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Mehr Auslandskompetenz für den zukünftigen MBA

Viele angehende Master of Business Administrators absolvieren ihr Studium bewusst in der Nähe ihres Arbeits- oder Wohnortes. Ganz klar hat dies praktische Vorteile, aber für den Ausbau der späteren Karriere kann ein Studium im Ausland nützlicher sein. Ein Aufenthalt außerhalb der Heimat erweitert den Horizont und ermöglicht den Erwerb interkultureller Kompetenzen. Außerdem verbessern Sie ganz nebenbei Ihre Fremdsprachenkenntnisse.

Gibt es Nachteile?

Ein großer Vorteil der wohnortnahen Hochschulwahl ist die Möglichkeit eines berufsbegleitenden Studiums. Das heißt, dass der Studierende weiterhin seinem Beruf nachgehen kann und somit ein regelmäßiges Gehalt bekommt. Viele Menschen bevorzugen deshalb diese Variante. Es gibt aber auch die Möglichkeit, berufsbegleitende MBA-Studiengänge im Ausland zu absolvieren. Viele ausländische Business Schools und Universitäten bieten ein Studium mit kurzen Präsenzphasen an. Das Studium lässt sich somit im Rahmen mehrerer, kurzer Auslandsaufenthalte absolvieren. Der Nachteil dieser Methode sind die längeren Anreisestrecken und die Mehrkosten für die Hotelaufenthalte.

Lohnt sich überhaupt ein längerer Auslandsaufenthalt?

Auch wenn ein berufsbegleitendes Studium in einem anderen Land möglich ist, nehmen dennoch viele Studierende die Chance wahr, ihr MBA-Studium mit einem längerfristigen Auslandsaufenthalt zu verknüpfen. Sie erhalten somit einen tiefen Einblick in die Kultur des jeweiligen Landes. Wer sich langfristig im Ausland aufhält, lernt die Fremdsprache besser, weil er diese nicht nur im Rahmen des Studiums an der Hochschule, sondern auch in der Freizeit und im Alltag nutzt. Die meisten Studiengänge finden in der internationalen Unterrichtssprache Englisch statt. Sie verbessern Ihr Englisch nicht nur als Kommunikationssprache im Allgemeinen, sondern Sie sprechen nach Abschluss des Studiums ein gutes Business-Englisch, das ihnen im späteren Wirtschaftsleben sehr hilfreich sein kann.

Es ist wie mit einem LKW-Führerschein, an welchen ein ganzer Berufszweig gekoppelt ist: mit exzellenten Fremdsprachenkenntnissen wird man, quasi als Nebeneffekt, auch interessant für Übersetzungsdienstleister. Denn, ein Übersetzungsbüro für Fachübersetzungen greift für die Übersetzung spezifischer Sachtexte gern auch auf die praktische Erfahrung von Spezialisten zurück, statt auf diplomierte Fachübersetzer. Wer also möchte, absolviert die MBA-Studiengänge je nach Verfügbarkeit in der Sprache des Gastgeberlandes und erwirbt neben sprachlicher Kompetenz ein zweites Betätigungsfeld als Übersetzer.

Wird das ausländische Studium anerkannt?

Auch der im Ausland erworbene MBA-Titel ist international anerkannt. Sie erhöhen mit dem Studium ihre fachliche Qualifikation weltweit. Oft ist es sogar möglich, bereits während des Studiums berufliche Kontakte zu den Kollegen im Ausland zu knüpfen. Ihnen erschließen sich mitunter neue Aufgabenfelder auf dem Weltmarkt. Es ist auch schon mehrfach vorgekommen, dass ein MBA-Absolvent seine berufliche Zukunft komplett ins Ausland verlegte.

Wo ist ein Auslandsstudium möglich?

Zu den beliebtesten Ländern für ein MBA-Auslandsstudium gehören Australien, Großbritannien und die USA. Hier wird selbstverständlich überwiegend Englisch gesprochen. Aber auch in Asien sowie in Skandinavien, Spanien, Frankreich, Holland und Belgien ist ein MBA-Studium möglich. Wer seiner Heimatsprache treu bleiben möchte, absolviert sein Studium auf Wunsch in Österreich oder der Schweiz und knüpft dort schon mal erste Kontakte. Insbesondere in der Schweiz sind die Verdienstaussichten für einen Master of Business Administrator oft besser als in Deutschland.

Fertig studiert und was dann?

Viele Menschen erhoffen sich von ihrem MBA-Abschluss einen steilen Karriereanstieg. In der Tat ergeben sich völlig neue Berufsperspektiven. Damit verbunden ist natürlich auch ein potenziell höheres Gehalt. Wie hoch dieses Gehalt ausfällt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Da spielen zum Beispiel die Unternehmensgröße, die Branche, die Qualifikation und auch das Studienland und die bisherige berufliche Erfahrung eine wesentliche Rolle. Letztendlich kommt es aber auch auf die Business School beziehungsweise auf die Hochschule an, an der Sie Ihr Studium absolvierten. Manchmal wiegt der Ruf der Schule sogar mehr als der erworbene MBA-Titel.

 

 

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Die vielfältigen Varianten, einen MBA oder Master zu studieren

Es gibt verschiedene Varianten, einen MBA oder Master zu absolvieren und sich damit individuell weiterzubilden. Grundsätzlich unterscheiden sich die angebotenen MBA- und Master-Programme durch ihre Programmform. Sie können dabei neben einem Vollzeitstudium auch berufsbegleitende Teilzeit-Programme, den Executive MBA (EMBA) oder ein Fernstudium wählen. Welche Programmform am besten zu Ihnen passt und Ihren Bedürfnissen entspricht liegt in Ihrer persönlichen Entscheidung. Nachfolgend erhalten Sie erste Details zu den vier erwähnten Studienvarianten.

