiben der US-Anbieter von den europäischen Vergleichen tatsächlich nur eine Corona-bedingte Ausnahme war oder doch mehr dahintersteckt. Denn wahr ist auch, dass der Aufstieg einer Business-School im Ranking nicht zwingend mit einer Verbesserung für die Studierenden einhergehen muss. Häufig ist sie eher auf eine gezielte Optimierung seitens der Hochschulen zurückzuführen. So belohnen die aktuellen Ranglisten zum Beispiel nach wie vor Studienaufenthalte im Ausland – ein für amerikanische Anbieter eher nachteiliger Faktor, weil Studenten der US-Hochschulen seltener Auslandsaufenthalte machen. Umfangreiche Investitionen in digitale Lernplattformen oder Hybrid-Lehrräume – in Pandemiezeiten ein großer Vorteil für die Studierenden – fließen dagegen nicht in die Bewertung ein, wie etwa die Berliner ESMT beklagt, die gerade hohe Investments dafür getätigt hat.

Nur drei deutsche unter den weltbesten Business-Schools

Viele deutsche Business-Schools stehen zusätzlich vor der Schwierigkeit, dass sie aufgrund ihrer geringen Immatrikulationszahlen nur schwer auf die für die Aufnahme in die Rankings notwendigen Rücklaufzahlen bei den Fragebögen kommen. Durch Corona verzögerte Abschlüsse und Berufseinstiege könnten die Ergebnisse zusätzlich verzerren, da bei geringen Fallzahlen jede einzelne Befragung umso stärker auf das Gesamtergebnis durchschlägt. Die Leipziger HHL und die Frankfurt School of Finance & Management haben deshalb in diesem Jahr auf den Versand der Fragebögen verzichtet, wollen künftig aber wieder mitmachen.

Ein Grund dafür: Während die berühmten amerikanischen Managementschulen aufgrund ihres weltweit einzigartigen Rufs keinerlei Probleme haben, High Potentials aus dem Ausland anzuziehen, ist für die europäische Konkurrenz eine Spitzenplatzierung in einer anerkannten Rangliste ein wichtiger Wettbewerbsvorteil. Letztlich sei es zwar ein wenig wie bei einer Lotterie, wo man am Ende lande, sagt Nick Barniville, stellvertretender Dekan an der ESMT. „Aber wer unter den Top 100 ist, wird wahrgenommen.“ Auch für Martin Fassnacht, akademischer Direktor des MBA-Programms an der WHU Otto Beisheim School of Management, steht die internationale Sichtbarkeit im Vordergrund. Er hält das „FT“-Ranking für aussagekräftiger, da es die Karriereentwicklung der Absolventen drei Jahre nach dem Abschluss mit einbezieht. Auf die „Economist“-Bewertung zu verzichten ist für ihn trotzdem keine Option. „Das Ranking ist von großer Bedeutung für den Markt und damit auch für uns.“

Die WHU ist eine von drei deutschen Business-Schools, die den Sprung auf beide aktuellen MBA-Ranglisten geschafft hat. Die „Financial Times“ kürte das MBA-Programm der privaten Hochschule aus Vallendar bei Koblenz, an der unter anderem Start-up-Gründer wie Oliver Samwer (Rocket Internet) und Robert Gentz (Zalando) ihren Abschluss machten, zur Nummer eins in Deutschland (Gesamtplatzierung: 54), gefolgt von der Mannheim Business School (Platz 58) und der ESMT (Platz 80). Ein Blick auf das „Economist“-Ranking ergibt in Bezug auf Deutschland das genau umgekehrte Bild: Hier liegen die Mannheimer (Platz 26) vor der ESMT (Platz 46) und der WHU (Platz 63). Und wer liegt nun richtig?

Wahl der Hochschule nicht nur an Ranglisten ausrichten

Nach Einschätzung von Eric Weber, stellvertretender Dekan der IESE, erfasst keine der Ranglisten die beurteilten Hochschulen in allen Facetten. Er rät Interessenten, genau hinzuschauen, die Ergebnisse zu vergleichen, die verschiedenen Business-Schools auf die eigenen relevanten Kriterien abzuklopfen und die Entscheidung nicht ausschließlich von der Platzierung auf einer der Bestenlisten abhängig zu machen.

 

Text-Quelle: handelsblatt.com (Originalbeitrag von Kirstin von Elm)

Bild-Quelle: PIXABAY

Praktische, kleine Helfer: Nützliche Apps für den Uni-Alltag

Der Mythos vom faulen Studenten hält sich hartnäckig. Die Realität sieht aber in den allermeisten Fällen anders aus. Kurse, Vorlesungen, Vor- und Nachbereitung, Hausaufgaben und Klausuren erfordern viel Aufmerksamkeit. Dazu kommt oft noch ein Nebenjob für das nötige Kleingeld. Und auch der erste eigene Haushalt organisiert sich nicht von selbst. Irgendwo muss vielleicht noch das ein oder andere Praktikum oder ein Auslandsaufenthalt eingeschoben werden, um damit später die Bewerbung aufzupolieren. Ein bisschen Spaß und Freizeit müssen natürlich dennoch drin sein. Es gibt also viel zu tun und zu organisieren. Da kommt jede Unterstützung recht. Zum Beispiel in Form von Apps, die den Studentenalltag erleichtern.

