Generationen im Wandel – auch in Bezug auf die Ausbildung und Karriereziele

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Die Generationen unterschieden sich in den letzten Jahrzehnten nicht nur durch das Alter. Man konnte auch einen stetigen Wandel beobachten, was die individuell gesteckten Ziele betraf.

Wenn man sehr weit zurückblickt, nämlich in die 1960-er Jahre, dann lebte die damalige Generation in Bezug auf ihre berufliche Weiterbildung besonders sorgenfrei. Diese Einstellung änderte sich in den 1990-er Jahren, die sich (wirtschaftlich) als eher mager erwiesen. Die Gründe für die Änderung der Blickweise sind vielfältig und beruhen auf verschiedensten Problematiken.

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Nichtsdestotrotz hat sich die Sichtweise auf die Aus- und Fortbildung an sich kaum verändert, wie das Graduate Management Admission Council (GMAC) in einer aktuellen Umfrage herausfand, die weltweit unter Business School-Studenten durchgeführt wurde. GMAC hat den international bekannten und standardisierten GMAT-Test entwickelt und ist auch für dessen Durchführung zuständig. Ein positiver GMAT-Test gilt als wichtiges Zugangskriterium für ein weiterführendes Studium an öffentlichen und privaten Universitäten und Colleges – vor allem in den USA und Großbritannien.

Was das Generationsthema betrifft, so lässt sich feststellen, dass jene, die sich zwischen 1981 und 1998 mit ihrer Karriereplanung beschäftigten, viel mehr an der beruflichen Weiterbildung und an einer erfolgreichen Karriere interessiert waren als jene, die sich zwischen 1950 und 1960 im Berufsleben befanden. Das ist nicht unbedingt ein Generationsunterschied, sondern vielmehr eines des Alters. Jemand, der gerade die ersten Sprossen der Karriereleiter erklimmt, wird wahrscheinlich immer nervöser sein, was die berufliche Zukunft betrifft, als jemand, der sich schon seit 30 Jahren oder länger im Berufsleben befindet und in verschiedenen Positionen gearbeitet hat.

Which MBA?, ein MBA-Portal von The Economist, hat deshalb einen genaueren Blick auf die Entwicklung im Bereich des MBA-Angebotes und dabei besonders auf die zunehmende Vielfalt an Online-Studienprogrammen geworfen. Interessanterweise zeigte sich dabei, dass Studieninteressierte in einer Zeit, in der sie tagtäglich mit digitalen Medien zu tun haben, sehr vorsichtig und überlegt sind, wenn es um die Nutzung von Online-Kursen geht. Die jüngeren unter ihnen haben bei einem 1-jährigen MBA-Studium kein Problem damit, nur die Hälfte der Studienzeit als Online-Studium zu absolvieren. Die älteren wiederum wollen gerade einmal ein Viertel ihrer Studienzeit in Präsenz-Kursen ablegen.

Es gibt einen guten Grund für diesen Unterschied in der Studienplanung. Ältere Studentinnen und Studenten sind meist bereits beruflich sehr eingespannt, Ihnen fällt es oft schwerer, den Beruf mit dem Studium – und gleichzeitig mit ihrem Privatleben – zu vereinbaren. Sie bevorzugen es, durch Einsatz des Computers online zu studieren als am Präsenz-Unterricht an einer Business School  teilzunehmen.

Nichtsdestotrotz ist es für jüngere Studenten, die gewissermaßen mit dem Internet aufgewachsen sind, wichtig, dass Sie an einem Face-to-Face-Unterricht teilnehmen. Dadurch lernen Sie soziale Kompetenz und erfahren, wie es ist, soziale Netzwerke im wahren Leben zu bilden.

In Bezug auf die Studienwahl und dessen Absolvierung spielen auch finanzielle Themen eine große Rolle. Ältere Studenten erhalten von ihren Arbeitgebern eher eine finanzielle Unterstützung, Sie bezahlen die Studienkosten oftmals teilweise und manchmal sogar vollständig. Jüngere Studenten habe es da schon schwerer und müssen häufig um eine Unterstützung kämpfen – entweder beim Arbeitgeber oder seitens ihrer Familie. In vielen Fällen wird Ihnen das Studium auch nur vorfinanziert und sie müssen die Studienkosten anschließend wieder vollständig zurückbezahlen. Diese Anstrengung bedingt, dass jüngere Studenten auch mehr für ihr Studiengeld verlangen und sich im Unterricht hochqualifizierte Professoren und erfahrene Experten wünschen, die ihnen die Lehrinhalte fachkundig und umfassend beibringen. Mit einer hervorragenden Ausbildung erhoffen sie sich beste Chancen in ihrem zukünftigen Berufsleben und eine bestmögliche Vorbereitung auf das Erklimmen der persönlichen Karriereleiter.

Jüngere Studenten sind darüber hinaus lieber im Präsenz-Unterricht, weil sie mehr Zeit in direktem Kontakt mit ihren Professoren verbringen möchten und sich dadurch besser betreut fühlen. Hinzu kommt der vermehrte persönliche Austausch mit ihren Studienkolleginnen und -kollegen.

Obwohl es laut GMAC eine Unmenge an Unterschieden zwischen den Generationen gibt, so bestehen auch einige Themen, denen jede Studentin und jeder Student zustimmt. So bevorzugen beinahe alle zukünftigen Studenten, unabhängig von ihrem Jahrgang, kleinere Klassengrößen. Zusätzlich wollen sie am realen Studentenleben teilnehmen und es an der jeweiligen Fakultät selbst erleben. Viele der Studieninteressierten sind außerdem unentschlossen, ob sie sich in einem Fachgebiet spezialisieren oder eher eine Vielfalt an Fachbereichen kennenlernen und studieren sollen. Und während jüngere Studieninteressierte misstrauisch auf Snapchat schauen, fragen sich die älteren, wie ihre Kollegen wohl ohne Smartphone überlebt haben. Nichtsdestotrotz es gibt einige Dinge, welche die Generationen vereinen anstatt sie zu trennen.

 

Text-Quelle: http://www.economist.com/whichmba

Bild-Quelle: Pixabay

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