Für wen sich ein MBA (Master of Business Administration) lohnt

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Als MBA-Absolvent*in hast du ein generalistisches Managementstudium absolviert, mit dem du alle wesentlichen Managementfunktionen übernehmen kannst. Du bist in gehobenen Positionen von Unternehmen aller Wirtschaftszweige tätig. Hier planst und organisierst du die geschäftlichen Aktivitäten und fällst in verschiedenen Funktionsbereichen unternehmerische Entscheidungen. Auch Kontrolle und Überwachung gehören zu deinem Aufgabenbereich.

Mit dem erworbenen Master-Titel kannst du dich in den verschiedensten Branchen bewerben. Du kannst bei Unternehmensberatungen, Banken oder Versicherungen tätig sein oder in technischen Unternehmen, im Anlagen- und Maschinenbau oder der Automobilindustrie arbeiten. Elektronikunternehmen und die gesamte Kommunikationsbranche sind deine möglichen Einsatzorte sein.

Auch die Bereiche, in denen du arbeitest, können ganz unterschiedlicher Natur sein. Du kannst für den Einkauf, für Beschaffung und Materialwirtschaft verantwortlich sein oder für Logistik, Vertrieb und Verkauf. Ebenso kommen Einsatzgebiete wie Finanz- und Rechnungswesen, Controlling, Betriebsplanung und Revision oder Betriebsorganisation und Datenverarbeitung in Frage.

Der gesamte Bereich des Personalwesens kann in dein Aufgabengebiet fallen. Im Bereich Marketing und Werbung bist du für die Konzeption passender Marketingziele und Werbestrategien verantwortlich, führst entsprechende Maßnahmen durch und kontrollierst sie. Wenn du später in Wissenschaft und Forschung tätig sein willst, bist du für die Analyse und Beurteilung von Wirtschaftssystemen zuständig und musst entsprechende Fachliteratur verfassen.

Das MBA Studium – Zugangsvoraussetzungen und Inhalte

Der Master of Business Administration kann an Hochschulen oder anderen Bildungseinrichtungen in Voll- oder Teilzeit erworben werden. Viele Schulen für Fernstudien haben ihn in ihrem Programm. Ein Vollzeitstudium dauert mindestens ein Jahr, bei einem Teilzeitstudium ist mit 18 bis 24 Monaten Studienzeit zu rechnen. Das Fernstudium musst du mit mindestens zwei Jahren ansetzen. Das MBA-Angebot richtet sich hauptsächlich an Mediziner*innen, Ingenieure, Ingenieurinnen, Jurist*innen und andere Natur- oder Geisteswissenschaftler*innen.

Die Hürden für den Zugang sind an einigen Schulen hoch angesteckt. Eine Voraussetzung ist in der Regel der Bachelor-Abschluss und mindestens ein Jahr berufliche Erfahrung. Allerdings sind die Zulassungsverfahren nicht einheitlich geregelt. Wer eine außergewöhnliche berufliche Laufbahn vorweisen kann, kann in manchen Fällen auch ohne Bachelor angenommen werden.

In einigen Fällen musst du deine Englischkenntnisse mit einem absolvierten Sprachtest belegen. Auch kann ein Zertifikat erforderlich sein, das deine Fähigkeit zu einem weiterführenden Wirtschaftsstudium bescheinigt. Dabei handelt es sich um den GMAT, dem Graduate Management Admissions Test. Weiter können Motivations- und Empfehlungsschreiben erforderlich sein.

Das Studium zum Master of Business Administration vermittelt auf der einen Seite Fachwissen auf dem Gebiet von Rechnungswesen, Finanzen und Betriebsführung. Dazu kommen sämtliche rechtlichen Fragen, Marketing, Informations- und Personalmanagement runden das Wissensprogramm ab. Zugleich wird die persönliche Entwicklung des künftigen MBA in Richtung Führungsverhalten, Verhandlungsgeschick, Teamarbeit und weiteren Fähigkeiten ausgebildet.

Der Master of Business Administration ist ein Abschluss, der weltweit akzeptiert wird.

Hilfen bei der Auswahl eines geeigneten Studienplatzes für den MBA

Mittlerweile gibt es eine kaum noch zu überblickende Anzahl von Anbietern von MBA-Programmen. Du kannst dich aber bei deiner Auswahl an verschiedenen Akkreditierungen orientieren. Drei Organisationen, die Akkreditierungen vornehmen, sind dabei –laut Meinung vieler Personaler oder Bildungsexperten- besonders hervorzuheben.

Das ist einmal die „Association to Advance Collegiate Schools of Business“, die AACSB, die als größte internationale Organisation gilt. Sie ist in mehr als 50 Ländern vertreten. Ihr Zertifikat vergibt sie, nachdem sie Ziele und Intention der jeweiligen Bildungseinrichtung untersucht hat. Auch auf den praktischen Nutzen, den der Bildungsabschluss später in der Wirtschaft hat, legt sie Wert.

Die britische „Association of MBAs“ achtet bei der Vergabe ihres Zertifikats darauf, dass es sich bei den Studiengängen um echte MBA-Programme handelt. Die spezialisierten Masterstudiengänge werden nicht beurteilt.

Das EQUIS- Zertifikat des European Quality Improvement System legt einmal Wert auf die Management- Befähigungen und die Zugangsvoraussetzungen und hat zum anderen auch die Ausrichtung des Instituts im Fokus. Hier geht es darum, ob auch für den internationalen Markt ausgebildet wird.

