FAQ zum MBA und Master in Deutschland, Österreich und der Schweiz

In unserer FAQ-Liste finden Sie Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen rund um das MBA- und Master-Studium mit Fokus auf Deutschland, Österreich und die Schweiz.

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Was ist ein MBA?

Der “Master of Business Administration” ist der wohl bekannteste Abschluss aus der Master-Familie und hat seinen Ursprung in den USA. Ein MBA ist der seit langem populärste Grad unter den Master-Abschlüssen. Der Titel “MBA” hat sich im Laufe der Zeit immer mehr ausgebreitet und wird mittlerweile weltweit als Studienabschluss anerkannt. Ein MBA kombiniert Praxis und Beruf mit theoretischem Wissen. Das Studium beinhaltet mehrere spezielle Elemente, wie beispielsweise den eigenen Zulassungs-Prozess, Modulformate, den Netzwerk-Gedanken und die Kosten.

Seit wann gibt es MBA Studien?

Der erste Master Degree in Business wurde 1902 am amerikanischen Dartmouth College in New Hampshire angeboten. Das amerikanische Konzept einer praxisnahen und exzellenten Wirtschaftsausbildung machte Furore. Unter dem Namen Master of Business Administration (MBA) entwickelte sich das Programm zu dem weltweit am meisten gefragten Graduate Degree.

Die ersten amerikanischen Programme (wie am Dartmouth College oder an der Harvard University) wurden in den USA in den ersten Dekaden des 20. Jahrhunderts eingerichtet, da man die globale wirtschaftliche Konkurrenzfähigkeit Amerikas mit spezifischen Ausbildungsmodulen sichern wollte. Die bisher existenten universitären, sehr theoretischen und wenig innovativen Studienprogramme, waren nicht mehr in der Lage, kompetente Führungspersonen und Topmanager hervorzubringen. Diese ersten MBA-Programme revolutionierten das wirtschaftliche Bildungswesen.

Den USA folgte England: Ab 1910 wurden erstmals in Europa die ersten Master Programme an Business Schools angeboten. Das Angebot stieg in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts rasant an. Gleichzeitig waren die Bachelor Degrees im wirtschaftlichen Ausbildungssystem weit verbreitet, sodass die MBA-Programme im Vergleich eine niedrigere Absolventenzahl hatten als diese „Undergraduate Degrees“.

Ab den 1950er Jahren stieg der Stellenwert der MBA-Programme noch weiter. Das Kursprogramm wurde um verbindliche Pflichtkurse (Management, Finanzierung, Marketing, Buchhaltung) ergänzt. War der MBA bis 1950 eher als eine Vertiefung und Spezialisierung des Wissens und der wirtschaftlichen Kenntnisse gedacht, so verlagert sich nun der Schwerpunkt. Neben dem technischen Wissen wird vermehrt auf die Integration einer Schulung der sozialen Kompetenz (Führungsqualitäten, Teambildung, Motivation, richtiger Einsatz der vorhandenen Ressourcen) geachtet.

Die 60er und 70er Jahre sahen massive Kritik an den MBA-Programmen. Bekannte Wirtschaftsmagazine prognostizieren einen stetigen Untergang dieser Ausbildungsprogramme mit weniger Studenten und Absolventen. Den Vorhersagen zum Trotz erlebten die MBA-Programme jedoch einen richtigen Boom. Mehr und mehr Programme wurden in den USA angeboten. Nach der Antikapitalismus-Stimmung der 60er Jahre stieg die Zugangsrate wieder an. Studierende anderer Fachrichten, deren Arbeitslage sich verschlechtert hatte (Jus, Geschichte, Philosophie etc.) sowie weibliche Studierende, Angehörige von Minderheiten und internationale Studierende erhofften sich von den MBA-Programmen neue Chancen.

Die Business Schools reagierten auf diese Tendenz mit der Einführung von neuen Ausbildungsmethoden und -modulen. Der Erfolg der MBA-Programme spiegelte sich auch im überdurchschnittlichen Verdienst der Absolventen wider.

In den 1980er Jahren wurde heftig über die harte Vorgangsweise der jungen Topmanager ohne Rücksicht auf Menschen und Umwelt diskutiert. “Materialismus” und “Arroganz” waren zwei Schlagworte, die immer wieder in diesem Kontext fielen. Als Folge setzten die Top Schools neben der fachlichen Ausbildung vermehrt auf Kooperationsfähigkeit und soziale Kompetenz. Die Information über ökonomische, soziale und politische Rahmenbedingen wurden ebenso in das Ausbildungsprogramm integriert wie Teamführung, Präsentations- und Verhandlungstechniken.

Mehr als zu Beginn des 20. Jahrhunderts müssen Top-MBA-Programme heute in ihrer Modulgestaltung auf Flexibilität bei kontinuierlich hohem Niveau achten. Der Boom der MBA-Programme bringt auch Anbieter auf den Markt, die den Qualitätskriterien nicht entsprechen. Der MBA ist heute kein unmittelbarer Garant für eine Top-Managementausbildung und Expertenwissen mehr, doch er kann es noch sein.

Das Profil der jeweiligen Business School, also die Gestaltung der Ausbildungsmodule, die fachliche Kompetenz der Trainer und Lehrenden sowie das internationale Netzwerk und der Alumni-Club sind nach fast 100 Jahren MBA-Programme heute genauso wichtig wie der Titel an sich.

Kann ich ein MBA Studium auch parallel zu meinem Job absolvieren?

Ja, wobei es verschiedene Möglichkeiten gibt. Entweder man studiert berufsbegleitend bzw. in Teilzeit, per Fernstudium mit nur wenigen Präsenzzeiten an der Business School. Eine Variante des Fernstudiums, das Onlinestudium, erfreut sich dabei zunehmender Beliebtheit.

Bekomme ich mit einem MBA-Titel mehr Gehalt?

Ein hohes Gehalt nach einem MBA-Studium kann genauso wie eine bessere Position im Unternehmen nicht immer garantiert werden.  Der “Return of Investment” (ROI) ist abhängig von der aktuellen Marktsituation und dem jeweiligen Programm, an dem man teilnimmt. Grundsätzlich lässt sich sagen: Je angesehener eine Business School ist, an der man ein Studium abgeschlossen hat, desto mehr Gehalt kann man nach dem Studium erwarten (abhängig auch von Branche oder Sparte und umgekehrt).

