Das passende Girokonto für Studentinnen und Studenten

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Das Abitur in der Tasche und jetzt ab zum Studium … Die Verwirklichung eines Studiums ist für die meisten Abiturienten der erste Abschnitt in ihrem jungen Erwachsenenleben, den sie selbstständig beschreiten.

Vieles wird auf einmal neu sein. Dazu gehört ein geeigneter Studienplatz, oft ein neuer Wohnort, das erste Zuhause außerhalb des Elternhauses und ein eigenes Girokonto, das nicht mehr als Schüler-Girokonto klassifiziert ist, sondern den Status „für Studenten“ trägt.  Viele Fragen rund um das neue Studenten-Dasein tauchen auf.

Die eigenen Finanzen studieren

Für einen angehenden Studenten gibt es eine Menge finanzieller Fragen zu regeln.
Zuallererst dürfen Studenten die Finanzierung des Studiums klären: Können die Eltern den Studienplatz finanzieren oder sichert ein Bafög-Antrag die Finanzierung? Haben die Eltern nicht die finanziellen Mittel, um die Kosten für das Studium zu übernehmen, stehen die Finanzierungsmöglichkeiten inzwischen sehr gut. Die Bedarfssätze sind für Studenten, die nicht mehr bei ihren Eltern wohnen, seit dem Wintersemester 2016/17 um ganze sieben Prozent gestiegen. Das Bafög finanziert dabei die Studiengebühren und natürlich auch die Wohn- und Lebenshaltungskosten des Studenten. Der Höchstsatz für Studenten liegt aktuell bei 735 Euro.

Ein eigenes Girokonto einzurichten, ist für viele angehende Studenten jedoch nur ein Teil des neuen Studentenlebens. Für einen frischgebackenen Abiturienten steht oft erst noch die Auswahl des richtigen Studienplatzes zur Debatte. Das MBA-Infoportal bietet hier eine umfangreiche Übersicht aus über 300 deutschsprachigen Studienorten zur Verfügung. Auch auf die vielen Fragen rund um die Bewerbung zum Studium, gibt es hier Antworten: Welche Unterlagen nötig sind, welche Voraussetzungen für die Zulassung zu einem MBA-Studiengang erfüllt sein müssen und weitere Infos zu Stipendien findet man hier.

Worauf ist bei der Girokonto-Auswahl zu achten?

Gerade ein Student muss seine – oft nicht zu üppigen – Finanzen im Griff haben. Deswegen sollte ein Girokonto für Studierende auch keine zusätzlichen Kosten verursachen. Beim Girokontovergleich präsentieren sich passgenau die infrage kommenden Geldinstitute, indem der geschätzte Geldeingang, die gewünschte Kartenart und das durchschnittliche Minus als Bemessungsgrundlage gesetzt werden.

Die meisten Direkt- oder Filialbanken bieten entsprechende Girokonten kostenlos an, inklusive der Giro- oder Visa-Card. Manche Banken bieten zusätzlich die Möglichkeit eines kleinen Dispo-Kredites an. Die Höhe dieses Überziehungskredites richtet sich dann nach der Höhe der regelmäßigen, monatlichen Geldeingänge, also nach dem Bafög-Betrag, dem Unterhalt der Eltern oder dem eigenen, meist geringen Einkommen aus einem Nebenjob.

Wiederum andere Banken wollen das Banking für Studenten attraktiv machen und versuchen dies mit Prämien auf den Eingang der laufenden Beträge oder mit einer Gutschrift bei Eröffnung des Kontos.

Die günstigsten Kriterien für ein studentisches Girokonto

Für die meisten Studenten ist ein solches Girokonto das erste selbstverwaltete Bankkonto. Um das Konto einzurichten, ist in der Regel der Nachweis einer gültigen Immatrikulationsbescheinigung nötig. Die Konditionen gelten allerdings nicht unbegrenzt weiter. Sobald das Studium endet, kostet das Girokonto wieder Geld. Auch da bieten Direktbanken meist weiterhin Gebührenfreiheit an. Manche Institute haben auch eine Altersbeschränkung – in der Regel bis zu einem Höchstalter von 25 Jahren.