Das Vollzeit-Studium

Diese Art wird oftmals von Studieninteressierten gewählt, die über weniger als zwei Jahre Berufs- und nur wenig Führungserfahrung besitzen. Ein Studienabschluss ist innerhalb einer relativ kurzen, dafür aber sehr intensiven Studienzeit von 12- maximal 18 Monaten möglich. Dadurch sind jedoch auch ein rascher Berufseinstieg und höhere Gehaltsvorstellungen leichter zu erzielen. Ein Vollzeit-Studium bietet außerdem meist mehr Internationalität, die durch den englisch-sprachigen Unterricht, Auslandsaufenthalte sowie internationale Dozenten und Kommilitonen gegeben ist.

Das Teilzeit-Studium

Diese Form wird am häufigsten gewählt, weil sie sich mit dem Berufsleben am besten vereinbaren lässt. Sie wird großteils von Arbeitnehmern mit mittlerer bis hoher Berufserfahrung gewählt, welche ihre Karriere mit dem MBA- oder Master-Abschluss ankurbeln möchten. Der Studienablauf variiert je nach Lehrinstitution, normalerweise findet der Unterricht an Wochenenden, in den Abendstunden oder in Seminarblöcken statt. Die einzelnen Seminarblöcke können meist in beliebiger Reihenfolge besucht werden, wodurch die Programme flexibel gestaltbar sind. Das hat aber auch zur Folge, dass die Dauer des Studiums in der Regel zwischen 18 und 24 Monaten beträgt.

Der Executive MBA (EMBA)

Diese Form des MBA ist optimal für Arbeitnehmer mit mehr als zehn Jahren Berufserfahrung und mit hoher Personal- und Budgetverantwortung. Ein EMBA-Studium ist in mehrere kleingruppige Kurse aufgegliedert, die eine hervorragende Lern- und Diskussionsatmosphäre bieten und in denen ein reger Gedanken- und Ideenaustausch stattfindet. Ein EMBA-Programm ist häufig ähnlich wie ein Teilzeit-MBA aufgebaut, der Unterricht wird an Wochenenden und/oder in Seminarblöcken abgehalten. EMBA-Programme sind verglichen mit anderen MBA-Studiengängen aber mit deutlich höheren Kosten verbunden.

Das MBA-Fernstudium

Es wird oftmals von Arbeitnehmern mit mittlerer Berufserfahrung gewählt und kann flexibel sowie ortsunabhängig gestaltet werden. Ein Fernstudium kann nämlich an jedem beliebigen Ort der Welt absolviert werden, was besonders für Berufstätige vorteilhaft ist, vor allem dann, wenn sie in kleinen Städten ohne Lehrinstitutionen beheimatet sind. Wer sich für ein Fernstudium entscheidet, muss sich auch im Klaren darüber sein, dass diese Form ein sehr effizientes Zeitmanagement sowie große Motivation und viel Ehrgeiz erfordert, damit die flexible Studiengestaltung nicht zum Nachteil wird.

 

 

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Der MBA in der Wirtschaft

Mit einem MBA im Bereich Wirtschaft kann man die eigene Karriere ankurbeln und die Voraussetzungen für einen Job in den oberen Management-Etagen verbessern. Aus diesem Grund wird der Master of Business Administration, wofür MBA in seiner Langform steht, nach wie vor als hilfreicher Bildungsabschluss angesehen. In großen Wirtschaftsunternehmen findet man weltweit zahlreiche Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die ein MBA-Studium absolviert haben und den gleichnamigen Titel hinter ihrem Namen führen.

Und nach wie vor ist ein MBA-Titel ein gutes Sprungbrett, um Führungspositionen zu erlangen. Das in einem MBA-Studium erworbene Wissen und die Tatsache, dass viele Unterrichtseinheiten in englischer Sprache abgehalten werden, werden in internationalen Großkonzernen nämlich sehr geschätzt.

Die Wurzeln des MBA liegen in Amerika, wo vor über 100 Jahren Business Schools wie Harvard oder das Darthmouth College zum ersten Mal MBA-Studiengänge anboten. Ziel war es, ein Studium für all jene zu schaffen, die sich ein generalistisches Fachwissen im Managementbereich aneignen wollen, und zwar vor allem für jene Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, welche bereits über mehrjährige Berufserfahrung verfügen.

MBA-Programme zählen nicht nur zum Studienangebot an Business Schools, sondern auch an Universitäten und (Fach-)Hochschulen. Der MBA ist dabei zum Teil sehr fachspezifisch und oftmals vom ursprünglichen, generalistischen Ansatz eines betriebswirtschaftlichen Studiums weit entfernt. Nichtsdestotrotz studiert und absolviert ein hoher Prozentsatz an Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern den MBA im Bereich Wirtschaft, welcher auch nach wie vor die Türen zu Top-Positionen im Wirtschaftssektor öffnet.

Die Auswahl an heute angebotenen MBA Programmen ist riesig, man schätzt, es sind mehr als 10.000 weltweit. Die bekanntesten Business Schools sind dabei Harvard, Wharton, die London Business School und INSEAD. Bei der Wahl des MBA-Studienganges sollte man jedoch nicht nur auf den jeweiligen Anbieter achten, sondern sich über die Details zum MBA Abschluss genauestens erkundigen. Entscheidend ist nämlich vor allem, welche School den Titel verliehen hat. Dieses Kriterium ist vor dem Studienbeginn unbedingt zu beachten, da ein MBA-Studium meist eine hohe Investition darstellt mit Studienkosten zwischen 10.000 und 70.000 Euro. Zu beachten ist darüber hinaus, dass das internationale Ansehen der an europäischen Schools erworbenen MBA Titel in den letzten Jahren stark angestiegen ist.