In jedem Fall wird jedoch eine allgemeine Verbesserung der beruflichen Situation erreicht und darüber hinaus der persönliche Karriere-Horizont erweitert. Auf der Gewinnerseite stehen Sie somit auf jeden Fall – schließlich können Sie mit dem Studium eines Master of Business Administration Ihr bereits angeeignetes Wissen vertiefen und sich neues Wissen verschaffen.

Was ist der Unterschied zwischen einem MBA- und einem Master-Programm?

Der MBA als “Master of Business Administration” ist zwar auch ein Master-Titel, er wird dennoch vielfach gesondert von allen anderen Master-Abschlüssen gesehen. Im Gegensatz zum konsekutiven Master (als Fortsetzung eines zuvor absolviertem Bachelor-Studiums), ist der MBA eine nicht-konsekutive Form des Studiums. D.h. der MBA bildet nicht im Fach des absolvierten Hauptstudiums weiter, sondern vermittelt vielmehr Zusatzqualifikationen für (angehende) Führungskräfte in General-Management-Programmen oder für Spezialisten in Professional-Programmen. MBA-Programme fokussieren sich zumeist auf “Best-Practice-Ansätze” und sind weniger wissenschaftsorientiert (Verhältnis 50:50) als klassische (Master-)Studienangebote (Verhältnis 75:25).

Egal, ob MBA- oder Master-Studium: Beide können in Vollzeit oder Teilzeit, also berufsbegleitend, aber auch als Fern- oder Onlinestudium absolviert werden. Die Dauer des Studienprogramms beträgt je nach Studienart zwischen 9 und 24 Monaten (Vollzeit) bzw. 2 und 8 Jahren (Teilzeit). Ein Fern- oder Onlinestudium kann orts- und zeitunabhängig studiert werden, man absolviert es sozusagen “am eigenen Schreibtisch”, wobei die Selbststudienphasen um Präsenzphasen an der Business School ergänzt werden.

Ein zusätzliches Unterscheidungsmerkmal neben der Studienform stellt die konkrete Zielrichtung des Programms dar. Während sich ein „Junior-MBA-Programm“ vor allem an Hochschulabsolventen wendet, richten sich die sogenannten „Executive-MBA-Programm“-Angebote mehr an Studieninteressierte mit mehrjähriger Berufs- oder Führungserfahrung.

Was ist der Unterschied zwischen einem MBA und einem Executive MBA?

Der Executive MBA, kurz auch EMBA genannt, ist ein spezielles Studienprogramm, das zusätzlich zum ursprünglichen MBA (Master of Business Administration) entwickelt wurde. Das Studium wird berufsbegleitenden Teilzeitprogrammen absolviert und ermöglicht einen unternehmensbezogenen MBA-Abschluss in maximal zwei Jahren. Es wird somit vor allem den Bedürfnissen von Managern und Führungskräften gerecht, die in Vollzeit arbeiten und gerne ihre Karriereposition aufwerten möchten.

Die Möglichkeit, einen Executive MBA zu erwerben, ist normalerweise für den Teilnehmer/die Teilnehmerin ein sehr reizvolles Angebot. Meistens wird das Studium vom Arbeitgeber finanziert bzw. mitfinanziert. Dadurch, dass Teilnehmern weiterhin der Arbeit nachgehen können, beinhaltet diese Studienart meistens kein praktisches Studiensemester. Die Unterrichtseinheiten finden meist abends oder an den Wochenenden statt. Da der Ablaufplan eines Executive MBA sehr kompakt gehalten ist, kann nur sehr wenig auf eine Spezialisierung eingegangen werden. Den Teilnehmern eines Executive MBA wird sehr viel Zeitinvestition abverlangt.

Was ist ein MAS?

MAS steht in der Langform für Master of Advanced Studies und ist ein Titel, den man vor allem nach Abschluss eines Master-Studiums in der Schweiz ist erhält. Der MAS ist eine Weiterbildung für Personen mit Hochschulabschluss und einschlägiger Berufserfahrung, er wird vorwiegend im Rahmen eines Nachdiplomstudiengangs an Schweizer Universitäten und Fachhochschulen erworben.

In Österreich wird der Titel MAS seit 1999 verliehen und kennzeichnet den erfolgreichen Abschluss eines Universitätslehrgangs, eines Lehrgangs zur Weiterbildung, eines Hochschullehrgangs oder eines Lehrgangs mit universitärem Charakter.

In Deutschland wird der MAS nicht als akademischer Hochschulgrad, sondern als „postgraduales Studienangebot (PGS)“ gewertet. Er darf gemäß einem Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 14. April 2000 unter Angabe der Hochschule, welche den Titel verliehen hat, geführt werden. Grundsätzlich handelt es sich beim MAS um ein Vertiefungs- und Spezialisierungsstudium mit unterschiedlichem Niveau, welches aber nicht zu den akademischen Master-Abschlüssen des Bologna-Prozesses zählt.

Unter Bologna-Prozess versteht man die auf Europa bezogene Harmonisierung von Studiengängen und -abschlüssen sowie eine auf die internationale Mobilität der Studierenden zielende transnationale Hochschulreform. Diese zielt auf die Schaffung eines einheitlichen Europäischen Hochschulraums ab. Der Bologna-Prozess ist eine politisch-programmatische Erklärung und besteht seit 1999. Er wurde von 29 europäischen Bildungsministern im italienischen Bologna unterzeichnet.

Ein MAS-Studium kann man in minimal 15 Monaten und berufsbegleitend in zirka zwei Jahren absolvieren, was einem Arbeitspensum von etwa 1.800 Stunden entspricht. In manchen Fällen ist ein MAS-Studium auch modular aufgebaut. Wie eingangs erwähnt wird für die Zulassung meist eine mehrjährige Berufspraxis und der Abschluss einer Hochschule (Universität oder Fachhochschule) bzw. eine gleichwertige Qualifikation erwartet – z. B. ein Diplom einer höheren Fachschule oder eine höhere Fachprüfung plus qualifizierte Berufserfahrung mit Führungs- oder Fachbereichsverantwortung.

Vor der Entscheidung für ein MAS-Studium sollte man sich über die internationale Anerkennung und Akkreditierung des Abschlusses informieren. Zu den wichtigsten Akkreditierungsagenturen gehören die AACSB und EQUIS. In der Schweiz verfügen die wirtschaftswissenschaftlichen Fakultäten der Universitäten Zürich und Lausanne, das International Institute for Management Development in Lausanne und die Universität St. Gallen über eine EQUIS-Akkreditierung.

