„.mba“ – die zukünftige Domain-Endung von Business Schools?

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Das Erreichen und die Aufrechterhaltung eines herausragenden Online-Rufs wird in der modernen Gesellschaft immer wichtiger. Diese Ansicht wird MBA Studentinnen und Studenten während Ihres Manager-Studiums oftmals vermittelt. Das Streben nach einem Online-Auftritt, der sich von der Masse abhebt, ist nicht nur eine strategische Wirtschaftspraxis, sondern beinahe schon eine Predigt – und das aus gutem Grund.

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Gemäß Quacquarelli Symonds, einem weltweit führenden Anbieter von Fachhochschulbildung und Berufsinformationen, besuchen zwei Drittel aller Studienbewerber die Websites von Business Schools und informieren sich dort vorab über deren Studienprogramme. Darin zeigt sich, welch wichtige Rolle das Internet im Wettbewerb der Business Schools spielt. Vor diesem Hintergrund könnte es besonders für Dekane von höchstem Interesse sein, dass die Buchstabenkombination „mba“ nach dem Punkt in der Website-URL-Adresse in naher Zukunft käuflich erworben werden kann.

Das macht die Annahme naheliegend, dass so manche Schulen bald ihren Anspruch auf eine Website-URL erheben, die beispielsweise “Name der School.mba” lautet. Auslöser der für Business Schools interessanten Kaufoption war das US Unternehmen Donuts Inc., welches sich mit der Registrierung von generischen Top Level Domains (gTLD) befasst. Die Firma hat sich dabei gegen namhafte Mitbewerber wie Google durchgesetzt und sicherte sich so die Rechte an der Domainvergabe von „.mba“, welche vor allem Business Schools und branchenverwandte Unternehmen interessieren wird. Der Preis für die Sicherung der Rechte an dieser Domain-Endung wurde nicht bekanntgegeben, Donuts Inc. wies aber daraufhin hin, dass jeder die Domainendung „.mba“ erwerben kann, der sie nutzen möchte – unabhängig von einem akademischen Hintergrund.

Der Geschäftsinhaber von Donuts Inc. glaubt, dass es ein bedeutendes Interesse an der Domain-Endung geben wird, nicht zuletzt deshalb, weil es neue Optionen für diejenigen bietet, die durch Nutzung der traditionellen Endungen “.com” oder “.edu” eine geringer werdende Anzahl an Website-Besuchern haben. Schließlich sind diese Endungen bereits seit Jahrzehnten im Domain-Handel erhältlich und haben damit ihre Exklusivität verloren. Es wird wohl nicht lange dauern, bis die Domain-Endung „.mba“ auch das Interesse von Spekulanten weckt, welche sie zu hohen Gebühren weiterverkaufen.

Ob und wie viele Business Schools sich dazu entschließen, die Domain-Endung „.mba” zu erwerben und zu nutzen, bleibt fraglich. Gibt es doch schon viele andere generische Top Level Domains, die durch ihre individuelle Spezialisierung aus der Masse hervorstechen. So etwa besitzt das britische Museum die Domain „the.british.museum“, aber die meisten Website-Besucher kommen weiterhin über die per Websuche gefundene Adresse „britishmuseum.org“.

Etablierte Bildungseinrichtungen wie die MIT, Harvard und Stanford sind nicht nur weltweit bekannte Schools mit einem ausgezeichneten akademischen Ruf. Sie setzen auch nach wie vor auf ihre Domain-Endung „.edu“ und sind gegenüber der neuen sowie noch wenig getesteten Domain-Endung „.mba“ eher skeptisch eingestellt. Das ist der Grund, warum ihre derzeitige Bereitschaft zum Umstieg als eher gering einzustufen ist. Wahrscheinlicher ist es, dass sich vor allem kleinere Institutionen an die neue Domain-Endung“.mba“ wagen oder dass MBA- und Master-Absolventen diese Endung für ihre persönlichen Websites nutzen. Nichtsdestotrotz wird es wohl eine Zunahme an Nutzern von „.mba“ geben, sobald die Domain-Endung offiziell angeboten wird. Potenzielle Kunden werden dann neben Business Schools oder Studienabsolventen sein, sondern ebenso Unternehmen, die sich mit der Analyse und dem Reporting am MBA-Sektor befassen. Obendrein gibt es hunderte Institutionen und Betriebe, welche dieselben Initialen für ihren Geschäftsbereich nutzen und damit als potenzielle Käufer in Frage kommen.

 

Bild-Quelle: Pixelio

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