Wer sich einen Überblick über MBA Programme im Bereich General Management verschaffen möchte, der findet hier eine entsprechende Auflistung.

Die Beliebtheit des Online-MBA ist ungebrochen

Egal ob auf klassischem Weg oder mit einem Online-MBA: Das Absolvieren eines MBA-Studiums fördert nicht nur die eigene Weiterentwicklung, sondern hat auch positive Auswirkungen auf die berufliche Karriere. Mit einem MBA-Abschluss wird es nämlich einfacher, sich für eine höhere Position im Managementbereich der unterschiedlichsten Branchen zu qualifizieren.

Schwierig gestaltet sich dabei aber oft die Wahl des individuell passenden MBA-Studiums. Wo und an welcher School möchte man studieren, welches Programm ist das geeignetste, welche Zulassungsvoraussetzungen gibt es und welche Kosten sind zu berücksichtigen – Fragen über Fragen, die es vorab zu klären gilt.

Die Entscheidung wird nicht einfach gemacht, da das Angebot an Studienprogramm jährlich zunimmt und damit verbunden auch die Varianten, ein MBA-Studium abzulegen. In vielen Fällen sind MBA-Interessierte bereits fest in das Arbeitsleben eingebunden und suchen nach einem berufsbegleitenden Studium, welches dennoch ihren persönlichen und beruflichen Zielen am ehesten entspricht. Eine Möglichkeit ist dabei die Wahl eines Online-MBA, der sich – Dank einer technologiegetriebenen Gesellschaft – als recht komfortable Option anbietet.

Mit einem Online-MBA wird das Berufsleben kaum beeinflusst, können die Kurse doch nach Dienstschluss bequem von zu Hause aus und rund um die Uhr „besucht“ und die Lehrinhalte eigenständig bearbeitet werden. Man ist vollkommen unabhängig von Anwesenheitszeiten und profitiert zusätzlich auch von der aufwandsbezogenen Flexibilität.

Wer das Studium eines Online-MBA in Betracht zieht und sich Gedanken darüber macht, ob die Qualität dieses Studiums gleichwertig mit dem eines Vollzeitstudiums ist, dem sei gesagt, dass viele der Online-Studienprogramme sogar anspruchsvoller sind als so manche Vollzeit-Variante.

Ein Grund dafür ist, dass immer mehr private und öffentliche Institutionen den Trend zu Online-MBA längst bemerkt haben und ihre traditionellen MBA Programme derart aufbereiten bzw. überarbeiten, um diese auch als Online-MBA anbieten zu können.

Deshalb weisen Online-MBA-Studien in der Regel denselben Lehrplan und dieselben Lehrinhalte auf, wie sie beim Vollzeitstudium vorkommen. Die Kurse werden von derselben Fakultät einer School erstellt und ihr Ziel ist es, den Online Studierenden auch denselben akademischen Standard zu bieten.

Beim Online-MBA werden die Kurse durch den Besuch von Web-Portalen abgelegt, Diskussionen finden in eigenen Foren statt, Vorlesungen werden per Videostream abgehalten und erledigte Aufgaben werden in Dokumentenform einfach online hochgeladen.

Bevor man sich für einen Online-MBA entscheidet, sollte unbedingt geprüft werden, ob das ausgewählte Programm akkreditiert ist und welchen Status es in Online-MBA-Rankings hat. Bei der Akkreditierung sollte man darauf achten, dass diese von vertrauenswürdigen und anerkannten Firmen bzw. Organisationen verliehen wurde, wie zum Beispiel AACSB (Advance Collegiate Schools of Business), ACBSP (Association of Collegiate Business Schools and Programs) oder IACBE (International Assembly for Collegiate Business Education).

Online-MBA Rankings wiederum geben Aufschluss über die Qualität, den Unterricht, den Ruf und über die Studenten der jeweils bewerteten Fakultät. Eine gute Quelle für Bewertungen ist zum Beispiel „Bloomberg BusinessWeek“, welche die Anbieter nach der akademischen Qualität und der Studentenzufriedenheit beurteilt. Die Rankings informieren zusätzlich oft auch über die Zulassungsvoraussetzungen und Studiengebühren. Weitere dazu empfehlenswerte Quellen sind „The Economist“ und „The Wall Street Journal“.

 

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Ein MBA-Studium ist auch ohne Hochschulabschluss oder Vorstudium möglich

Sie möchten ein MBA-Studium absolvieren und einen Master-Abschluss erlangen, haben aber keinen Bachelor- oder Diplomabschluss oder ein vergleichbares akademisches Erststudium? Nachfolgend informieren wir darüber, welche Möglichkeiten es gibt, das Studium trotzdem beginnen zu können. Diese sind dabei jeweils von der individuellen Vorbildung und der beruflichen Laufbahn abhängig.

Weiterbildungen mit akademischen Hochschulabschlüssen gibt es zum Beispiel für Personen, die als Fachwirt, Fachkaufmann, Meister oder Betriebswirte der Industrie- und Handelskammern arbeiten oder für Absolventen von Wirtschafts- und Verwaltungsakademien. Darüber hinaus sind manche Master-Programme auch speziell auf Arbeitnehmer mit langjähriger Berufserfahrung als Spezialist oder als erfahrene Führungskraft zugeschnitten.