Was kostet ein MBA-Studium?

In vielen Fällen hängt der Preis eines MBA-Programms (nur Master of Business Administration, kein anderer Master) sehr stark von der Bekanntheit einer School ab. Wie bei anderen Markenprodukten wird dabei eine Teilsumme für den Namen (also der „Marke˜) der Business School bezahlt. Man sollte sich also sehr genau im Klaren sein, was man vom MBA-Studium erwartet, wie viel Budget man dafür zur Verfügung hat und ob das ausgewählte Studium diese Vorstellungen erfüllen kann. Bei der Berechnung der Kosten sollte man nicht allein die Studiengebühren mit einbeziehen und außerdem auch die Lebenserhaltungskosten nicht außer Acht lassen.

Kostet ein MBA Studium mehr als ein anderes Master-Studium?

Die Kosten eines MBA-Programms sind normalerweise um einiges höher als die eines anderen Masters. Hierbei gibt es wiederum Unterschiede zwischen den einzelnen Programmen, abhängig von Institution (ob privat oder staatlich) und Land, in dem der Master of Business Administration angeboten wird. Der Preis sollte jedoch nicht als Qualitätsmerkmal eines MBA angesehen werden!

Wie erkenne ich, welche Qualität ein MBA- oder Master-Programm hat?

In den letzten Jahren sind viele neue Anbieter auf den Markt gekommen um einen Anteil am wachsenden Master-Kuchen zu erhaschen. Die meisten davon tragen auch positiv zum MBA- und Master-Geschehen in deutschsprachigen Ländern bei. Immerhin belebt Konkurrenz das Geschäft und spezielle Marktnachfragen werden bedient.

Neben den alteingesessenen Top Schools hat sich eine breite Schicht an Mittelsegmentanbietern, zumeist mit spezialisierten Angeboten, entwickelt. Daneben sind aber auch Unternehmungen entstanden, deren Kernkompetenz eher im Teilnehmermarketing liegt, als in der Vermittlung von Studieninhalten. Für das Auge des Studieninteressenten sind diese Titelschmieden aber oft nur schwer von echten Kaderschmieden zu unterscheiden. Die meisten dieser Anbieter bewegen sich dabei innerhalb der gesetzlichen Rahmenbedingungen.

11 Faustregeln zur Qualitätsbeurteilung von MBA- und Master-Programme

Diese Tipps dienen der objektiven Qualitätsbeurteilung (jedoch nicht der persönlichen Eignung) von außen und verstehen sich nur als Richtwerte.

1. Anbieter-Standort / Titelvergabe

Wer vergibt den Studienabschluss tatsächlich? Oft trifft man lokale Marketingbüros von international agierenden Schools an. Manchmal handelt es sich auch um Kooperationen, bei denen die inländische Organisation nur für das Teilnehmermarketing verantwortlich zeichnet. Sollte der MBA- oder Mastertitel außerhalb der EU verliehen werden, sollte man Vorsicht walten lassen. Das Führen des Titels ist dann nur mit Genehmigung des jeweiligen Kultusministeriums möglich, welches nach seinen eigenen Kriterien eine Gleichstellung vollzieht. Wenn es sich bei dem ausländischen Master nicht um ein Studium im Sinne der Behörde handelt, wird die Titelführung zumeist verweigert.

2. Akkreditierung

Wurde das jeweilige Studienprogramm durch eine anerkannte Akkreditierungsagentur geprüft? Ist die Akkreditierung bereits abgeschlossen bzw. noch gültig? Im Zweifelsfall lohnt ein Blick auf die Website der jeweiligen Akkreditierungsagentur.

3. Wie lange befindet sich der Anbieter bereits am Markt?

Neue Anbieter müssen nicht schlecht sein. Aber es wird in den ersten Jahren zumeist noch optimiert. Gibt es Absolventen die man befragen kann? Wie ist es um den Ruf bestellt?

4. Wer sind die Gesellschafter einer Business School?

  • Gesellschafter der öffentlichen Hand

Universitäten, Bund, Länder oder Gemeinden stehen meist für die Einhaltung aller bildungsrelevanten Themen bei einem solchen Anbieter: Große Sicherheit, aber häufig pragmatische Vorgehensweisen.

  • Private-Public-Partnership

Ein Modell, das sich in der Praxis oft gut bewährt: Öffentliche Hand und Unternehmen bilden gemeinsam die Gesellschafterstruktur, wodurch Sicherheit und Dynamik so gut als möglich vereint werden. Sie sollten sich dabei aber die Frage stellen, wer in welchem Ausmaß beteiligt ist, d.h.: Welche Kräfte bilden die Mehrheit?

  • Private Gesellschafter

Private Gesellschafter können für stark dynamische, am Markt ausgerichtete Bildungsorganisationen stehen. Die Adaptierung der Inhalte auf die Kundenbedürfnisse ist dabei oft möglich. Hier ist aber auch die Gefahr von “Titelschmieden” am größten. Organisationen mit einer solchen Gesellschafterstruktur gilt es jedenfalls genau zu durchleuchten.

5. ECTS Punkte

ECTS steht für European Credit Transfer System und bildet die Arbeitsbelastung eines Ausbildungsprogramms ab. ECTS Punkte sagen wenig über die Qualität des jeweiligen Angebots aus. Der Workload wird aus Faktoren wie der Anwesenheitsstunden, E-Learning-Modulen, Selbstlernphasen und Aufwand für die Abschlussarbeit berechnet.

Achtung: Obwohl es eigentlich der Zweck der ECTS-Workload-Punkte wäre, eine eindeutige Vergleichbarkeit europaweit herzustellen, sieht die Praxis nicht so aus.

Beispiel:
Österreich berechnet anders und vergibt hier höhere ECTS Punkte für die jeweilige Leistung. Jetzt kann es z.B. der Fall sein, dass ein gleichwertiges MBA-Programm in Österreich 150 ECTS-Punkte auspreist – in Deutschland aber nur 75 Punkte dafür vergeben werden. In Deutschland wäre aber dieser österreichische MBA ebenfalls “nur” 75 Punkte und nicht 150 Punkte wert.