Apps für den Uni-Alltag

Für den Alltag rund um die Uni gibt es verschiedene Uni-Apps, die bei der Orientierung, mit Stunden- und Terminplänen, Mensaplänen und anderem weiterhelfen. Viele Unis bieten dafür schon eigene Apps an. Andernfalls können UniNow, Studo oder MyUni helfen. Allerdings ist nicht jede Uni in jeder App vertreten.

Um in einer Vorlesung oder zwischendurch Notizen zu machen oder Gedanken festzuhalten, gibt es verschiedene Apps. Beispiele wären Lecture Notes, Notes Lite oder OneNote. Wer gerne mit Mindmaps arbeitet, kann dazu Mindly, myMind oder Simple Mind nutzen. Für Terminabstimmungen bei Gruppenarbeiten oder Lerngruppen eignen sich Doodle oder VOAT. Die Abstimmung funktioniert damit deutlich besser und übersichtlicher als beispielsweise in einer WhatsApp-Gruppe.

Die App CamScanner ermöglicht es, Dokumente einzuscannen und zu bearbeiten.
Korrektes Zitieren gehört zum Einmaleins des Studentenlebens und frisst gerade bei umfangreichen Arbeiten eine Menge Zeit. Apps wie Citation Maker, Cited oder RefMe helfen beim Literaturverzeichnis. Allerdings muss darauf geachtet werden, dass die App auch die richtige Variante verwendet.

Apps zur Lernunterstützung

Um das Lernen für die Uni zu erleichtern, gibt es ebenfalls eine ganze Reihe nützlicher Apps. Die App Blinkist (leider nicht kostenlos) bietet Zusammenfassungen von Sachbüchern an und hilft so bei der Literaturrecherche. Bei Studydrive können sich Studenten gegenseitig bei Fragen helfen und Infos austauschen. Allerdings funktioniert das nicht bei allen Unis und Studiengängen wirklich gut, denn nicht überall nutzen genug Leute die App.

Quizlet, Simpleclub oder StudySmarter bieten sich als digitale Lernhelfer an. Hier gibt es aber eine relativ große Auswahl von weiteren Apps mit verschiedenen Funktionen und Möglichkeiten. Wer mehr über Apps zur Lernunterstützung erfahren möchte, findet nützliche Informationen und Empfehlungen auf der Seite www.studihub.de. Dort werden einige Apps für Studenten genauer vorgestellt.

Apps für das Leben neben der Uni

Das knappe Budget ist ein leidiges Thema für viele Studierende. Fiverr, Roamler oder Zenjob helfen bei der Suche nach Jobs, um die Finanzen zu verbessern. Sparfüchse können sich mit UNIDAYS, Uniheld oder Student Beans darüber informieren, wo es welche Studentenrabatte gibt.

Für einen guten Überblick über die eigenen Ausgaben und das Budget können die Apps Money Manager oder Geld-Manager sorgen. Wer in einer WG untergekommen ist, kann mit der App Flatastic den gemeinsamen Haushalt organisieren. Es können beispielsweise Putzpläne oder gemeinsame Einkaufslisten erstellt werden, auf die alle Mitbewohner Zugriff haben. Und wer noch nicht so richtig Anschluss gefunden hat, kann versuchen mit Spontacts oder Bumble neue Kontakte zu knüpfen. Die Welt der Apps hat also für (fast) alle Studi-Probleme etwas zu bieten!

 

Text-Quelle: Gast-Autor

Bild-Quelle: Pixabay

Effektiv lernen: 11 Erfolgsgeheimnisse

Den Unterschied beim Studienerfolg macht, ob sie richtig organisiert und auf Tests und Prüfungen vorbereitet sind. Effektives Lernen ermöglicht es, den Zeitaufwand beim Üben gering zu halten und trotzdem mit dem Stoff immer up do date zu sein und ihn abrufen zu können, wenn er gebraucht wird. Dieses Lernen beginnt mit der richtigen Einstellung – eine positive Sichtweise kann das Lernen von einer Bestrafung zu einer Gelegenheit, sich zu verbessern, verschieben. Das Selbstbewusstsein, sich selbst also gute Leistungen zuzutrauen, ist ebenfalls ein wichtiger Faktor, sodass man vor Herausforderungen nicht gleich kapituliert. Gerade Frauen haben hier oft noch Nachholbedarf. Nicht zu unterschätzen sind die nötigen Sprachkenntnisse, die sich Studierende mit anderen Muttersprachen erst einmal aneignen müssen. Je schneller man die Lücken in Deutsch mithilfe einer Sprachschule, z.B. bei https://eloquamuc.de/ füllt, umso leichter wird das Lernen fallen. Auch im Kindesalter kann eine Förderung der Sprachkenntnisse sinnvoll sein und sich später als hilfreich herausstellen.