Die derzeit angebotenen Studienprogramme sind selten ausdrücklich auf Personen ohne Erststudium ausgerichtet, denn der ursprüngliche Studienweg führt immer noch über ein akademisches Erststudium in Form eines Bachelors, Diploms oder einen anderen akademischen Hochschulgrad. Nichtsdestotrotz wird der Wunsch zur nebenberuflichen Weiterbildung auf Hochschulniveau in der Wirtschaft honoriert und in der Hochschullandschaft die Möglichkeit geboten, einen Master-Abschluss zu erlangen.

Details zu den Voraussetzungen

Wer kein akademisches Erststudium vorweisen kann, der benötigt zumindest eine allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife, eine abgeschlossene Berufsausbildung und eine mindestens dreijährige fachlich einschlägige Berufserfahrung. Natürlich gibt es auch Möglichkeiten für all jene Interessierten, die kein Abitur oder Fachabitur haben, am besten kontaktiert man dafür direkt den jeweiligen Anbieter. Zusätzlich zu den zuvor erwähnten Kriterien wird ein Eingangstest gefordert, der die Befähigung zum Studium nachweisen soll. Ist der Eingangstest erfolgreich bestanden, so bedeutet dies auch die Zulassung zum Probestudium und sagt aus, dass man an den gleichen Klausuren teilnehmen kann wie jene Studienkollegen mit akademischem Erststudium. Sind alle erforderlichen Klausuren bestanden, so erfolgt die Anmeldung als Regelstudent.

Welche Anbieter gibt es?

Einen MBA ohne bestehenden Bachelor-Abschluss bietet zum Beispiel die Fachhochschule Koblenz an. Das Studienprogramm befasst sich mit allgemeinem Managementwissen und vermittelt darüber hinaus Fachwissen in den sechs Vertiefungsrichtungen Marketing, Produktionsmanagement, Logistikmanagement, Sanierungs- und Insolvenzmanagement, Gesundheits- und Sozialwirtschaft, Freizeit- und Tourismuswirtschaft und Unternehmensführung/Finanzmanagement. Damit man dieses Studium ohne akademischen Abschluss aufnehmen kann, sind einerseits das Abitur oder Fachabitur und mindestens 5 Berufsjahre in einer der genannten Fachrichtungen nachzuweisen. Die vor dem Studienstart gesammelte Berufspraxis muss einerseits einen starken Bezug zur gewählten Fachrichtung haben und sollte andererseits überwiegend in einer Führungsposition, am besten mit Personal-, Budget-, und Projektverantwortung ausgeübt worden sein. Auslandserfahrung ist von Vorteil, aber keine Pflicht. Vor Studienbeginn gibt es eine Einstufungsprüfung und wenn diese bestanden wurde, erhält man 180 ECTS-Punkte (ECTS steht für European Credit Transfer and Accumulation System, es ist ein europaweit anerkanntes System zur Anrechnung von Studienleistungen). Die Punkteanzahl wird dabei mit einem Bachelor-abschluss gleichgesetzt, in der Folge kann man mit dem Master-Studium beginnen.

In Hamburg findet man die Allfinanzakademie, welche einen der bekanntesten Master-Studiengänge für Nichtakademiker anbietet. Diese Akademie wird als privates Unternehmen geführt und kooperiert mit einer ausländischen Universität, die wiederum einen in Deutschland anerkannten MBA-Abschluss verleiht. Studieninteressierte können dort zwischen den zwei Studienfächern General Management und Finanzmanagement auswählen.

Ein weiterer Anbieter für ein Master-Studium ohne vorherigen Hochschulabschluss ist die Universität Koblenz-Landau. Dazu gibt es die beiden Fachrichtungen Energiemanagement und Gesundheitsmanagement mit dem sogenannten Weiterbildungs-Master, welcher mit dem akademischen Master of Science und Master of Arts abgeschlossen werden kann. Die Fachrichtung Gesundheitsmanagement wird oft von Fachkräften aus dem Gesundheitswesen gewählt, die in Heilhilfsberufen als Gesundheitspfleger, Rettungsassistent, Physiotherapeut, Logopäde, Ergotherapeut tätig sind. Vor dem Studium muss eine Einstufungsprüfung abgelegt werden, außerdem sind fünf Jahre Berufserfahrung in der Branche nötig sowie der Nachweis eines Fachabiturs oder eines allgemeinen Abiturs.

An der Europäischen Fernhochschule in Hamburg besteht für Interessenten ohne ersten Hochschulabschluss die Möglichkeit, im Rahmen eines 6-monatigen Qualifizierungsprogrammes die für ein MBA-Studium notwendigen Voraussetzungen zu schaffen. Sobald 3 Module erfolgreich abgeschlossen wurden, kann mit dem MBA in General Management, dem Master of Arts in Business Coaching und Change Management oder mit dem Master of Science in Wirtschaftspsychologie begonnen werden.

In Österreich gibt es die Donau-Universität Krems, eine staatliche Weiterbildungsuniversität, die auf berufsbegleitende und praxisorientierte Weiterbildungsstudiengänge spezialisiert ist. Als angehender Student steht dort eine Vielzahl an Studiengängen mit den verschiedensten Fachrichtungen zur Auswahl, die man allesamt ohne Erststudium oder Bachelor studieren kann. Mit Hilfe eines modularen Systems erlangt man in einer nicht akademischen Weiterbildung diverse Zertifikate, die später – so man sich für einen Master-Abschluss entscheidet – von der Universität dafür angerechnet werden. Dieses Modell ist optimal für all jene Interessenten, welche noch keine endgültige Entscheidung treffen und vor einem etwaigen Studium testen wollen, ob die hohen Anforderungen zu bewältigen sind.