Kurios: Sobald eine Akkreditierungsagentur wie z.B. die FIBAA ein derartiges, österreichisches Programm akkreditiert, werden die Punkte auf “deutsches Niveau” gesetzt. D.h. die zu vergleichenden Anbieter wären dann gleichwertig, wenn beide über eine Akkreditierung von der FIBAA verfügen.

6. Wie ist es um die Reputation bzw. den Ruf bestellt?

Wie wird eine Ausbildungsorganisation von den Personalentscheidenden wahrgenommen? Hier gilt zumeist: Je bekannter, desto besser. In der Praxis ist dies aber schwierig zu eruieren. Anhaltspunkt: Hochschulrankings – die aber zumeist nur für die „Welt-Top-20-Schools˜ eine Aussage treffen.

7. Gibt es Referenzen von außen? Wie sicher ist die Fortführung?

Z.B. : Absolventen, welche Sie befragen können oder Unternehmen, die eng mit dem Anbieter zusammenarbeiten? Wie viele bisherige Absolventen konnte ein Programm bereits verzeichnen? Je mehr, desto wahrscheinlicher ist die Fortführung auch nach Ihrem Jahrgang. Die Einstellung eines Studienprogramms kann sich nämlich für die bisherigen Absolventen negativ am Arbeitsmarkt auswirken.

8. Preisgestaltung

Vorsicht bei “abnormer” Preisgestaltung. Berufsbegleitende MBA-Programme die unter 10.000 und über 40.000 Euro veranschlagen, gilt es unter besonderen Fokus zu nehmen.

9. Alumni / Netzwerk

Fast ebenso wichtig wie das Studium selbst ist die Alumni-Organisation. Diese sollte dafür sorgen, dass Sie auch noch Jahre nach dem Studium davon profitieren können. Gezielte Nachfragen beim Anbieter können hier oft Licht ins Dunkel bringen: Wie viele Absolventen umfasst diese Alumni-Organisation? Wie wird der Netzwerkgedanke gelebt? Oft geben auch Alumni-Websites Auskunft über Größe und Aktivitäten.

10. Teilnehmerstruktur beleuchten

Die Mitstudierenden sind bei einem MBA-Programm ein wichtiger Faktor. Nicht nur, dass viel in Teams gearbeitet wird, Ihre Mitstudierenden bilden gemeinsam mit Ihnen das Netzwerk und formen die außenstehende Meinung über den jeweiligen Anbieter. Ein hoher Prozentsatz internationaler Studenten wäre dabei wünschenswert. Ein Indiz für die “anderen” Teilnehmer können auch die Aufnahmebedingungen (Studienabschluss, Berufserfahrung, Führungserfahrung) etc. sein.

11. Expertenrat einholen

Wenn Sie sich nicht sicher sind, was von dem Programm Ihrer Auswahl zu halten ist, ziehen Sie einen Experten zu Rate. Wenn Sie sich selbst über die Seriosität der von Ihnen gewählten Bildungseinrichtung informieren wollen, so können Sie dazu die Datenbank Anabin nutzen: http://www.anabin.de.

Welche Karriereaussichten habe ich mit einem MBA- oder Master-Studium?

Der Jobmarkt für Personen mit einem Master oder MBA Abschluss floriert nach wie vor und die beruflichen Möglichkeiten sind so vielfältig sind wie nie zuvor. Da postgraduale Ausbildungen sowohl Master als auch MBA beinhalten, passt sich die Arbeitsmarktsituation beiden Qualifikationen an.

Ob ein Arbeitgeber einen Mitarbeiter mit einem MBA oder mit einem Master bevorzugt, hängt meist von der zu besetzenden Stelle und vom jeweiligen Unternehmen ab. Manche Firmen sehen beide Qualifikationen gleichgestellt und haben keine Vorurteile gegenüber dem einen oder dem anderen Abschluss.

Es werden vor allem Mitarbeiter mit einer spezialisierten Ausbildung und einer einschlägigen Berufserfahrung gesucht. Andere wiederum bevorzugen MBAs, da diese eine besondere Haltung und einen gewissen Drive in die Arbeit einbringen. Alle Arbeitgeber haben jedoch eine Vorstellung der zukünftigen Mitarbeiter gemeinsam: Sie sollen spezielle Fähigkeiten und Fertigkeiten der jeweiligen Branche beherrschen, sollen sozial kompetent sein, Forschungskenntnisse und die Fähigkeit haben, neue Konzepte und Ideen zu finden und zu entwickeln sowie motiviert dem Job nachzugehen.

Die Qualifikation MBA hat in den letzten Jahren an Beliebtheit und Bekanntheit bei Arbeitgebern dazu gewonnen. Aktuelle Studien sagen diesem Titel auch zukünftig eine steigende Präsenz und Verbreitung voraus. Karen Dowd, Experte im Bereich MBA-Recruiting aus Nord Amerika glaubt: „Wo auch immer neue Gewerbe und Industriezweige entstehen, scheint es Key-Rollen für MBAs zu geben, die einerseits die Industrie formen und andererseits Firmen erfolgreich dazu verhelfen, gegen Mitbewerber anzutreten.“

Gehälter in den unterschiedlichen Branchen spiegeln meist die Nachfrage nach Mitarbeitern wider. Die Steigerung der Gehälter als globaler Trend ist bezeichnend für den Kampf zwischen den besten und genialsten MBA- und Master-Absolventen weltweit. Da internationale Firmen im Schnitt höhere Gehälter anbieten (ca. 95,000 Dollar) sind lokale Unternehmen gezwungen, diesem Trend zu folgen, um genauso talentierte Studenten für das eigene Unternehmen zu gewinnen. Allgemein kann gesagt werden, dass sich die Gehaltsunterschiede zwischen Angestellten mit einem MBA oder Master und Angestellten ohne Titel sich immer mehr ausweiten – in manchen Branchen liegt der Schnitt sogar bei ca. 81%.

In Bereichen wie im Bankwesen, der Beratung, der Produktion und dem Marketing verdienen Angestellte ohne Titel in der Tasche noch deutlich weniger. Am höchsten sind die Gehälter von MBA- und Master-Absolventen in Nordamerika und Europa, gefolgt von Asien (pazifischer Raum). Innerhalb Europas ist es Großbritannien, in dem am meisten für einen MBA oder Master gezahlt wird. Sollte man mit dem Gedanken spielen, ins Ausland zu ziehen um dort zu arbeiten, wird empfohlen, vorerst den nominellen Lohn des angestrebten Unternehmens und der Region herauszufinden.