Es gibt keinen einheitlichen Ansatz für effektives Lernen. Die Lernmethoden sollten auf jeden Schüler zugeschnitten sein. Jeder hat unterschiedliche Fähigkeiten, daher ist es wichtig zu bestimmen, was für Sie funktioniert und was nicht. Finden Sie heraus, welcher Lerntyp Sie sind und welche Lerntechniken für Sie am besten geeignet sind!

Für einige Studenten ist es einfach, zu lernen und motiviert zu bleiben – andere müssen möglicherweise etwas härter arbeiten. Was ist der effektivste Weg zu studieren? Den besten Weg zum Lernen zu finden, ist ein fortlaufender Prozess. Es ist nicht etwas, das der Nacht vor dem Test überlassen werden kann. Sie sollten Ihre Lernfähigkeiten ständig verbessern, um besser zu verstehen, was funktioniert (und was nicht). Wenn Sie lernen, wie man besser lernt, vermeiden Sie Panik und Frustration, wenn das nächste Mal ein großer Test ansteht. Schließlich ist es wahrscheinlicher, dass Sie bei einem Test gut abschneiden und weniger gestresst sind, wenn Sie Zeit hatten, das Material richtig zu überprüfen und zu üben! Das Beherrschen effektiver Lerngewohnheiten erleichtert nicht nur das Lernen, sondern hilft Ihnen auch dabei, bessere Noten zu erhalten. Entdecken Sie die 11 Geheimnisse des effektiven Lernens, die Ihnen helfen, Ihren nächsten Test leicht zu bestehen.

Organisieren Sie sich

Tragen Sie immer einen Hausaufgabenplaner bei sich. Wenn Sie Hausaufgaben, Projekte, Tests und Aufgaben eintragen, sobald diese zugewiesen wurden, wird sichergestellt, dass sie nichts vergessen.

Im Unterricht aufpassen

Es ist wichtig, sich zu konzentrieren und unnötige Ablenkungen zu vermeiden, wenn der Lehrer spricht. Üben Sie aktives Zuhören, indem Sie sich auf das konzentrieren, was gesagt wird, und Notizen in Ihren eigenen Worten machen. Dies hilft sicherzustellen, dass Sie hören (und verstehen), was in den jeweiligen Vorlesungen und Seminaren unterrichtet wird.

Vermeiden Sie Ablenkungen

Ablenkungen gibt es überall – von Handys über soziale Medien bis hin zu Freunden. Machen Sie sich bewusst, was Sie im Unterricht ablenkt, und lernen Sie, wie Sie diese Ablenkungen vermeiden können. Setzen Sie sich im Hörsaal lieber neben Fremde, mit denen Sie nicht ins Gespräch kommen. Schalten Sie das Handy aus. Es ist eine der schlimmsten Quellen der Ablenkung.

Stellen Sie sicher, dass die Notizen vollständig sind

Wenn Sie im Unterricht klare und vollständige Notizen schreiben, können Sie die Informationen, die Sie lernen, besser verarbeiten. Diese Notizen werden auch zum Lernmaterial, wenn ein Test ansteht. Sprechen Sie mit Freunden oder dem Lehrer, wenn Sie eine Vorlesung verpasst haben, um sicherzustellen, dass Ihre Aufzeichnungen vollständig sind.

Stellen Sie Fragen, wenn Sie etwas nicht verstehen

Heben Sie Ihre Hand und stellen Sie Fragen, wenn Sie etwas nicht verstehen. Wenn Sie sich nicht wohl fühlen, vor allen zu fragen, schreiben Sie sich eine Erinnerung, um nach dem Unterricht mit dem Lehrer zu sprechen.

Machen Sie einen Studienplan

Schauen Sie sich bei der Erstellung eines Studienplans Ihre Aufgaben an und überlegen Sie, was erreicht werden muss. Denken Sie über die Arten von Fragen und über die Themen, die behandelt werden, nach, damit Sie wissen, worauf Sie sich konzentrieren sollten. Legen Sie für jede Lernsitzung bestimmte Ziele fest.

Überprüfen Sie jeden Abend die Notizen aus dem Unterricht

Überprüfen und erweitern Sie nach den Veranstaltungen Ihre Notizen. Durch das Überprüfen von Notizen können im Kurzzeitgedächtnis gespeichertes Wissen in das Langzeitgedächtnis verschieben. Das hilft Ihnen beim nächsten großen Test.

Sprechen Sie mit den Dozenten

Die Dozenten helfen Ihnen dabei, Ihr Bestes zu geben. Sprechen Sie mit ihnen und bitten Sie sie um Klärung oder zusätzliche Hilfe, wenn Sie diese vor einem Test benötigen. Die Initiative zu ergreifen und um Hilfe zu bitten, wird von den Profs und Lehrkörpern wohlwollend zur Kenntnis genommen.

