Gap Year – der beste Zeitpunkt

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Gap Year – Modeerscheinung oder mehr?

Wer ein Gap Year nimmt, macht eine bewusste Auszeit. Diese ist oft verbunden mit dem Abschluss einer Ausbildung auf den der nächste Ausbildungsschritt oder ein Berufseinstieg folgt. Das kann beispielsweise eine Pause zwischen Bachelor- und Masterstudium sein, aber auch zwischen Masterabschluss und Berufseinstieg.

Was unter dem Anglizismen Gap Year daher kommt, ist der Walz nicht ganz unähnlich. Diese bezeichnet die Wanderjahre zünftiger Gesellen nach Abschluss ihrer Lehrzeit. Hinter beiden verbirgt sich der gleiche Grundgedanke. Bevor es im Beruf weiter geht, heißt es Lebenserfahrung sammeln, neue Arbeitsideen kennenlernen, Orte, Regionen und Länder besuchen, um so die eigene Persönlichkeit zu entwickeln.

Was sind heute Gründe, ein solches Lückenjahr, beispielsweise nach einem Masterabschluss, zu nehmen?

Studienabschluss geschafft – Mut zum Lückenjahr

Wer sein MBA-Studium erfolgreich abgeschlossen hat, steigt anschließend in den Beruf ein. Was folgerichtig klingt, ist auch ein Problem. Die Berufswelt funktioniert anders, als das, was die bisherige Lebenserfahrung eines Studenten ausmacht. Eine Erfahrungslücke, die mit einem Gap Year abgefedert werden kann. Doch Gap Year ist nicht gleich Gap Year. Welche Art des Lückenjahres zu einem passt, kann in diesem Gap Year-Ratgeber getestet werden. Nachfolgend ein paar Beispiele, wie die Auszeit genutzt werden kann.

Arbeiten und Reisen

Unter dem Schlagwort Work&Travel wird die Welt bereist. Kurzzeitjobs federn die Finanzierung ab, Land und Leute können, unverfälscht von Klischees, kennengelernt werden. Angenehmer Nebeneffekt: Die Sprachkompetenz wird ausgebaut. Beliebte Ziele sind Australien, Kanada oder Neuseeland.

Sprachreise

Fremdsprachen sind ein Muss für die Karriere. Es ist aber ein Unterschied, ob sie aus dem Klassenzimmer kommen oder als Sprachkurs vor Ort zertifiziert sind. Ein Jahr macht aus Sprachkenntnissen, dank kulturellem Background, Sprachkompetenz.

Praktikum

Im englischsprachigen Raum läuft diese Art Erfahrungen zu sammeln, unter Internship. Ein Praktikum ist zunächst nichts Neues. Während des Studiums, oder für die Abschlussarbeit, dürften die meisten Studenten damit in Berührung gekommen sein.

In ein Gap Year zu investieren, ist aber etwas anderes. Hier geht es darum, den eigentlichen Berufseinstieg gut vorzubereiten. Das Praktikum dient der unbelasteten Erfahrungssammlung im anvisierten Berufsfeld. Fehler sind hier Erkenntnisse, die den eigentlichen Berufsstart wesentlich erfolgreicher unterstützen. Daneben ist interkulturelle Kompetenz ein weiterer Pluspunkt für den Karrierestart.

Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ)

Abschalten, sacken lassen, Persönlichkeit entwickeln. Mit einem FSJ kann nach einem harten Studium die Stellschraube soziale Kompetenz neu justiert werden. Berufsleben heißt auch gute Kontaktpflege mit Kollegen und Vorgesetzten. Ein FSJ ist eine entsprechende Vorbereitung darauf. Teamarbeit, Durchsetzungsvermögen aber auch Disziplin und Einordnung in Arbeitsabläufe, das alles sind wichtige Fähigkeiten, die im Praxistest FSJ für den eigentlichen Berufseinstieg weiterentwickelt werden können.

Fazit

Ein Gap Year nach dem Masterabschluss wird von zwei großen Motivationsideen getragen.

Verbesserung von Fähigkeiten für den folgenden Berufseinstieg oder Auszeit, um die eigene Persönlichkeit, weit ab vom Funktionieren müssen, zu entwickeln.

Die Entscheidung, ein Lückenjahr einzuschieben, folgt dabei immer individuellen Gründen.

Ein Gap Year ist also eine gute Möglichkeit, sich selbst und die eigenen Kompetenzen besser kennenzulernen und auszubauen.

 

 

Text-Quelle:  Autoren-Team

Bild-Quelle: www.einstieg.com

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