Sollte man keinen Titel haben, sind finanzielle Aussichten nicht so rosig wie mit diesem begehrten Business-Titel. In letzter Zeit stiegen jedoch auch Master- und PhD-Abschlüsse im Ansehen der Arbeitgeber. Generell werden postgraduale Abschlüsse immer beliebter in internationalen Unternehmen. Arbeitgeber sind außerdem zunehmend dazu bereit, finanziell mehr für jene Mitarbeiter auszugeben, welche eine gute Ausbildung mit seriösem Background und einige Jahre Berufserfahrung mitbringen.

Mit einem Master-Titel in den Bereichen Gesundheit und Pharmazie verdienen Angestellte viel mehr als mit einer niedrigeren Ausbildung. Dasselbe gilt für den Energie-Sektor, im Telekommunikations-Bereich, im Transport-Sektor und anderen speziellen Branchen. Dieser Trend wird sich auch in naher Zukunft fortsetzen. In unserer globalisierten Wirtschaft wird die Nachfrage an MBA- und Master-Absolventen nicht zurückgehen, da diese spezielle Fähigkeiten in internationale Unternehmen mitbringen.

Was bringt ein Auslandsstudium?

Bevor Sie sich für eine ausländische Schule entscheiden, sollten Sie abwägen, ob Sie sich einem Auslandsstudium wirklich gewachsen fühlen. Wenn man eine internationale Karriere anstrebt, dann ist ein MBA oder Master im Ausland sicher eine gute Voraussetzung dafür. Eine bestimmte Auslandserfahrung, sei es in einem Unternehmen oder als Student, gewinnt nämlich zunehmend an Bedeutung bei global denkenden und handelnden Unternehmen.

Die Erfahrung, die man im Ausland gesammelt hat, bringt außerdem internationales Denken und Verständnis für globale Vernetzungen und Märkte mit sich. Dieses Wissen kann auch für lokale Unternehmen von großem Nutzen sein. Man sollte jedenfalls beachten, dass es in vielen Ländern Immigrationsgesetze gibt, die voraussetzen, dass ein Aufenthalt in einem anderen Land vom jeweiligen Arbeitgeber genehmigt wird. Denken Sie auch daran, dass ein Studienprogramm im Ausland mit sehr hohen Kosten verbunden sein wird. Aus diesem Grund sollten Sie sich rechtzeitig Gedanken über die Studienfinanzierung machen.

In jedem Fall ist eine Auslandsstudium der ideale Weg, um im internationalen Bereich tätig zu werden. Am besten wählt man ein Land, welches den individuellen Ansprüchen am besten entspricht. Es ist auch wichtig, bei der Auswahl des Programms sehr gezielt vorzugehen, um stets das Beste für sich und den beruflichen Werdegang herauszuholen.

Ist die Entscheidung für ein bestimmtes Land gefallen, dann beginnen Sie mit der Recherche, welche dort angesiedelte Business School für Sie am ehesten in Frage kommt. Dabei sollten Sie sich im Klaren darüber sein, welche Schwerpunkte Sie in Ihrer Karriere haben. Die USA und UK bieten traditionell die meisten gute MBA- und Master-Programme an, aber auch europäische und asiatische Programme gewinnen zunehmend an Bedeutung.

Zusammenfassend lässt sich sagen:

Wenn Sie einen international anerkannten MBA-Abschluss benötigen, dann sollten Sie im Ausland studieren. Wenn Sie aber vorrangig Fertigkeiten erlernen möchten, die Sie in Ihrer aktuellen Berufstätigkeit einsetzen können oder wenn Sie eine Arbeitsstelle im deutschsprachigen Raum anstreben, so wählen Sie am besten eine Business School in Deutschland, Österreich oder der Schweiz.

Wo finde ich Adressen bzw. Infos zu Stipendien für ein Auslandsstudium?

Nachfolgend listen wir ein paar Beispiele auf:

Fulbright Commission Stipendium

Die Fullbright Kommission bietet Stipendien für US Studenten und anderen Nationen an, die gerne ein postgraduales Studium absolvieren möchten. Die Stipendien decken die Kosten der Studiengebühren sowie einen Teil der Lebenskosten für ein Jahr ab. Diese Kommission ist das amerikanische Flagschiff zur Förderung der Bildung und fungiert international in mehr als 100 Ländern mit bilateralem Abkommen. Mehr dazu finden Sie unter http://www.fulbright.state.gov/

Rotary International Stipendium

Rotary ist eine Organisation von Angehörigen aller Branchen die sich weltweit vereinigt haben, um humanitäre Dienste zu leisten und sich für Frieden und Völkerverständigung einzusetzen. Paul P. Harris gründete den ersten Dienstclub der Welt, den Rotary Club of Chicago, Illinois, am 23. Februar 1905. Der Name “Rotary” leitet sich aus der frühen Praxis ab, sich im Rotationssystem in den verschiedenen Büros der Mitglieder zu treffen. Mehr Information unter http://www.rotary.org/

Marshall Stipendium

Das Marshall Stipendium ist eines der beliebtesten Stipendien, das ein Student aus den USA erhalten kann um in Großbritannien zu studieren. Das Stipendium deckt die Zeitperiode von 2 Jahren ab, jedes Jahr erhalten 40 Studenten dieses Stipendium. Bewerbungen können online unter http://www.marshallscholarship.org eingereicht werden.