Ein weiteres Beispiel für eine School, an der man einen MBA ohne Hochschulabschluss erlangen kann, ist die Open University, die als größte staatliche Fernuniversität ihren Hauptsitz in Großbritannien hat. Die OU bietet eine sehr große Anzahl an Bachelor- und Master-Studiengängen, welche mit unterschiedlicher Vorbildung und ohne akademisches Erststudium zum Master-Grad führen. Wer sich für ein Studium an der OU interessiert, sollte jedoch über gute bis sehr gute Englischkenntnisse verfügen. Das Studium ist modulartig aufgebaut und wird mit einer Master-Thesis (einer schriftlichen wissenschaftlichen Arbeit) beendet.

Für ein MBA-Studium an der OU muss man nicht nach Großbritannien ziehen, die School verfügt nämlich über Niederlassungen in Hamburg, München und Köln. Übrigens bietet die OU MBA-Studien an, welche ein Akkreditierungssiegel von gleich drei anerkannten Akkreditierungsagenturen tragen, nämlich jenes von EQUIS, AACSB und AMBA. Das ist deshalb bemerkenswert, da es weltweit nur etwa 50 Business Schools mit drei Akkreditierungen gibt und zusätzlich sind die Studien auch für Nichtakademiker zugelassen.

Zuletzt sei darauf hingewiesen, dass die Anzahl an MBA- und Master-Studiengängen für Nichtakademiker derzeit als überschaubar bezeichnet werden kann, wobei jedoch eine langfristige Zunahme ist nicht ausgeschlossen ist.

 

 

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Globale Strategie-Programme: Ihre Möglichkeiten der Führungskräfteausbildung

Um Ihnen bei der Suche nach Globalen Strategie-Programmen zu helfen, finden Sie nachfolgend eine schnelle Übersicht über deren unterschiedliche Arten. Schließlich sind internationale Geschäftsfähigkeiten in einer zunehmend vernetzten Welt für jeden Profi unerlässlich. Vor allem dann, wenn man seinen eigenen und den Horizont seines Unternehmens erweitern will.

Globale Geschäftsgrundlagen

Wenn Sie die Grundlagen der interkulturellen Geschäftsstrategie, des Verhandelns und des Managements erlernen möchten, dann liegen Sie mit diesem Schwerpunkt richtig. Mit diesem breiten Themenspektrum steht Ihnen eine Vielzahl von Kursen zur Führungskräfteausbildung zur Verfügung.

Zusätzlich befassen Sie sich in diesen Studiengängen mit der Frage, wie man in Schwellenländern erfolgreich sein kann und wie man lokale und globale Geschäftsstrategien für optimale, synergistische Ergebnisse integriert. Sobald Sie sich mit den Grundlagen beschäftigt haben, können Sie auch Aufbaukurse belegen, um Ihr Wissen über Themen wie politisches Risiko und erfolgreiche kulturelle Haltung zu vertiefen.

Wer an einem Studium „Globale Geschäftsgrundlagen“ teilnehmen sollte: Diejenigen, die sich im Bereich des internationalen Geschäfts auskennen wollen oder diejenigen mit internationaler Kundschaft, die ihr Geschäft weltweit ausbauen wollen.

Branding für den globalen Marktplatz

Führungskräfte von Unternehmen, die bereits einen Anteil am globalen Markt haben (oder in naher Zukunft diesen Sprung wagen werden), werden von Programmen zu globalen Märkten, Branding und digitalen Strategien profitieren. Diese spezifischen Kurse lassen Sie verstehen, was eine Marke auf internationaler Ebene funktionieren lässt.

Gleichzeitig erlernen Sie die Wirtschaftspolitik von Ländern, mit denen Sie möglicherweise in der Zukunft zusammenarbeiten. Und Sie erfahren, was globale Verbraucher von ausländischen Produkten und Dienstleistungen erwarten und wie Sie Ihr Unternehmen effektiv für das globale Wachstum unter Berücksichtigung aller potenziellen Risiken und Plattformen positionieren können.

Wer an einem Studium rund um das Thema „Branding für den globalen Marktplatz“ teilnehmen sollte: Führungskräfte, Manager und Produkt-/Marken-Entwickler, die in einem multinationalen Unternehmen (oder einem Unternehmen, das multinational werden möchte) arbeiten.

Regionale Programme

Da China weiterhin als eine der größten Wirtschaftsmächte der Welt wächst und die Schwellenländer den Status quo immer wieder stören, brauchen Führungskräfte ein tieferes Verständnis dafür, wie Länder außerhalb ihres eigenen Geschäfts handeln und was es braucht, um in neuen Märkten und mit Kollaborateuren aus anderen Kulturen erfolgreich zu sein.

Viele Business Schools bieten inzwischen regionalspezifische Executive-Education-Programme an, um eine Orientierung an erfolgreichen Geschäftsstrategien für diese Länder zu ermöglichen. Sie lernen Geschäftschancen genauso kennen wie die Veränderungen in der internationalen Geschäftslandschaft. Darüber hinaus erfahren Sie, was Sie bei der Zusammenarbeit mit Unternehmen oder Kunden in bestimmten Regionen erwartet, welche Risiken und Fallstricke es gibt und wie Sie interkulturelle Verhandlungen erfolgreich führen.

Wer an einem Studium rund um das Thema „Regionale Programme“ teilnehmen sollte: Führungskräfte von Unternehmen, die ihre Geschäftstätigkeit im Ausland aufgenommen haben oder in naher Zukunft aufbauen wollen.