Die Institute, die von allen drei Organisationen ausgezeichnet wurden, erhalten übrigens die „Triple Crown“. Bei uns in Deutschland sind zwei Institute im Besitz dieser Auszeichnung, die Mannheim Business School und die ESCD Europe in Berlin. Sonst sind 13 weitere Schulen mit wenigstens einer Auszeichnung versehen.

Das könnte dir eine Orientierung bieten, wenn du dich für eine Schule entscheiden willst. Hilfreich kann auch das jährlich durchgeführte MBA-Ranking sein. Wenn du dich eingehender informieren möchtest, solltest du dir aber die Programme der einzelnen Schulen genau ansehen.

Kosten und Finanzierungsmöglichkeiten der Weiterbildung

Bevor du dich für die Weiterbildung entscheidest, solltest du einen Blick auf die möglichen Kosten werfen. Immerhin betragen sie im Durchschnitt 17.000 Euro (Wert von 2016). Für eine fundierte Ausbildung musst du unter Umständen mit bis zu 30.000 Euro rechnen. Allerdings haben Erfahrungsberichte gezeigt, dass sich diese Kosten durch die deutliche Gehaltssteigerung in einer Führungsposition sehr rasch wieder ausgleichen.

Wenn du im Ausland studieren willst, können die Kosten wesentlich höher sein. Zum Teil bezahlst du damit auch das Renommee einer Schule. Die Harvard Business School verlangt zum Beispiel bis zu 95.000 Euro, an einer spanischen Business- School fallen 73.000 Euro an.

Wenn du Beträge in einer solchen Höhe nicht angespart hast, stehen dir einige Wege der Finanzierung offen. Einmal könntest du es über ein Stipendium versuchen. Verschiedene Schulen bieten es selbst an; Informationen darüber findest du auf ihrer Homepage.

Wenn du nicht älter als 35 bist, ist Bafög eine weitere Möglichkeit, allerdings mit einem relativ geringen Budget. Etwas großzügiger sind da die Banken, die Studienkredite auch für Managementprogramme anbieten. Manche Schulen arbeiten in dieser Hinsicht sogar mit den Geldinstituten zusammen und handeln Kredite für ihre Studenten aus.

Wenn du in einem Arbeitsverhältnis bist, hat dein Arbeitgeber eventuell ein Eigeninteresse an deiner Weiterbildung zum Master of Business Administration und unterstützt dich bei der Finanzierung.

Was bringt ein Master of Business Administration für die berufliche Karriere?

Mit der generalisierten Weiterbildung bist du in der Lage, Führungsaufgaben bis hin zu Vorstandspositionen zu übernehmen. Wenn du mehr Verantwortung übernehmen willst, ist diese Qualifikation genau richtig für dich. Allerdings gibt dir der Master of Business Administration keine 100-prozentige Garantie, dass du später auch diese Führungspositionen erreichst.

Wenn du nach der Weiterbildung in deinen Berufsbereich zurückgehst, kannst du mit einer deutlichen Gehaltserhöhung rechnen. Wenn du allerdings mit dem MBA einen Karrierewechsel vorgenommen hast, musst du dich in deiner neuen Branche erst beweisen, bevor dein Gehalt ansteigt.

Auf der Liste mit den höchsten Gehältern steht der Finanzbereich mit Hedgefonds, Kapitalunternehmen und Investmentbanken. An zweiter Stelle stehen die Consultingunternehmen. In der Konsumgüterindustrie und der Medienbranche wird deutlich weniger gezahlt.

Auch die Reputation der Schule, an der du den Master absolviert hast, spielt später bei der Höhe deines Gehalts eine Rolle.

Wichtig ist, was du selbst mit deiner Weiterbildung erreichen willst. Mit den Kompetenzen, die du vermittelt bekommst, bist du auf dem Arbeitsmarkt gefragter als vorher. Betriebswirtschaftliche Kenntnisse und Management-Know-how sind die Voraussetzungen, die Entscheidungsträger für unternehmerisches Handeln brauchen; sie sind von daher in jeder Branche willkommen. Schließlich ist der Markt in der globalisierten Welt ständig Veränderungen unterworfen und Führungskräfte müssen wissen, wie sie darauf reagieren.

Gerade in der heutigen Zeit wird von Führungskräften erwartet, dass sie Budgets kontrollieren und steuern und Arbeitsteams und Abteilungen nach wirtschaftswissenschaftlichen Erkenntnissen führen können. Um auch zielgerichtet vorgehen zu können, müssen sie wissen, wie Wirtschaft im Allgemeinen und in einzelnen Bereichen funktioniert. Bloßes Fachwissen allein reicht nicht mehr aus, um ein Unternehmen auch zukunftsorientiert zu machen.

Mit deinem MBA-Studium erlangst du all die nötigen Fähigkeiten sowohl im betriebswirtschaftlichen Bereich als auch im Bereich der Mitarbeiterführung und kannst die Erwartungen erfüllen, die ein Unternehmen in seine Führungskräfte setzt.

Wenn es dein Ziel ist, Wissen und Können zu erweitern und eventuell auch über Landesgrenzen hinweg auf dem internationalen Markt tätig zu werden, dann ist die Weiterbildung zum Master of Business Administration der richtige Weg für dich.

 

Text-Quelle: https://profit.de (Beitrag der Autorin Maria Mayer)

Bild-Quelle: PIXABAY (Bild 1), PIXABAY (Bild 2)

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