Commonwealth Stipendium

Das Commonwealth Stipendium und der Fellowship Plan (CSFP) wird an Studenten und Schüler der Vereinten Staaten verteilt. Wie das Fulbright und das Rotary Stipendium ist es ein sehr angesehenes Stipendium. Der Betrag, der ausgezahlt wird, hängt stark von dem jeweiligen Land ab. Mehr Informationen unter http://www.csfp-online.org

Das Gates Cambridge Stipendium

Die Organisation von Bill und Malinda Gates ermöglicht vielen Studenten außerhalb der Amerikanischen Staaten an der Universität of Cambridge zu studieren. Dies ist ein volles Stipendium, das Studiengebühren und Aufenthalt mit einschließt. Mehr Info unter http://www.gatesscholar.org

Rhodes Stipendium

Ähnlich wie das Gates Cambridge Stipendium ist das Rhodes Stipendium an eine Universität gekoppelt, der Universität Oxford in den UK und deckt ebenfalls alle relevanten Kosten ab. Das Stipendium wird von dem Rhodes Trust vergeben. Informationen unter http://www.rhodesscholar.org/

World Bank Scholarship

Die World Bank vergibt Stipendien und Forschungskredite für Studenten eines postgradualen Studiums in entwicklungsbezogenen Bereichen an Anbietern unterschiedlicher Länder. Mehr Information unter http://web.worldbank.org

Zusätzlich zu internationalen Organisationen und Gemeinschaften bieten nationale Anbieter Informationen und Datenbanken zum Thema Stipendien an wie z.B. das British Council (http://www.britishcouncil.org) in UK, DAAD (http://www.daad.de) in Deutschland, EduFance (http://www.campusfrance.org/fr/) in Frankreich, Eduespana (http://www.eduespa.org) in Spanien und (http://www.educationnz.org) in Neuseeland.

Sollten Sie eine individuelle Frage zum Thema “MBA Stipendium” haben, so können Sie sich auch gerne jederzeit an das Team von mba.de wenden. Nutzen Sie dazu einfach unser Kontaktformular!

Wo kann ich Stipendien beantragen?

Typischerweise werden Stipendien von staatlichen Einrichtungen, Business Schools oder Universitäten, privaten Firmen oder Gemeinschaften vergeben. Die meisten sind mit einigen Voraussetzungen und Vorgaben verbunden wie z.B. werden manche an Studenten vergeben, die ungewöhnliche Studienprogramme wählen, manche werden an Minderheiten ausgezahlt, viele setzen eine Mindestmaß an speziellen Qualifikationen voraus und manche sind einfach an die finanziellen Bedürfnisse der Studenten angepasst.

Sobald Sie die Auswahl an Business Schulen oder Programmen für sich eingegrenzt haben, gilt es herauszufinden, welche Stipendienmöglichkeiten für die jeweiligen Programme offen stehen. Das Deutsche Bank Stipendium für Frauen schüttet Prämien von 20,000 Pfund an Kandidatinnen des London School of Business MBA Programm aus. Ähnliche Möglichkeiten gibt es für Studenten des MIP Milan: Die Business School vergibt Stipendien in Höhe von 35,000 € an Studenten der Dritten Welt die sich an der MIP für das Master Strategic Programm inskribieren.

Die ersten Ansprechpartner in Bezug auf ein mögliches Stipendium sollten die Business Schools und Universitäten sein, da diese teilweise selbst Stipendien vergeben. Viele Einrichtungen und private Organisationen haben es sich zum Ziel gemacht, Studenten mit speziellen Fähigkeiten und Talenten zu fördern. Hier sind einige der wichtigsten Stipendien-Einrichtungen aufgelistet:

QS Scholarships

Als internationales Netzwerk für Bildung und Karriere vergibt QS Quacquarelli Symonds Ltd. jährlich Stipendien für MBA- und Masterprogramme im Wert von 1.2 Millionen USD. Voraussetzung zur Bewerbung ist die Teilnahme an einer der Messen QS World MBA Tour, QS World Grad School Tour oder QS Top MBA Connect 1-2-1, die jährlich auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz stattfinden. Die Stipendien sind exklusiv nur für Besucher der Messen und werden in Kooperation mit Business Schools vergeben. Zudem bietet QS auch eigene Stipendien an, wie zum Beispiel das QS Community oder QS Leadership Stipendium. Weitere Informationen zu den Stipendien sowie zu die aktuellen Termine der Messen finden Sie hier: http://www.topmba.com/mba-admissions/mba-finance/apply-mba-scholarships

MBA-Stipendien von e-fellows.net

Das Karrierenetzwerk e-fellows.net vergibt zusammen mit renommierten Partnerhochschulen MBA-Stipendien im Wert von über 180.000 Euro. http://www.e-fellows.net/forward/mbastipendium. Um ein MBA-Stipendium bewerben können sich nicht nur Stipendiaten und Alumni von e-fellows.net sowie Teilnehmer am e-fellows.net MBA Day, sondern auch alle anderen MBA-Aspiranten, die die Kriterien erfüllen. Infos zu den Stipendien und zur Bewerbung gibt es unter http://www.e-fellows.net/forward/mbastipendium

Stipendien von praktikawelten.de

Praktikawelten hat in Kooperation mit einigen Sponsoren wie Mapfre Assistance, Explorer Fernreisen und INITIATIVE auslandszeit diese gestiegenen Anforderungen an die zukünftigen Arbeitnehmer erkannt und zusammen die Vergabe von zahlreichen Auslands-Stipendien ins Leben gerufen. Die Stipendien richten sich vor allem an junge Erwachsene (ab 18 Jahren (zum Reiseantritt)), bei denen oftmals der Traum vom Ausland am Fehlen der finanziellen Möglichkeiten scheitert. Infos zu den Stipendien und zur Bewerbung gibt es unter http://www.praktikawelten.de/unser-service/stipendium/allgemeines.html

Welche Unterlagen benötige ich für die Bewerbung zum Studium?

Wenn Sie sich für ein bestimmtes MBA- oder Master-Studium entschieden haben, so sollten Sie folgende Unterlagen zur Vorlage an der jeweiligen Hochschule vorbereiten:

  • Das Bewerbungsformular (von der Hochschule bereitgestellt)
  • Eine Auflistung Ihrer Referenzen
  • Kopien Ihrer Abschlusszeugnisse (beglaubigt und gegebenenfalls übersetzt)
  • Essays
  • Ihre GMAT-Ergebnisse
  • Ihre TOEFL-Ergebnisse
  • Angaben zum Finanzierungsplan für Ihr Studium

Welche Voraussetzungen muss ich für die Zulassung zu einem MBA-Studium erfüllen?

