Wie man sich im Studium oder bei der Arbeit vor Ablenkung schützt

Veröffentlicht am

Egal ob im Studium oder bei der Arbeit: Wer kennt die vielfältigen Arten an Ablenkung nicht – das kurze Prüfen der E-Mail-Eingänge, der rasche Blick in ein Social-Media-Profil  oder den kleinen Plausch mit Kolleginnen und Kollegen?

Sowohl zu Hause, als auch im Büro oder an der Uni hat man mit den vielfältigsten Arten an Ablenkung zu tun. Was viele dabei nicht wissen: Nach einer Unterbrechung kann es bis zu 23 Minuten dauern, bis man sich wieder auf die ursprüngliche Aufgabe konzentrieren kann. Und das Schlimme daran ist, dass Ablenkungen immer wieder neue Ablenkungen schaffen. Im nachfolgenden Artikel geben wir ein paar Tipps, wie man dem effektiv entgegenwirken kann.

Für den richtigen Umgang mit Ablenkungen gibt es generell zwei Strategien

Versuchen Sie es beispielsweise einmal mit der „Stillen Stunde“: Setzen Sie sich dabei das Ziel, täglich zu einem festen Termin mindestens 1 Stunde lang ohne Ablenkung zu arbeiten. Besonders hilfreich ist  dabei, wenn man sich komplett  von der Umwelt abkapselt und dazu das Telefon und Handy abstellt (nicht nur den Ton abdrehen, sondern auch die Vibrationsfunktion). Oder Sie bringen ein „Bitte nicht stören“-Schild an Ihrer Büro- bzw. Zimmertür an und rufen Sie keinesfalls E-Mails ab! Schon nach kurzer Zeit wird man feststellen, dass 1 Stunde konzentriertes Arbeiten die Zufriedenheit und Qualität der Arbeit merklich steigert.

Es ist klar, dass man für die „Stille Stunde“ auch Selbstdisziplin benötigt. Wer sich leicht ablenken lässt, der wird wenige große Erfolge erreichen. Und obendrein müssen zum Beispiel der Vorgesetzte und die Kollegen bzw. Studienkollegen darüber informiert werden,  warum man eine gewisse Zeit nicht erreichbar ist.

Probieren Sie es doch einmal damit, dass Sie den Kontext ändern wie etwa in dieser Situation: Liegen Süßigkeiten auf Ihrem Tisch, dann isst man doppelt so viele als ob diese meterweit entfernt sind und man erst dorthin gehen muss. Was nicht direkt erreichbar ist, das wird nicht so oft genutzt. Ein Muster, das man auf viele andere Ablenkungen übertragen kann: Ist etwa das Smartphone nicht griffbereit, dann prüft man auch nicht alle fünf Minuten Facebook, Instagram & Co.

Kollegen und Meetings zählen zu den ganz konkreten Störungen

An manchen Tagen herrscht in Ihrem Büro ein Zugang wie im Taubenschlag? Der eine Kollege kommt vorbei und fragt kurz, wie das Wochenende war, der andere möchte eine rasche Rückmeldung zu seinem E-Mail, eine weitere Kollegin braucht rasch Ihre Unterstützung bei einer Auswertung. Klar ist daran nichts Schlimmes, aber vor allem bei der Arbeit an wichtigen Projekten erweisen sich solche Unterbrechungen als extrem störend. Dafür gibt es einen sehr einfachen und zuvor bereits erwähnten Tipp – vorausgesetzt man befindet sich in einem Raum mit Tür – man schließt diese Tür! Wer nicht aus dem Konzept gebracht werden möchten, dem hilft ein simples „Bitte nicht stören“-Schild.

Eine weitere einfache und effiziente Möglichkeit der Vermeidung ist von Ablenkung ist das Setzen von Grenzen. Teilen Sie den Kollegen ruhig mit, dass Sie gerade mit einem wichtigen Projekt beschäftigt sind und sich gerne später austauschen können – so stößt man niemanden vor den Kopf.