Bestimmen Sie einen perfekten Ort zum Lernen

Der beste Studienort ist ein ruhiger, gut beleuchteter und wenig frequentierter Ort. Viele Studierende bevorzugen die Bücherei. Stellen Sie sicher, dass es einen freien Arbeitsbereich zum Lernen und Schreiben gibt. Die Bedürfnisse jedes Einzelnen sind unterschiedlich. Daher ist es wichtig, dass Sie einen Ort finden, der für Sie funktioniert.

Lernen Sie in kurzen Zeitabschnitten

Machen Sie für jede 30 Minuten, die Sie lernen, eine kurze Pause von 10 bis 15 Minuten, um sich wieder zu erholen. Kurze Lernsitzungen sind effektiver und helfen Ihnen, Ihre Lernzeit optimal zu nutzen. Trinken oder essen Sie eine Kleinigkeit in der Lernpause und gehen Sie ein paar Schritte. Vielleicht schnappen Sie etwas frische Luft und denken an etwas anderes. Machen Sie jedoch nicht das Handy an und lassen sich ablenken. Auch während einer Pause befinden Sie sich in einer Lernsession.

Vereinfachen Sie die Studiennotizen

Machen Sie das Lernen weniger komplex, indem Sie Notizen aus dem Unterricht zusammenfassen. Schlüsselwörter unterstreichen und hervorheben. Erstellen Sie visuelle Hilfsmittel wie Diagramme, Mind Maps oder Zeichnungen, um Informationen zu organisieren und zu vereinfachen und Ihnen zu helfen, sich besser zu erinnern.

Studieren Sie mit einer Gruppe

Die Arbeit mit Kommilitonen erzeugt ein förderliches Klima der Interaktion. Dies gibt Ihnen die Möglichkeit, Ihr Wissen mit anderen zu testen, sich gegenseitig auf den Inhalt zu befragen und das gegenseitige Vertrauen zu stärken.

Lernen Sie klug, nicht schwer

Zu wissen, wie man effektiv lernt, ist eine Fähigkeit, die Ihnen ein Leben lang zugutekommt. Die Entwicklung effektiver Lernfähigkeiten erfordert viel Zeit und Geduld. Wenn Sie diese Tipps befolgen, werden Sie auf dem Weg sein, herauszufinden, welche Art des Lernens für Sie am besten geeignet ist – damit Sie vor dem nächsten Test gelassen sein können!

 

Text-Quelle: Autoren-Team

Bildquelle: Pixabay

Wie man in Zeiten von Corona ein Auslandsstudium durchführen kann

Nach wie vor hält die Covid19-Pandemie die Welt fest im Griff. Die zahlreichen Reisebeschränkungen, viele geschlossene Universitäten und die unterschiedlichsten Kontaktverbote wirken sich auch auf die Weiterbildungspläne deutscher Studierender aus.

Wer einen kompletten Master-Studiengang im Ausland absolvieren möchte, für den ist es derzeit sinnvoller, das Studium vorerst online zu starten. Man kann das Studium dann zu einem späteren Zeitpunkt vor Ort fortsetzen bzw. abzuschließen, um so wenig(er) Zeit zu verlieren. An einigen Studienorten ist es schon jetzt möglich, einem Online-Studium vor Ort nachzugehen und so zumindest teilweise eine Auslandserfahrung zu machen.

Ob sich am Studienablauf, den Studieninhalten oder den Gebühren etwas ändert, hängt individuell von der jeweiligen Hochschule und Ihrem Wunschstudiengang ab und sollte individuell überprüft werden. Das Online-Studium bietet auch all jenen eine Chance, die gerne aus der gewohnten Umgebung heraus ihre akademische Weiterbildung vorantreiben wollen (Zeitverschiebung beachten!).

Ob es sich lohnt ab Sommer/Herbst 2021 ein Auslandsstudium zu planen, hängt davon ab, wann der Studienstart im Ausland stattfindet und in welchem Land Sie studieren möchten. Nachfolgend finden Sie Beispiele zu ein paar Ländern und Infos zum dortigen Auslandssemester.

 

Australien & Neuseeland

Eine Bewerbung für Juli 2021 in z.B. Australien und Neuseeland sollte nur dann begonnen / eingereicht werden, wenn Sie in der Lage sind, das Studium 1) online zu absolvieren oder 2) auf später zu verschieben (Herbst 2021 bei Unis mit Trimester 3 oder noch besser: Februar oder Juli 2022).* Denn: Aktuell sind die Grenzen geschlossen und es gibt keine Hinweise auf eine baldige Öffnung für Auslandssemesterstudierende. Es gibt an manchen Hochschulen ein Trimester 3, das im Oktober / November beginnt, und das ggf. bessere Aussichten auf eine Realisierung hat. Darüber haben die Hochschulen und die Behörden aber ebenso noch nichts entschieden.