Die erforderlichen Bedingungen variieren von Institution zu Institution. In manchen Fällen werden sie sogar als Qualitätsmerkmal der Programme gesehen. Die häufigsten Anforderungen an die Bewerber sind:

  • Akademischer Abschluss oder gleichwertige Qualifikation (z.B. einschlägige Berufserfahrung)
  • Berufserfahrung: Alle MBA-Programme erfordern mindestens 2 bis 5 Jahre Berufserfahrung. Dies ist meist auch bei Master-Abschlüssen der Fall.*
  • Aufnahmetests: GMAT (Graduate Management Admission Test) oder GRE (Graduate Record Examination): Der GRE-Test wird insbesondere für alle postgradualen Kurse in den USA oder UK und anderen englischsprachigen Ländern benötigt.
  • Sprachtests: TOEFL (Test of English as a Foreign Language) oder IELTS (International English Testing System)
  • Essays
  • Referenzen
  • Lebenslauf
  • Interview
  • Selbstpräsentation
  • Bankauskunft
  • Leumund
  • Visum (falls benötigt)

Wie wird eine Zulassungsbewerbung bewertet?

Bewertet wird zumeist der “Gesamteindruck” eines Bewerbers aufgrund der Unterlagen und der Selbstpräsentation. Immer wichtiger werden aber auch GMAT oder GRE-Tests, welche die einzigen objektiven Aussagen über einen Anwärter zulassen. Ist das Ergebnis zu schlecht, wird einer Bewerbung oft gar keine weitere Aufmerksamkeit geschenkt. GMAT und GRE sind in nahezu allen US-Schools Grundvoraussetzung.

In Europa ist die Tendenz festzustellen, den GMAT als Pflichtprüfung zu etablieren. Derzeit fordern aber nur ca. 10% aller deutschsprachigen Business Schools die Ablegung dieses Tests. Das Erreichen der angeforderten Punktezahl oder ein brillantes Ergebnis sind jedoch auch keine Garantie für einen Studienplatz. Meist ist es die Kombination der genannten Vorgaben und Voraussetzungen, die das Ergebnis der Bewerbung ausmachen. Faktoren, wie beispielsweise bisherige akademische Erfolge, Berufserfahrung und besondere und relevante Aktivitäten außerhalb des Studiums fließen genauso in die Bewerbungsauswertungen mit ein. Folglich ist es der Gesamteindruck, der eine gute Bewerbung ausmacht.

Ein wichtiger Teil der Bewerbung sind persönliche Statements – wie beispielsweise Essays oder Interviews. Diese ermöglichen es der Zulassungsstelle einen zusätzlichen Eindruck über die Person und deren Kommunikationsweise zu erhalten. Die Voraussetzungen für ein MBA- oder Master-Studium differieren von Anbieter zu Anbieter. Von den messbaren Voraussetzungen abgesehen gibt es rein persönliche Themen und Umstände, die ein Interessent vor seiner Entscheidung klären bzw. überdenken sollte. Dabei spielen zeitliche Verfügbarkeit und räumliche Flexibilität eine wesentliche Rolle.

Versuchen Sie hervorzustechen!

Einer der wichtigsten Faktoren während des Aufnahme-Verfahrens ist, positiv aufzufallen und immer wieder Ihre Einzigartigkeit hervorzuheben. In diesem Sinne sollten Sie Ihre Stärken und Unterschiede zu anderen Studierenden aufzeigen. Viele Business Schools und Universitäten versuchen Studierende verschiedener Nationalitäten und Kulturen zusammenzubringen um die Programme um eine gewisse Vielfältigkeit und Internationalität zu bereichern.

Vergessen Sie nicht: Die Person, die sich Ihr Motivationsschreiben und Ihre Bewerbungsunterlagen durchliest, sieht auch tausend andere Bewerbungen. Es ist deshalb wichtig, dass Sie wissen, was Sie im Vergleich zu anderen Bewerbern besonders auszeichnet und dass Sie diese Besonderheiten in Ihren Bewerbungsunterlagen verdeutlichen.

Welche Bedeutung haben ECTS-Punkte?

Das ECTS, European Credit Transfer (and Accumulation) System, soll Leistungen von Studenten vergleichbar machen, sodass diese beim Wechsel von einer Hochschule zur anderen angerechnet und akkumuliert werden können. Studenten, die ein Modul erfolgreich absolviert haben, bekommen dafür eine festgelegte Anzahl an Leistungspunkten oder “Credit Points”. Diese Art der Bewertung von Leistungen ist typisch für Bachelor- und Master-Studiengänge.

Die Leistungspunkte (LP) sollen die durchschnittliche Arbeitslast des Studiums (den “Work Load”) repräsentieren. Grundlage für die Vergabe der Leistungspunkte ist die Annahme eines in Stunden gemessenen durchschnittlich zu leistenden Arbeitsaufwandes für das Studium. Der Aufwand von 1.500 – 1.800 Stunden pro akademisches Jahr drückt sich in 60 LP aus. Ein Leistungspunkt entspricht somit 25 bis 30 Arbeitsstunden. Mit dem ECTS-System kann über die Semesterwochenstunden der durchschnittliche Lern-, Vor- und Nachbereitungsaufwand einer Veranstaltung berücksichtigt werden. Im Fall von Modulen mit erhöhter Arbeitslast ist diese durch die Anwesenheit an der Universität (Semesterwochenstunden) zwar nicht ersichtlich; jedoch durch die Zahl der erworbenen LP, wo die LP für das gesamte Modul die Summe des Aufwandes für die einzelnen Modulteile repräsentieren. Für Veranstaltungen mit gleicher Anwesenheitszeit können daher unterschiedlich viele LPs erworben werden.

Sollten Sie individuelle Fragen zum Thema “ECTS” haben, so nutzen Sie einfach unser Kontaktformular, mit dem Sie das Team von mba.de direkt kontaktieren können.

Wie schreibe ich einen guten Essay für meine Bewerbung?

In dem Essay muss man der Uni Deine persönlichen Fähigkeiten beschreiben und glaubhaft machen, dass man für das Studium qualifiziert ist. Dabei wird auch auf die Formulierung geachtet bzw. die fachliche Kompetenz geprüft. Außerdem wird der Essay dazu verwendet, mehr über die Persönlichkeit und Management-Tauglichkeit des Bewerbers / der Bewerberin zu erfahren. Im Essay muss auf jeden Fall eine Begründung geliefert werden, warum man an dem MBA-Programm teilnehmen will und was man zum Studium beitragen will. Die Uni will feststellen, wie gut man auf das Studium vorbereitet ist. Der Essay sollte jedenfalls kurz, interessant und aussagekräftig sein. Wenn man sich nicht sicher ist, wie man den Essay schreiben soll, dann kann man sich helfen lassen, es gibt dafür sogar professionelle Services wie zum Beispiel hier: http://www.mbahelp.de/MBA-Essays.htm

Was versteht man unter einem „IELTS-Test“?