Spezialisierte Programme zur Globalisierung

Branchenorientierte und spezielle Programme zur Globalisierung stehen zu einer Reihe von Themen zur Verfügung. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Das globale Gesundheitswesen, wo die Teilnehmer die neuesten Innovationen in den Bereichen Weltgesundheit und internationales Gesundheitswesen kennenlernen.
  • Das globale Agrargeschäft, wo die Lernpunkte den Welternährungsbedarf, Verbrauchertrends, globale Lieferkette, sich ändernde wirtschaftliche Herausforderungen und Lieferungsmodelle abdecken.
  • Das Geschäft mit Indien, wo es wachsende Möglichkeiten für Wirtschafts- und Geschäftsvorhaben für diejenigen gibt, die diesen Markt geschickt steuern können.

Wer an einem Studium mit dem Schwerpunkt „Spezialisierte Programme zur Globalisierung“ teilnehmen sollte: Führungskräfte mit strategischer Verantwortung in Nischenbereichen, die international tätig sind.

 

Text- und Bild-Quelle: execed.economist.com

Mit einem Teilzeit-MBA die Karriere ankurbeln

Wer sich für einen Teilzeit-MBA interessiert, der kann damit nicht nur seine individuelle Karriere vorantreiben, sondern gleichzeitig das berufliche Netzwerk um vielfältige Kontakte erweitern.

Was für den Teilzeit-MBA spricht

Erfolgreich sein tut gut. Erfolgreicher zu werden finden manche besser! Jene, die einen zufriedenstellenden Vollzeitjob besitzen, stehen dabei vor einem Problem. Schließlich möchte man die Stelle nicht für ein MBA-Vollzeitstudium aufgeben. Wer weiterhin arbeiten und weiterhin Geld verdienen, aber trotzdem sein Fachwissen erweitern möchte, dem kommen berufsbegleitende MBA-Programme sehr zugute. Sie haben keinen Einfluss auf die bestehende Karriere und Ihr Abschluss hinterlässt beim Arbeitgeber sicherlich mehr als nur einen guten Eindruck.

Die Präferenz für nebenberufliche Studienprogramme ist meist umso eindeutiger, je höher das im Beruf erreichte Karrierelevel liegt. Über 90 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, welche bereits im Top-Management tätig sind, bevorzugen ein berufsbegleitendes Studium.

Welche Vorteile ein Teilzeit-MBA bietet

Vorteilhaft ist dabei, dass der Unterricht oftmals zum überwiegenden Teil im Internet stattfindet. Darüber hinaus gibt es Online-Lehrveranstaltungen und Lerninhalte, die am Computer zu bearbeiten sind. Auf diese Weise ist es möglich, voll im Berufsleben zu stehen und trotzdem am Lernprozess teilnehmen zu können. Ein zusätzlicher Pluspunkt: Im Internet ist es egal, wie viele Studenten/-innen ein Programm absolvieren, somit bestehen natürlich auch keinerlei Beschränkungen, was die Teilnehmeranzahl betrifft.

Was den Lernstoff angeht, so wird von den Schools mit berufsbegleitendem MBA-Programm sehr darauf geachtet, dass der Umfang und Schwierigkeitsgrad auf jene Studenten/-innen ausgelegt ist, die neben dem Studium in Vollzeit arbeiten. Ein gutes Beispiel für derartige Studiengänge ist die Open University (OU), welche in England sehr beliebt ist, gefolgt von Deutschland als zweitgrößten Markt der OU-Programme.

Warum der Teilzeit-MBA auch für Unternehmen interessant ist

Beim nach wie vor herrschenden Hype rund um berufsbegleitende MBA-Studien sollte man aber nicht außer Acht lassen, dass auch die Arbeitgeber nicht unbeteiligt daran sind. Sie bewerben diese Art der akademischen Weiterbildung gerne, schließlich bleiben die Arbeitnehmer damit in ihrem Unternehmen und zugleich profitieren sie vom Bildungsmehrwert der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Aus diesem Grund beteiligen sie sich in vielen Fällen auch an den Studienkosten – nachfragen lohnt sich also auf jeden Fall!

 

 

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Welche deutschen Universitäten zu den Lieblingen von Unternehmen gehören

Ein weiterbildendes Studium an einer Universität kann die besten Aussichten auf beruflichen Erfolg bieten – wenn man die richtige auswählt. Im aktuellen Blog erfahren Sie, welche Hochschulen bei den Personalern besonders beliebt sind.

Wer sich ein MBA- oder Master-Studium entscheidet, der hat statistisch betrachtet bereits einiges richtig gemacht. Im Schnitt verdienen Akademikerinnen und Akademiker in ihrem Berufsleben 860.000 Euro mehr als Facharbeiter mit Berufsabschluss, wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) bereits im Jahr 2016 errechnet hat. Außerdem sind nur 2,2 Prozent der Fachhochschul- und Universitäts-Absolventinnen und -Absolventen arbeitslos, was deutlich unter der gesamten Arbeitslosenquote von 5,2 Prozent liegt.

Die Rechnung ist simpel: Für einen durchschnittlichen jungen Deutschen beginnt der Weg zum beruflichen Erfolg mit einem Universitäts-Studium. Ist diese Wahl einmal getroffen, wird es aber komplizierter. Studierwillige müssen nicht nur die Frage beantworten, welchem Fach sie sich widmen wollen. Sie müssen – und das ist mindestens genauso wichtig – entscheiden, an welcher Hochschule sie ihr Studium aufnehmen wollen und haben dabei in Deutschland ein Angebot von immerhin 106 Universitäten und 216 Fachhochschulen.