In den USA, Kanada, Großbritannien und der EU beginnt das Semester meistens im August oder September (Herbst 2021). Hier gehen wir momentan davon aus, dass das Fall Semester vor Ort stattfinden wird! Trotzdem lohnen sich auch hier Überlegungen zu einem Plan B (Alternative online studieren oder Option das Semester in 2022 zu schieben), falls das Semester doch abgesagt würde oder eine Einreise nicht möglich sein sollte.*

USA

Aktuell können Studierende in den USA studieren, sofern Ihr Studium eine Präsenzkomponente enthält, also z.B. ein Kurs vor Ort (face-2-face) angeboten wird. Ist dies nicht der Fall, erhält man kein Studentenvisum, darf bei entsprechendem Angebot aber von zu Hause aus online am Studium teilnehmen. Momentan empfehlen wir die Hawai’i Pacific University, da dort bereits das Spring 2021 Semester planmäßig in der Universität stattfindet. Die California State Universities (CSUs + SDSU) haben kürzlich verkündet, dass sie im Herbst 2021 Präsenzunterricht anbieten möchten, sofern dies möglich ist.

Kanada

Die kanadischen IEC Partnerhochschulen haben eine DLI-Zertifizierung der Behörden erhalten (für ihre Covid-19-Sicherheitskonzepte) und somit dürfen ihre Studierenden mit gültigem Studentenvisum (Achtung: ggf. längere Antragszeit beim Study Permit als sonst) ins Land einreisen, um vor Ort an Hybrid- oder auch reinem Online-Unterricht teilzunehmen.

Großbritannien & Europa

Sofern keine Reisebeschränkungen bestehen oder die Hochschule das Semesterprogramm absagt können Sie in Ihr Studienland und an Ihren Studienort reisen, um dort an Präsenzunterricht oder Online-Unterricht teilzunehmen. Beachten Sie, dass bei der Einreise und vor Ort Quarantäne- oder andere Sicherheitsmaßnahmen greifen können. Sollte nur noch Online-Unterricht angeboten werden können Sie an diesem in den meisten Fällen auch von zu Hause aus teilnehmen.*

Für Business-Studierende sei auf die Dublin Business School im Zentrum der irischen Hauptstadt hingewiesen, die noch sehr kurzfristig Bewerbungen von europäischen Studierenden entgegennimmt, und im Herbst 2020 auch am Campus unterrichtet hat.

Südkorea

Das Spring Semester findet an der Konkuk University(März 2021) wieder im Präsenzunterricht statt. Sollte sich die Situation vor Ort nicht stark verändern ist davon auszugehen, dass dies ebenso im Herbst der Fall sein wird. Auch die Hankuk University in Seoul ist eine gute Option für Asien-Fans.

Vietnam

Am RMIT Vietnam findet schon seit Herbst 2020 fast ausschließlich in-person Unterricht auf dem Campus statt und das alltägliche Leben wird stetig weiter hochgefahren, da die Zahlen in Vietnam seit geraumer Zeit sehr niedrig sind.

Dubai

Die australische Murdoch University verfügt in Dubai über einen kleinen Campus und bietet dort aktuell bereits wieder Präsenzunterricht an.

*Generell gilt: Sie sollten sich im Vorfeld mit Ihrer Heimathochschule und ggf. Finanzierungsgebern (z.B. Auslands-BAföG oder Stipendiengeber) über eventuelle Vorgaben abstimmen, die ein Verschieben in die Zukunft oder die Teilnahme an einem Online-Studium ermöglichen oder verhindern könnten!

Übrigens: An den Studiengebühren ändert sich in der Regel nichts, wenn der Unterricht online stattfindet. Eine Ausnahme stellte 2020 die SDSU dar, die ihre Gebühren für Online-Studierende um 20% gesenkt hatte.

IEC Empfehlung: Aktuell halten wir es bei den meisten Destinationen für sinnvoll noch bis März 2021 abzuwarten, wie sich die Situation weltweit und in Deutschland entwickelt. Die Zeit bis dahin können Sie für die Recherche nach einem geeigneten Studienort und dem Zusammenstellen Ihrer Bewerbungsunterlagen nutzen, indem Sie bspw. unseren IEC Podcast hören, die Erfahrungsberichte und Live-Blogs lesen und an unseren Webinaren teilnehmen!

IEC (International Education Centre) ist eine zertifizierte Vertretung ausländischer Universitäten und berät Studieninteressierte kostenlos bis zu deren Einschreibung für ein Studium.

 

 

Text-Quelle: ieconline.de

Bild-Quelle: ieconline.de

7 Mythen über den GMAT

Pre-MBA-Studentinnen und -Studenten gehen manchmal davon aus, dass der GMAT in seiner Form und in seinem Inhalt anderen standardisierten Tests gleicht. Und es ist auch verlockend zu glauben, was sie über den Online-GMAT gelesen haben.

In Wirklichkeit ist der GMAT ein ganz individueller Test und im Internet finden sich oftmals Fehlinformationen über den Online-GMAT. Dieser Blog-Artikel befasst sich mit einigen der häufigsten Mythen rund um den GMAT und er soll dabei helfen, weniger Zeit mit der Recherche über den GMAT zu verbringen und dafür mehr Zeit für die Vorbereitung auf ihn zu gewinnen.