Falls man in einem Großraumbüro arbeitet, dann können Ohrstöpsel oder Noise-Cancelling-Kopfhörer mit etwas Musik eine wirksame Variante sein, um die umgebenden Gespräche „auszuschalten“. Natürlich kann man auch das Büro, Arbeitszimmer etc. verlassen und sich ein ruhiges Plätzchen suchen. Wer sich für ein paar Stunden an einen stillen Ort zurückzieht, dem geht die Arbeit auch leichter von der Hand.

Auch lange Meetings haben einen Einfluss auf die Produktivität

Wenn man weiß, dass ein Meeting lange dauern wird, dann kann man versuchen, es durch proaktive Maßnahmen effektiv zu gestalten und auf diese Weise eventuell zu verkürzen: Gibt es zum Beispiel keine Agenda oder keinen Verantwortlichen, dann übernehmen Sie einfach diese Aufgabe.

Zusätzlich sollten Meetings im Block geplant werden. Es bringt wenig, wenn man 30 Minuten Pause zwischen einzelnen Besprechungen macht, denn in diesem Zeitraum kann man kaum sinnvolle Arbeiten erledigen. Wenn möglich, sollte man deshalb versuchen, die Meetings nacheinander in einem Gesamtblock zu planen und die weiteren Aufgaben an den Beginn oder das Ende des Arbeitstages zu legen.

E-Mails, Anrufe und Social Media als technische Ablenkungen

E-Mails

Ändern Sie die Einstellungen beim E-Mail-Empfang so, dass diese ohne Signal erfolgen. Man kann in jedem E-Mail-Programm den akustischen und optischen Alarm deaktivieren. Darüber hinaus sollte man E-Mails immer im Block abarbeiten, am besten zu festgelegten Zeiten, z. B. am Anfang und am Ende des Arbeitstages.

Telefon und Handy

Bei geschäftliche Anrufen schaltet man das Telefon stumm oder auf „Bitte nicht stören“. Beim Anruf eines wichtigen Kunden, sollten Sie natürlich schon ans Telefon gehen.

Wenn es um private Anrufe geht, dann kann man der Familie und den Freunden sagen, dass sie nur am Handy anrufen sollen. Wer überhaupt nicht gestört werden will, der schaltet das Handy komplett lautlos und ruft dann zurück, wenn es zeitlich passt. Wer sein Handy an einen schwer erreichbaren Platz legt, hat auch keine so große Versuchung, es zu benutzen.

In Bezug auf Textnachrichten ist man verleitet, zeitnah auf eine SMS oder WhatsApp-Nachricht zu antworten, doch das kann die Produktivität ebenfalls stören. Deshalb sollte man nur antworten, wenn man tatsächlich Zeit dafür hat. Wie zuvor erwähnt hilft es sehr, wenn das Handy nicht am Schreibtisch griffbereit ist.

Social Media

Wer seine Passwörter nicht speichert, kann sich in den Social Media auch nicht zwischendurch mal schnell anmelden. Außerdem sollte man darauf verzichten, bestimmte Seiten als Lesezeichen abzuspeichern und somit rasch abrufbar zu machen. Ein sehr hilfreicher Schutz vor Ablenkung ist zudem das Installieren von Vollbildschirm-Schreibprogrammen. Programme wie beispielsweise Ommwriter, WriteMonkey oder JDarkRoom unterstützen dabei, die Konzentration vollkommen auf das Texten zu richten. Wenn diese Schreibprogramme im Vollbildschirm-Modus genutzt werden, dann blendet man alle optischen und akustischen Einflüsse aus, die nichts mit dem Schreibprozess zu tun haben.

Ein wohlgemeinter Ratschlag zu guter Letzt: Pflegen Sie echte soziale Kontakte anstatt in Ihren Pausen in den Social Media die neusten Meldungen zu checken! Wer sich zum Beispiel morgens eine To-Do-List erstellt und diese vormittags abarbeitet, hat mittags Zeit für ein gemütliches Essen mit  Kollegen oder Freunden und kann sich dabei bewusst und positiv ablenken sowie neue Energie tanken.

 

Text-Quelle: www.access.de

Bild-Quelle: Pixabay

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.