IELTS bedeutet in der Langform International English Language Testing System. Es handelt sich dabei um ein international anerkanntes Sprachzertifikat der University of Cambridge in Zusammenarbeit mit dem British Council und IDP Australia. Der IELTS ist nicht nur eine Zulassungsvoraussetzung für Studiengänge an Hochschulen im englischsprachigen Ausland (Kanada, Großbritannien, Neuseeland, Australien, USA), sondern immer öfter auch an deutschen Universitäten und Fachhochschulen, vor allem, wenn diese Studiengänge mit internationalen Modulen, Bachelor- und Masterstudiengängen anbieten. Der IELTS wird außerdem bei vielen Unternehmen als sprachliches Zertifikat anerkannt. In Deutschland wird der IELTS vom British Council in Berlin verwaltet. Wenn Sie eine individuelle Frage rund um den IELTS haben, so können Sie uns diese gerne durch Nutzung unseres Kontaktformulars stellen.

Gibt es Anbieter von Studienunterlagen?

Ja, ein beliebter Anbieter wäre beispielsweise http://www.stuvia.com.

Was sagt das Ranking einer School aus?

Rankings ermöglichen die Bewertung und Auswahl nach bestimmten Kriterien. Vor allem Wirtschafts-Magazine und -Zeitungen veröffentlichen regelmäßig Rankings der Business Schools, wobei u. a. Reputation und Akkreditierung zu den Kriterien zählen. Ein guter Platz im Ranking ist auf jeden Fall ein beträchtlicher Werbefaktor für die Business Schools, die sich dies auch etwas kosten lassen.

Rankings sind eine Sache mit vielen Seiten und nicht unumstritten. Mit einem Ranking lässt sich renommieren; ist die Business School im Ranking abgestürzt, so kann man das mit unfairen Kriterien erklären. Über die Kriterien der Rankings lässt sich natürlich immer streiten. Vor allem Top-Business-Schools mit hohem Ansehen und akkreditierten Programmen sind in allen Rankings vorn zu finden, was sicher seine Berechtigung hat.

Die Absolventen dieser Business-Schools gehören auch zu den Spitzenverdienern im Management. Da Rankings zwar eine gewisse – jedoch auch eine beschränkte – Aussagekraft besitzen, sollen sie nicht als das alleinige oder vorrangige Auswahlkriterium für die Wahl einer Business-School herangezogen werden. Denn nicht unbedingt spiegelt sich das Ranking in den Erfahrungen der Absolventen wider.

Was ist unter dem Begriff “Titelmühlen” zu verstehen?

“Titelmühlen” sind Universitäten bzw. Business Schools, welche Titel vergeben, die entweder gefälscht oder aufgrund zu geringer Anforderungen an die Studienleistung wertlos sind. Die Vergabe erfolgt entweder gegen pure Bezahlung oder Bezahlung und Erbringung einer Studienleistung, die weit unter dem für die Erlangung des Titels üblichen Standard liegt.

Woran erkennt man diese Titelmühlen?

  • Die Werbung im Internet erfolgt über nicht akademisch anmutende Inserate
  • Bei einem Anruf, bekommt man oft nur ein Tonband zu hören
  • “Bisherige Erfahrungen und Wissen” werden angerechnet
  • Das Abschlusszeugnis erhält man “innerhalb weniger Tage”
  • Die Homepage enthält oft nur ein Anmeldeformular
  • Falls doch mehrere Webseiten vorhanden sind, sind deren Inhalte oft Kopien von Dokumenten anderer Universitäten
  • Mehrere Universitäten teilen sich eine Domain
  • Mehrere Universitäten sind über dieselbe Telefonnummer erreichbar
  • Auf den Webseiten mehrerer Universitäten tauchen dieselben Grafiken auf
  • Es existiert kein Universitätsgebäude
  • Die Zeugnisse, die man nach “Abschluss der Kurse” erhält, sind täuschend echt

Achtung: Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit!

“Titelmühlen” lassen sich bevorzugt dort nieder, wo akademische Standards nicht oder unzureichend definiert sind. Gesetze, welche Titelhandel unterbinden sollen, weisen immer wieder Lücken auf, welche von den Titelmühlen genutzt werden. Der straf- und zivilrechtlichen Verfolgung entgehen manche Titelmühlen ganz einfach dadurch, dass sie die Titel ausschließlich ins Ausland verkaufen.

Bedenklich sind Titelmühlen vor allem aus zwei Gründen: Zum einen, weil sie es möglich machen, dass Ihre unqualifizierten Absolventen Tätigkeiten ausüben, bei denen Sie mangels Qualifikation Schaden anrichten. Denn es gibt nicht nur MBAs zu erwerben, sondern auch Doktortitel aus dem Bereich Medizin, Psychologie oder Erziehung. Zum anderen erschweren Titelmühlen den Personalchefs die Bewertung eines Bewerbers, da jedes Mal die Echtheit des MBA oder Masters überprüft werden muss.

Das Führen eines falschen bzw. wertlosen Titels muss gar nicht einmal auffallen, falls die betreffende Person das erforderliche Wissen und die Erfahrung bereits im Berufsleben gesammelt hat. Als beruflicher Neueinsteiger mit einem gefälschten bzw. minderwertigen Diplom eine Führungsposition anzustreben, ist allerdings riskant. Selbst wenn es gelingt, das Assessment Center zu täuschen, wird der falsche MBA den Anforderungen in der Firma nicht gewachsen sein. Aber es soll ja auch Führungspositionen geben, in denen man keine Arbeit zu verrichten, sondern nur “die Verantwortung” zu tragen hat. Und immerhin ist es schon etlichen gelungen, jahrelang einen falschen Titel zu führen und eine entsprechende Tätigkeit auszuüben, ohne dass dies entdeckt wurde.

Bedenken Sie: Wer einen falschen Master of Business Administration führt und enttarnt wird, muss damit rechnen, dass ihm nicht nur der falsche MBA, sondern auch alle zuvor legal erworbene akademische Grade und Titel aberkannt werden!

Falls Sie sich über die Seriosität der von Ihnen gewählten Bildungseinrichtung informieren wollen, können Sie die Datenbank Anabin nutzen: http://www.anabin.de