Die Qual der Wahl

Wie findet man die „richtige“ Hochschule? Pragmatiker und Heimatverbundene schreiben sich eher an ihrer regionalen Hochschule ein, Hedonisten und Erfahrungssucher zieht es dagegen in die Metropolen. Und wer konsequent auf seine Karriere bedacht ist? Der verlässt sich auf das aktuelle Hochschulranking der Employer-Branding-Beratung Universum.

Rund 650 Personalverantwortliche fragte Universum, von welchen Universitäten sie in verschiedenen Fächern am liebsten ihre Mitarbeiter rekrutieren – und auf welche Kriterien sie dabei achten. Die Befragten verteilten sich auf alle wichtigen Branchen und kommen unter anderem aus Banken, der Chemieindustrie, dem Handel oder der Telekommunikationsbranche. Sie rekrutieren Mitarbeiter für kleinere Firmen ab zehn bis zu Konzernen mit mehr als 1000 Beschäftigten.

Jobchancen als wichtiges Kriterium

Tina Smetana ist die bei Universum für Deutschland verantwortliche Ländermanagerin und für die haben die Einschätzungen dieser Personaler großes Gewicht. „Studierende wählen ihre Hochschule nicht nur nach wissenschaftlichem Standing, sondern auch danach aus, wie ein Abschluss einer bestimmten Hochschule ihre Jobchancen beeinflusst“, so Frau Smetana. Und die Chancen steigen, je besser die Reputation der Alma Mater in den Personalabteilungen ist.

Die Absolventinnen und Absolventen einer Universität sind ihre wichtigsten Botschafter in der Wirtschaft. Leisten sie gute Arbeit, dann färbt das natürlich auf den Ruf der Hochschulen ab. „Wenn die Personaler selbst oder fähige Kollegen eine bestimmte Hochschule absolviert haben, wird diese im Zweifel besser bewertet“, sagt Tina Smetana. „Der gute Ruf wird dann zur sich selbst erfüllenden Prophezeiung.“

Das mache es wiederum schwerer für andere Hochschulen im Ranking aufzusteigen. Diese Institutionen müssten dann andere Wege finden, Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, so Smetana: „Man muss sich sichtbar machen, zum Beispiel, indem man mit Unternehmen kooperiert, die genau die Absolventen suchen, die man selbst ausbildet.“

Rankings als Unterstützung bei der Auswahl

Welche Universität sollte man also anpeilen, um bei Personalern Eindruck zu schinden? Besonders hoch geschätzt sind im aktuellen Ranking Absolventen der TU München (TUM). Die TUM landete in den zukunftsträchtigen Fächern Informatik und Wirtschaftsinformatik jeweils auf dem ersten Platz. Auf dem zweiten Platz in Informatik folgt das Karlsruhe Institut für Technologie (KIT), danach folgen die TU Berlin, die RWTH Aachen und die TU Darmstadt. In Wirtschaftsinformatik liegt die TU Darmstadt auf Rang zwei, gefolgt von den Universitäten in Mannheim, Köln und Hohenheim.

 

 

Text-Quelle: www.wiwo.de

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Ein MBA-Studium als sicheres Karrieresprungbrett?

Für wen ein MBA-Studium interessant ist

Das Erststudium wurde erfolgreich absolviert und im Job läuft alles vielversprechend, doch irgendwie fehlt die Herausforderung. Wer eine Führungsposition einnehmen und seine Kompetenzen im Managementwesen gezielt weiterentwickeln möchte, der könnte dies mit einem Master of Business Administration umsetzen.

Bei diesem speziellen Master handelt es sich um ein generalistisches Management-Studium. Es soll die Studierenden strategisch auf verschiedenste Führungsaufgaben vorbereiten. Sie lernen, wie Unternehmen intern funktionieren, wie Teams am besten arbeiten und wie Aufgaben sinnvoll verteilt werden.

„Der MBA richtet sich vor allem an Nicht-Wirtschaftswissenschaftler, die sich für einen Managementjob fit machen und sich wirtschaftswissenschaftlich weiterbilden wollen“, erklärt Detlev Kran, Weiterbildungsexperte und Autor des Buches „MBA-Guide“.

Unterschiedliche Studienvarianten

Ein MBA-Studium kann man in verschiedenen Varianten studieren. Am häufigsten ist die berufsbegleitende, bei der man die Studienkurse an den Wochenenden oder unter der Woche abends besucht. Weil auch zu Hause einige Online-Kurse absolviert werden müssen, spielt bei der Entscheidung für den berufsbegleitenden MBA Studiengang der eigene Antrieb eine große Rolle.

Grundsätzlich sollte man von einem MBA-Studium die Finger lassen, wenn man es nur für den Karrierekick macht und keine echte Begeisterung dafür aufbringt. Ein berufsbegleitendes Studium ist hart und man bewältigt es nur mit hoher Eigenmotivation, das weiß auch Frank Ziegele vom Centrum für Hochschulentwicklung (CHE). Für das berufsbegleitende MBA-Studium sollten die Weiterbildungswilligen etwa zwei bis drei Jahre einplanen. Alternativ lässt sich der MBA auch in Vollzeit studieren, dann dauert es etwa ein bis zwei Jahre bis zum Abschluss.

Berufserfahrung ist das A und O

Ein Uni-Abschluss und Erfahrung im Job sind grundlegende Bedingung für MBA Programme. „Als Voraussetzung sehen die Richtlinien mindestens eine einjährige einschlägige Berufserfahrung vor“, erklärt Kerstin Fink von der FIBAA, einer Akkreditierungsagentur, die für die Begutachtung von Studiengängen zuständig ist. Manche Hochschulen verlangen allerdings aber mindestens fünf Jahre in einem Unternehmen.