Mythos 1: Der GMAT ist ein Intelligenztest

Haben Sie sich jemals gefragt, ob ein Zusammenhang zwischen dem GMAT und einem  IQ-Test besteht? Es gibt eine Korrelation, aber diese hat nichts mit der Ursache zu tun.  Eine berühmte Anekdote etwa besagt, dass es eine Korrelation zwischen der Anzahl der in einer deutschen Stadt geborenen Babys und der Größe der lokalen Storchenpopulation gibt, aber dies bedeutet nicht, dass Störche die Babys bringen. Es gibt sehr viele Variablen, die bei einem GMAT ins Spiel kommen, aber es nicht möglich, damit eine realistische Beurteilung der menschlichen Intelligenz durchzuführen.

Der GMAT ist letztlich jedoch nichts anderes als ein Test, der bestimmte Fähigkeiten feststellt und er erfordert kritisches, analytisches und logisches Denken. Zudem ist der Standard beim GMAT sehr hoch, wenn es um quantitative und verbale Fähigkeiten geht. Aber man braucht deshalb keinen „niedrigen“ IQ befürchten. Einige Forscher glauben, dass sich der persönliche IQ nach der Pubertät stabilisiert und sich dann die inhärenten intellektuellen Fähigkeiten nicht mehr ändern – doch  es gibt keine Beweise dafür, dass dieser Glaube auf den GMAT anwendbar ist. Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass man den GMAT-Score mit einem effektiven Studienplan und durch kompetenten Unterricht verbessern kann. Mit anderen Worten – der GMAT-Score ist nicht vorbestimmt. Mit den richtigen Vorbereitungsunterlagen und Ressourcen, kann jeder ein zufriedenstellendes Ergebnis erreichen.

Mythos 2: Der GMAT ist ein Business-Test

Ein weiteres Missverständnis über den GMAT ist jenes, dass es sich um einen Test zu Business-Konzepten handelt, welche die MBA-Bewerberinnen und –Bewerber kennen müssen. In Wirklichkeit geht es beim GMAT darum, das Wesentliche zu vereinfachen und gleichzeitig den gesunden Menschenverstand einzusetzen – spezielles Business-Wissen ist somit nicht erforderlich. Die Planer des GMAT wollen einfach sehen, wie sehr man auf Details achtet und wie man zum Beispiel mit Rätseln und Denkaufgaben umgeht.

Man sollte sich aber nicht allzu sehr in Details verlieren und schon gar nicht der Meinung verfallen, Antworten zu liefern, die möglicherweise eine Erwartung erfüllen. Man sollte sich wie erwähnt am besten auf den gesunden Menschenverstand verlassen; weil das viel weniger verbreitet ist, als man denkt. Man sollte vielmehr auf die eigene Logik und Vernunft vertrauen, anstatt auswendig Gelerntes anzuwenden.

Mythos 3: Man muss sich auf Besonderheiten konzentrieren

Obwohl es natürlich wichtig ist, so viele Fragen wie möglich richtig zu beantworten, sollte man nie den breiteren Kontext der Prüfung vergessen. Der GMAT straft offene Fragen schwerer als falsche Antworten. Man muss sich die Zeit gut einteilen, um sicherzustellen, dass alle GMAT-Fragen und alle Test-Abschnitte beantwortet werden können. Die Zeiteinteilung ist eine eigene Strategie und man sollte keine Frage auslassen – auch wenn man diese vielleicht erraten muss.

Schwierige Fragen haben bei der Score-Vergabe zwar mehr Gewicht als einfache Fragen, aber es kostet auch viele Punkte, wenn man zu lange an einer schwierigen Frage arbeitet und dafür einfache Fragen nicht beantwortet. Das größere Ziel sollte sein, eine hohe Punktzahl zu erreichen, deshalb ist die Geschwindigkeit ebenso wichtig wie die Genauigkeit.

Mythos 4: Ein Monat reicht, um sich auf den GMAT vorzubereiten

Verzögerungen sind nie hilfreich und wer beim Vorbereiten kein beständiges Tempo einhält, der schadet sich damit nur selbst. Aus diesem Grund sollte man mindestens zwei bis drei Monate voller Konzentration aufbringen, um seinen Score auch wirklich optimieren zu können.

Der GMAT testet die individuellen Fähigkeiten und die Entwicklung von Fähigkeiten braucht Zeit. Ein Zeitfenster von einem Monat ist dafür schlicht und einfach nicht ausreichend. Test-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer mit einem Score von 700 und mehr haben dafür bis zu 200 Stunden Arbeit und vier bis sechs Monate Vorbereitung investiert. Manche finden es mühsam, so weit im Voraus zu planen, aber der GMAT ist zu wichtig, um die Zulassung an einer Business School mit weniger als der vollen Anstrengung zu gefährden.

Mythos 5: Die härtesten Fragen müssen geübt werden – alles andere kann man außer Acht lassen

Dazu soll folgendes Beispiel angeführt werden: Wer eine Zeit lang nicht trainiert hat und in Form kommen will, um einen Marathon zu laufen, der würde dieses Ziel nicht anstreben, ohne zuvor dafür trainiert zu haben. Das gleiche Konzept gilt für die Vorbereitungen zum GMAT.