  • Ohne Kontoführungsgebühr. Meist bieten Direktbanken ein kostenloses Girokonto für Studenten an. Allerdings ist dies an bestimmte Konditionen gebunden. So muss ein Mindestgeldeingang von circa 1000 bis 1200 Euro gewährleistet sein. Sind die Geldeingänge durch Bafög oder Unterhaltszahlungen regelmäßig, so kann der Gesamtbetrag auch niedriger sein. Zu prüfen bleibt, ob die fehlende Kontoführungsgebühr auf Dauer oder nur für die ersten zwei Jahre gilt.
  • Giro- oder Visa-Card. Eine Girobankkarte gibt es bei den kostenlosen Girokonten meist gratis dazu. Anders sieht es bei einer Kredit- oder Visa-Card aus. Hier erfolgt zunächst die Überprüfung der Bonität des Kontoinhabers – oft auch mit Hilfe der Schufa-Auskunft. Für Studenten gibt es nur selten einen Kreditrahmen.
  • Banking ohne zusätzliche Gebühren. Ein komplett kostenloses Banking bezieht noch mehr Dienstleistungen mit ein. Zu prüfen ist in diesem Zusammenhang, ob auch Überweisungen sowie das Abheben am Geldautomat innerhalb oder außerhalb des Bankenverbundes kostenfrei sind. Die hierfür entstehenden Kosten können unter Umständen eine fehlende Kontoführungsgebühr schnell aufwiegen.

Prämien versus Zinsen

Wer als Student schon einen finanziellen Vorteil aus seinem Banking ziehen will, sollte auf ein Girokonto setzen, das ein Prämienprogramm bietet. Damit wollen die Bankinstitute ihre Kunden für sich gewinnen. Schon bei der Kontoeröffnung kann von einem Startguthaben profitiert werden. Diese Gutschrift kann bis zu 150 Euro betragen. Des Weiteren werden Jahresprämien geboten, die abhängig vom monatlichen Geldeingang berechnet werden. Auch können Prämien bei einer Weiterempfehlung des Bankinstituts gewährt werden.

Allerdings gilt es bei den Prämien aufzupassen: Nicht alles ist dabei ein Geldbetrag. Manche Institute bieten einen Bonus nur in Form von Reisegutscheinen an. Eine andere Variante ist ein Girokonto mit Zinsen, dabei gilt die Verzinsung des Guthabens unabhängig vom Betrag. Die Höhe der Zinsen ist jedoch eher gering und liegt selten über einem Prozent. Wer gut mit seinen Finanzen zu haushalten weiß, dem wird gern von den Banken ein attraktiver Überziehungskredit gewährt.

Weitere Finanzierungsmöglichkeiten für Studentinnen und Studenten

Als Studierender hat man in der Regel einen vollen Tagesablauf, aber einen schmalen Geldbeutel. Die Finanzierung über Bafög oder über den Unterhalt der Eltern reicht oft nicht aus, um gut über die Runden zu kommen.

Es gibt eine Menge Möglichkeiten, neben dem Studium Geld zu verdienen. Über das interne Studentenwerk können sich Studenten über Jobs vor Ort informieren. An der Hochschule gibt es oft auch noch Aushänge über angebotene Studentenjobs. Wer sich online auf die Suche begibt, findet eine Menge Portale für 1-Tages- oder dauerhafte Studentenjobs.

Wer im Studium was dazu verdienen will, kann dies auch im Rahmen eines bezahlten Praktikums machen. Dieses Praktikum ist oft Pflicht-Bestandteil innerhalb des Studiums, so können zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden: Praxis im Fachgebiet sammeln und einen Nebenverdienst bekommen.

Vor der Kontoeröffnung in Ruhe vergleichen

Die Banken sind naturgemäß immer daran interessiert, neue Kunden für sich zu gewinnen. Gerade ein unerfahrener Student kann sich dabei schnell etwas aufdrängen lassen. Es lohnt sich, gerade als Studienanfänger in Ruhe Vergleichsportale zu studieren und sich im Vorfeld einer Kontoeröffnung über Vor- und Nachteile der angebotenen Modelle zu informieren.

 

 

Abbildung 1: pixabay.com © andrewt8 (Creative Commons CC0)

Abbildung 2: pixabay.com © StockSnap (Creative Commons CC0)

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