Sind Sie ein Status Seeker oder vielleicht ein Career Revitalizer?

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Wer sich mit dem Gedanken spielt, eine Business School zu besuchen, der beschäftigt sich dabei natürlich mit der Motivation für eine eventuelle Weiterbildung. Möchte man die Karriere vorantreiben oder vielleicht erst so richtig damit durchstarten? Möchten Sie die Welt zu einem besseren Ort machen oder wollen Sie schlicht und einfach nur mehr Geld verdienen?

Egal wo auf der Welt Sie leben, abhängig von Ihrer Antwort fallen Sie höchstwahrscheinlich in eine von sieben Kategorien, welche der Graduate Management Admissions Council  (GMAC) in einer aktuellen Studie ermittelt hat. Anstatt mehr darüber in Erfahrung zu bringen, wer sich für Graduate Management Education (GME) interessiert (GME) und dazu typischerweise die demografische Informationen dazu zu sammeln, versuchte der GMAC Informationen darüber zu erlangen, warum die Studieninteressierten dies tun. Dabei stellte man fest, dass die unterschiedlichen Motivationen in bestimmte Typen eingeteilt werden können.

Blog 77_PictureZum Beispiel der Status Seeker: Seine Motivation begründet sich auf dem Wunsch, ein Vorbild zu sein, die Familie stolz zu machen und sich von den anderen abzuheben. Global Strivers wollen internationale Anerkennung und in anderen Ländern Zugang zu Beschäftigungsmöglichkeiten gewinnen. Balanced Careerists wollen mehr Stabilität, aber auch Fortschritt in ihrem Job. Carrer Revitalizers wiederum wollen sich am besten neu erfinden.

Socioeconomic Climbers wollen mehr Geld verdienen, ihren sozio-ökonomischen Status verbessern und ihren Kindern eine bessere Zukunft ermöglichen. Skill Upgraders wollen ihre Fähigkeiten in der Führung und im Management optimieren. Und Impactful Innovators wollen bestimmte Fähigkeiten verbessern, so dass sie größere soziale Auswirkungen erzielen können.

Ein gewaltiges Unterfangen für einen reichen Schatz an Daten

Die zuvor erwähnte GMAC-Studie wurde in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut IPSOS durchgeführt und bietet einen detaillierten Blick nicht nur auf die Mentalitäten und Einstellungen der GME-Kandidatinnen und -Kandidaten, sondern auch darauf, an wie vielen Schools sie sich bewerben, wie ihre Karriere-Timeline aussieht, was ihnen bei der Auswahl einer School am wichtigsten ist sowie Antworten auf viele andere Fragen.

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Sangeet Chowfla, GMAC-Präsident und CEO

Im Gegensatz zu Studien, die sich nur auf demographische Faktoren konzentrieren, können Studien über die Motivation kulturelle Voreingenommenheit vermeiden und sie sind über einen längeren Zeitraum stabil. Zu dieser Auffassung gelangt GMAC-Präsident und CEO Sangeet Chowfla im Hinblick auf die Ergebnisse der Studie. Das macht sie einerseits recht wertvoll, aber auch schwieriger umsetzbar. GMAC befragte insgesamt 5.900 Kandidatinnen und Kandidaten, die sich für ein Business Master-Programm interessieren. Die Studie wurde in 15 Ländern, einschließlich den USA, Indien, China, Großbritannien, Frankreich, Deutschland und Russland durchgeführt.  Und sie wurde in 12 verschiedenen Sprachen bereitgestellt um kulturelle Voreingenommenheit zu vermeiden, die durch Fragebögen in rein englischer Sprache hätten entstehen könnten. Außerdem wurden nur diejenigen Studieninteressierten kontaktiert, welche sich innerhalb der letzten 24 Monate vor dem Beginn der Studie für ein Business MBA- oder Master-Programm beworben hatten.

Es wurde bewusst darauf verzichtet, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Studie durch deren Bewerbung an nur einer ganz bestimmten Art von School einzuschränken. Damit wurde gewährleistet, dass die Studienprobe eine breite Schicht an Studierenden abdeckt, unabhängig vom späteren Abschluss-Grad und unabhängig von der Art des angestrebten Studiums.

Tauchgang in die ermittelten Daten

Während jedes der sieben Segmente in allen 15 Ländern auftaucht, die in der Studie intergiert sind, so gibt es sie länderspezifisch doch in unterschiedlichem Ausmaß. In den USA zum Beispiel – wie in der gesamten Studie – präsentiert sich der Status Seeker als das größte Segment. Diese wurden in erster Linie als Individuen definiert, denen ein MBA-Abschluss das größte Anliegen ist. In Indien wiederum ist das Segment der Global Strivers ein sehr großes, in Deutschland stechen die Balanced Careerists hervor und in China die Carrer Revitalizers. Laut Sangeet Chowfla findet man diese 7 psychographischen Profile so ziemlich in jedem Land, das untersucht wurde.

Die Studie umfasst eine umfassende Menge an Details. So etwa bewarben sich 83 Prozent der Status Seekers an nur einer einzigen School, der Durchschnitt für das Segment betrug 2,4 Schools. Globale Strivers befassten sich intensiver mit dem Erhalt der Studienmittel und der Studienfinanzierung. So taten es auch die Socioeconomic Climbers, wohingegen die Skill Upgraders sich besonders stark mit der Aufnahmeprüfung befassten. Balanced Careerists war es auffällig oft sehr wichtig, dass die School, an der sie studieren wollen, in der Nähe ihres Zuhauses und ihrer Arbeit ist. Impactful Innovators war der akademische Ruf über die Maßen wichtig und Carrer Revitalizers vor allem die Qualität der Fakultät.

Darüber hinaus stellte die Studie fest, dass Global Strivers, die wirklich eine globale oder eine multinationale Karriere aufbauen möchten, eher MBA Vollzeitprogrammen tendieren. Bei den Balanced Careerists wiederum fiel ins Auge, dass sie sehr stark an einer Work-Life-Balance interessiert sind.

Die Studie hilft Schools dabei, ihre Ressourcen besser einzuteilen

Sangeet Chowfla vom GMAC kann sich vorstellen, dass Schools durch das Wissen über die einzelnen Segmente, zu denen ihre Bewerberinnen und Bewerber gehören,  die Kandidatinnen und Kandidaten gezielter ansprechen und einteilen können. Dies unterstützt sie bei der Vorbereitung und Durchführung ihrer Rekrutierungsaktivitäten.

Vergleicht man beispielsweise die zwei Segmente Socioeconomic Climbers, welche ein tolles Gehalt am meisten interessiert, und die Skill Upgraders, welche die persönliche Weiterentwicklung anstreben, so sind dies eigentlich zwei diametral gegenüberliegende Segmente. Wenn eine School nun ein MBA- oder Master-Programm anbietet, welches eines der beiden Segmente eher anspricht, so wird die School ihre Ressourcen für die Rekrutierung Ressourcen dementsprechend planen.

Viele Schools nutzen bereits eine Form der Segmentierung, allerdings beruht diese im Allgemeinen auf demographischen Eigenschaften. Mit den Ergebnissen des GMAC-Studie und des Marktforschungsinstitutes IPSOS erhalten die Schools jetzt eine wissenschaftliche Basis an Daten, welche global ermittelt wurden und die Weltbevölkerung miteinbeziehen.

 

 

 

Text-Quelle: www.poetsandquants.com

 

Bild-Quellen: www.poetsandquants.com (Bild 1), www.poetsandquants.com (Bild 2)

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