Zuerst sollte man sein derzeitiges Niveau beurteilen und dann das Ziel etwas höher setzen. Eine große Punktzahl beim Scoring ergibt sich oftmals durch mehrere kleine „Gewinne“. Wirklich schwierige Fragen sind eher die Ausnahme, und es kann immer passieren, dass man einige davon falsch beantwortet, egal wie konsequent man sich darauf vorbereitet. Der beste Vorbereitungs-Ansatz ist jener, schrittweise den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen, beispielsweise indem man Fragen bearbeitet, die leicht über der eigenen Leistungsschwelle liegen. Man sollte sich nicht zu intensiv mit den schweren Fragen beschäftigen, denn es kann auf Kosten der Zeit gehen, die man zum Beantworten der leichteren Fragen braucht – und diese sind beim GMAT zweifelsohne in der Mehrheit. Man sollte in jedem Fall mehr Augenmerk auf jene Bereiche legen, in denen man nicht so gut ist und versuchen, sich darin zu verbessern. Darüber hinaus ist es empfehlenswert, den Schwierigkeitsgrad in einer überschaubaren Anzahl laufend zu erhöhen.

Mythos 6: Ein niedriger GMAT-Score schmerzt, wenn man bei anderen Testversuchen bereits höhere Werte erreicht hat

Top Business Schools fokussieren sich auf hohe GMAT-Scores, nicht auf durchschnittliche. Aber selbst wenn man den Test wiederholt hat und das Ergebnis niedriger ausfällt, so ist dies in der Regel kein Problem. Man darf einen niedrigen GMAT-Score nicht als endgültige Beurteilung betrachten, sondern sollte diesen als Ausgangspunkt für Verbesserungen heranziehen.

Einige Top-Business Schools könnte den Ehrgeiz Der Bewerberinne und Bewerberin Frage stellen, wenn diese den GMAT-Test nur einmal machen und es ist durchaus üblich, dass er bis zu dreimal absolviert wird. Wenn man zum Studium zugelassen wird, so wird stets die höchste Punktezahl in den Klassendurchschnitt eingerechnet, und diese Daten werden anschließend von den Schools publiziert. Man sollte den höchsten GMAT-Score als wahre Reflexion des persönlichen Talentes sehen und Tests mit einer niedrigeren Punktzahl als Schritte zu diesem Ziel.

Mythos  7: Wenn man beim GMAT eine einfache Frage findet, dann hat man die vorherige Frage falsch beantwortet

Jeder, der den GMAT schon einmal gemacht hat, weiß, dass der Schwierigkeitsgrad der verbalen und quantitativen Probleme durch die Antworten auf vorangegangenen Fragen bestimmt wird – aber darum sollte man sich während des Tests nicht kümmern. Wichtig ist, dass man sich auf die Beantwortung der aktuellen Test-Frage konzentriert und die Antworten auf frühere Fragen als irrelevant betrachtet. Man muss sich vor Augen führen, dass der GMAT ein anspruchsvoller Test ist, an dessen Ende der wahre Score-Wert steht. Der Test beinhaltet zu Forschungszwecken auch experimentelle Fragestellungen, die bis zu 25% des gesamten Fragenkataloges ausmachen. Man sollte daher nicht davon ausgehen, dass eine vorherige Frage falsch beantwortet wurde, weil die nächste einfacher ist. Darüber hinaus ist die Beurteilung einer Frage als „leicht“ und „schwer“ sehr subjektiv und variabel. Was man selbst als „leicht“ einschätzt, kann ein anderer als „schwer“ beurteilt werden.

So stressig wie der GMAT ist, man kann dabei vieles planen und somit die Angst davor reduzieren, sofern man die Vorbereitung auf den Test als Herausforderung und Inspiration sieht. Ein hoher GMAT-Score kann selbst dann noch Auswirkungen auf die Karriere haben, wenn man die Business School schon längst absolviert hat. Der GMAT misst nämlich eine Vielfalt an Fähigkeiten, die in der Geschäftswelt Relevanz haben. Er zeigt beispielsweise, wie gut man unter Zeitdruck arbeitet und wie gut man Informationen für die Problemlösung nutzt. Top Business Schools setzen auf den GMAT, weil er analytische und logische Fähigkeiten misst, doch letztlich haben genau diese Fähigkeiten eine wesentliche Bedeutung für das Leben nach der Business School.

 

 

Text-Quelle: www.topmba.com

Bild-Quellen: www.topmba.com, www.avrconsultants.org

Der MBA in Deutschland

Der Master of Business Administration (MBA) zählt zu den nach wie vor populärsten Master-Abschlüssen. Er wird als komplett eigenständiger Master-Grad weltweit unterrichtet und anerkannt. Darüber hinaus ist dieses Studium bekannt für seine intensive Verbindung von praktischer Erfahrung und theoretischen Kenntnissen.