Unter den Business Schools, an denen man einen MBA erwerben kann, sind viele, die von privaten Unternehmen betrieben werden und darum fallen die Gebühren oft recht hoch aus. „Zu den Studiengebühren kommen aber weitere Kosten, zum Beispiel Reisekosten und die Unterkunft am jeweiligen Hochschulstandort dazu“, gibt Frank Ziegele vom CHE zu bedenken.

Und nach dem MBA-Studium ein Top-Gehalt?

Ob nach dem Abschluss wirklich ein Managergehalt winkt, kommt auf die jeweilige Branche an, in der man arbeitet. Für den Bereich Digitalwirtschaft gilt es nicht unbedingt. „Ein MBA taugt hier eher zur kurzfristigen Gehalts- und Karriereoptimierung und auch eher am Anfang des Berufslebens“, erklärt Martina van Hettinga von der Personal- und Organisationsberatung i-potentials. Für das Gehalt und langfristige Aufstiegschancen in der Digitalwirtschaft zählen vor allem die praktische Erfahrung und eine Persönlichkeit, welche ausgereift und den Anforderungen der jeweiligen Rolle gewachsen ist.

Hohe Gehaltssprünge und zum Teil sogar Verdoppelungen können vor allem jene Absolventinnen und Absolventen erwarten, „die an einem MBA an einer der internationalen Top-Business-Schools in Vollzeitprogrammen teilnehmen“, so die Einschätzung des oben erwähnten Autors Detlev Kran.

 

Text-Quelle: www.merkur.de

Bild-Quelle: Pixabay

Wissenswertes zum Thema MBA Fernstudium

Wer ein MBA Fernstudium beginnen und den gleichnamigen Abschlusstitel MBA erlangen möchte, der  sollte viel Selbstdisziplin und ein entsprechendes Maß an Organisationstalent mitbringen. Die Inhalte eines MBA Fernstudiums sind die gleichen wie beim regulären Studium direkt an der Hochschule. Derzeit werden im deutschsprachigen Raum rund 50 Fernstudiengänge mit MBA Abschluss angeboten. Manche Hochschulen kooperieren dabei mit Partnerhochschulen in Ländern wie etwa Großbritannien oder den Vereinigten Staaten.

Die Vorteile

Für das Studium des Master of Business Administration muss man nicht den Wohnort wechseln oder in unmittelbarer Nähe einer Hochschule leben. Es gibt keine fest vorgegebenen Anwesenheitszeiten und man kann sich die Studienzeit vollkommen individuell einteilen und abends oder am Wochenende lernen. Es gibt jedoch bestimmte Präsenzzeiten, die man vor Studienbeginn an der jeweiligen Hochschule oder Universität erfragen kann. Zu diesen Zeiten muss man bei einer Außenstelle oder direkt an der gewählten Fernschule persönlich erscheinen. Ein Fernstudium ist in jedem Fall bestens für all jene geeignet, die in Vollzeit im Berufsleben stehen. Absolventen eines MBA Fernstudiums werden oftmals bei Bewerbungen bevorzugt, weil sie dieses Studium freiwillig gewählt und selbst finanziert haben. Diese Kriterien hinterlassen bei den Arbeitgebern einen stark positiven Eindruck.

Die Nachteile

Man benötigt großen Lerneifer, denn der zu bewältigende Lehrstoff ist meist sehr umfangreich. Die Inhalte müssen selbst erarbeitet werden und auch die Prüfungsvorbereitung erfolgt in kompletter Eigenregie. Es gibt keine Studienkollegen oder Professoren, mit denen man sich zwischenzeitlich über die Studienfächer und deren Inhalte austauschen kann. Wer nicht zielorientiert und diszipliniert vorgeht, gerät in Gefahr zum Studienabbrecher zu werden, deren Rate bei etwa 30 Prozent liegt. Ein Lichtblick in Bezug auf die mangelnde Interaktion sind aber verschiedene Online-Campus-Installationen, Chat-Rooms oder Lernplattformen, deren Anzahl stetig zunimmt.

Welche Voraussetzungen sind zu erfüllen?

Eine der Bedingungen für die Zulassung zu einem MBA Fernstudium ist ein erfolgreich absolviertes Studium und die Erlangung eines Bachelor- oder Diplom-Titels, wobei beides ebenfalls durch ein Fernstudium erreicht werden kann. Darüber hinaus sollte man zwischen 2 und 5 Jahren Berufserfahrung besitzen, der geforderte Zeitraum ist je nach Hochschule und Spezialisierung unterschiedlich.

Zur Dauer eines MBA Fernstudiums

Diese ist von vielen Faktoren abhängig wie zum Beispiel von der gewählten Hochschule und hängt zudem von der Disziplin des Studenten ab. Im Regelfall beträgt die Studiendauer 18 bis etwa 30 Monate.

Wenn man das Ziel erreicht hat

Der mit dem Fernstudium erlangte MBA Titel entspricht voll und ganz jenem, der durch ein reguläres Studium verliehen wird. Ein Abschluss mag zwar hart erkämpft sein, aber umso schöner ist es, danach die Früchte dieses Fleißes zu ernten. Viele Absolventen arbeiten in führenden Positionen von Unternehmen der internationalen Wirtschaft. Dies wird auch dadurch belegt, dass der Anteil jener Studenten, welche ein Fernstudium absolvieren, zwischen 20 bis teilweise sogar 50 Prozent beträgt, gemessen an der Anzahl aller MBA Studenten.

 

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