GMAT oder GRE – Eine von vielen Entscheidungen bei der Studienplanung

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Es gibt viele Themen, mit denen sich zukünftige MBA Kandidatinnen und Kandidaten befassen müssen, bevor sie ein bestimmtes Studienprogramm auswählen. Dazu gehört auch die Wahl des standardisierten Zulassungstests, welchen die Business Schools von ihren Bewerberinnen und Bewerben fordern.

Früher fiel die Entscheidung leicht, war doch der GMAT die offensichtlichste Wahl. Der GMAT ist eine Prüfung, die vom Graduate Management Admissions Council (GMAC), einer Business School-Gruppe, durchgeführt wird. In den vergangenen Jahren tendierten aber viele MBA-Kandidatinnen und -Kandidaten auch zum GRE-Test als Alternative zum GMAT.

Der GRE-Test (Graduate Record Examinations Test) wird durch ein Bildungs-Test-Service organisiert und besteht seit über 65 Jahren. Traditionell gesehen handelt es sich um einen allgemeinen und standardisierten Test, der für alle Ausbildungsniveaus ausgerichtet ist. Der GRE wurde 2011 adaptiert und steht seit seiner Überarbeitung in Konkurrenz mit dem GMAT. Es scheint zwar unwahrscheinlich, dass der GRE den GMAT jemals als erste Wahl der Zulassungsverantwortlichen sowie der Studieninteressierten ablösen wird, aber die Nutzung des GRE nimmt weiter zu.

Business Schools achten jedenfalls immer öfter darauf, dass ihre Kandidatinnen und Kandidaten in deren Leben schon Erfahrung gesammelt haben und ihre individuellen Perspektiven in den Klassen einbringen. Und es zeigte sich, dass die meisten davon mit größerer Wahrscheinlichkeit eine GRE-Prüfung absolviert haben.

Obwohl immer mehr Schulen den GRE-Test akzeptieren, werden seine Ergebnisse dennoch nicht mit denen eines GMAT-Tests gleichgesetzt. Unter den Kandidatinnen und Kandidaten, die beim GMAT- und beim GRE-Test gleich gute Ergebnisse erzielt haben, erweisen sich die Chance für jene besser, welche sich mit dem Ergebnis eines GMAT-Tests bewerben.

Für diese nach wie vor existierende Bevorzugung gibt es viele Gründe. Eine Annahme wäre zum Beispiel, dass der GRE eine allgemeine Prüfung ist, die von Kandidatinnen und Kandidaten der verschiedensten schulischen Hintergründe unterzogen werden kann. Das kann ein Nachteil für die Bewerberin oder den Bewerber sein. Jemand, der ein GMAT-Testergebnis vorlegt, wird noch immer als eine Person angesehen, die mehr Augenmerk auf ihre persönliche Karriere legt als eine Person, die ein GRE-Testergebnis vorlegt, mit dem man viele andere Ausbildungen absolvieren kann.

Wenngleich der GMAT und der GRE so unterschiedlich betrachtet werden, so teilen sich diese beiden Tests doch einige Qualitäten. Trotz ihrer Verschiedenheit laufen beide Prüfungen nämlich auf dasselbe hinaus, wenn man die folgenden in beiden Tests gestellten Fragen betrachtet: Sind Sie in der Lage, kritisch zu denken? Schenken Sie Details Ihre Aufmerksamkeit? Können Sie die richtigen Entscheidungen treffen? MBA-Bewerberinnen und -Bewerber sollten sich also nicht in Panik versetzen lassen – sondern sich vor allem mit der letzten Frage befassen.

Text-Quelle: www.economist.com

Bild-Quelle: www.prepadviser.com

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