In Deutschland gibt es sehr viele verschiedene Möglichkeiten, den MBA-Titel zu erwerben.  Wenn man das Studium in Vollzeit absolviert, so dauert das Studium zwischen 12 und 24 Monaten. Die Dauer ist dabei vom Programm, Bundesland und der jeweiligen Business School oder Universität abhängig. Natürlich kann man den MBA auch als Teilzeit-Studium absolvieren. MBA zu tun, weil Halbzeit studiert. Dadurch kann man weiterhin für den aktuellen Arbeitgeber tätig sein und an den Abenden sowie Wochenenden sein Studium vorantreiben. Da die sich die Studienzeit damit auf einen längeren Zeitraum aufteilt, dauert diese Studienart natürlich auch etwas länger.

Für jene, die weiterhin arbeiten und sich dennoch weiterbilden wollen gibt es noch eine weitere Variante, um ein MBA-Studium zu absolvieren und diese nennt sich Executive MBA. Bei diesem Modell treffen die Studienwilligen eine Übereinkunft mit ihrem Arbeitgeber und werden von diesem zum Großteil auch finanziert. Das Executive MBA-Studium richtet sich speziell an Executive Manager und das Studium zeichnet sich durch einen sehr engen Studienplan aus.

Eine letzte Alternative ist das Fern- oder Online-Studium, bei dem man sich überwiegend zu Hause weiterbildet und an Online-Seminaren teilnimmt. Die dafür notwendigen Dokumente und Studienunterlagen erhält man online, dann liegt es an der eigenen Disziplin, wie schnell man mit dem Studium vorankommt. Der Vorteil wiederum ist, dass man sich die Studienzeit sehr flexibel einteilen kann.

Die Zulassungsvoraussetzungen für ein MBA Programm gleichen denjenigen, welche für normale Mastergrade gefordert werden. Es ist auf jeden Fall notwendig, dass man über einen Bachelor- oder ein anderes Diplom verfügt. In manchen Fällen ist es möglich, diese Anforderung durch (meist mehrjährige) Berufserfahrung zu ersetzen. Ein kleiner Unterschied zum normalen Master ist jener, dass der MBA oftmals an einer Business School als an einer Universität angeboten wird.  Es gibt aber mittlerweile schon sehr viele Universitäten, an denen ein MBA Programm angeboten und unterrichtet wird.

Betrachtet man die Motivation derjenigen, die ein MBA-Studienprogramm absolvieren möchten, so zeigt sich auch hier nur wenig Unterschied zu denjenigen, die planen, ein normales Master-Programm zu studieren. Allen Studentinnen und Studenten ist gemein, dass es Ihnen um die individuelle Fortbildung in für sie wichtigen Fachbereichen geht. Zusätzlich möchten sie natürlich etwas für ihre persönliche Karriere tun und ihr berufliches Know-how vertiefen. Zumeist werden MBA- genauso wie Master-Studien dann begonnen, wenn man schon Berufserfahrung gesammelt hat. Der MBA wird in vielen Management-Netzwerken empfohlen, ist aber – so ehrlich muss man sein – schon ziemlich weit verbreitet, weshalb mit dem erfolgreichen Abschluss nicht immer ein zeitnaher Karrieresprung in eine leitende Position verbunden ist. Gerade aus diesem Grund ist es nötig, die während des MBA- oder Master-Studiums erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten möglichst positiv und verstärkt einzusetzen.

In Deutschland gibt es heutzutage sehr viele MBA-Angebote und mit diesem großen Angebot geht leider auch so mancher Verlust der Qualität einher. Die Business Schools unterscheiden sich oft stark im Hinblick auf die Studieninhalte und die Qualität des Unterrichts. Um die guten Schools herauszufiltern, sollte man unbedingt auf die Akkreditierung der Studienprogramme achten, denn diese werden regelmäßig von unabhängigen Gesellschaften hinsichtlich ihrer Qualität überprüft.  Hohe Studiengebühren wiederum bedeuten nicht zugleich, dass ein Programm sehr gut sein muss. Die Gebühren sind meist sehr teuer, denn ein MBA Programm wird im Regelfall nur über sie finanziert. Für ein angesehenes und akkreditiertes MBA-Studium sollte man etwa EUR 85.000 kalkulieren – darin sind jedoch auch die Lebenshaltungskosten inkludiert.

Die gute Nachricht: Wer einen MBA in Deutschland studieren möchte, kann dies normalerweise zu einem günstigeren Preis tun als in Großbritannien und in den USA. Wer sich nicht unbedingt auf einen MBA fixiert, der sollte einen Blick auf andere Studien-Programme werfen, die zum Beispiel mit dem Master in Management (MIM) oder dem Master of Science (M.Sc.) abschließen. In Deutschland gibt es vielfältige Master-Programme, die für den einzelnen vielleicht sogar interessanter sind als ein MBA. Informationen dazu finden Sie gleich hier auf www.mba.de oder beispielsweise hier.

 

Text-Quelle: ESA GmbH

Bild-Quelle: studieren-in-deutschland.org