Ein MBA für Start-ups?

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Ein Master of Business Administration Studium richtet sich in erster Linie an Manager und Geschäftsführer, die bereits mehrere Jahre Erfahrung in ihrem beruflichen Umfeld haben. In den meisten Fällen arbeiten sie für große Firmen und möchten die Karriereleiter weiter emporsteigen. Manche Menschen allerdings gelangen an einen Punkt, an dem sie sich für einen kompletten Neuanfang entscheiden.

Zu diesen gehören oftmals solche, die eine originelle Idee und den Wunsch nach deren Umsetzung haben. Doch von der ersten Geschäftsidee zu einem eigenständigen und funktionierenden Unternehmen ist es ein langer Weg. Eine Existenzgründung stellt die betreffenden Personen vor ganz neue Herausforderungen. Oftmals steht das Produkt oder die Dienstleistung im Mittelpunkt der Gründung. Wichtige Aspekte und Skills im Hinblick auf den Aufbau und die Führung eines Unternehmens müssen jedoch erst erlernt werden. Daher stellt sich die Frage: Ist ein MBA-Studium in diesem Kontext eine hilfreiche Zusatzausbildung?

Startup

Die Unternehmensgründung und eine Master of Business Administration Ausbildung haben einen gemeinsamen Aspekt: das Netzwerken. Ein MBA bringt die Menschen zusammen und ermöglicht aktives Netzwerken innerhalb der Kurse und bei gemeinsamen Aktivitäten. In Bezug auf die Existenzgründung schreibt das online Magazin „starting up“: „Networking ist das A und O, um sich in der Branche einen Namen zu machen.“ Die Etablierung eines gesunden und funktionierenden Netzwerkes ist allerdings eine herausfordernde Aufgabe.

„Starting up“ gibt 5 Tipps zu einem fruchtbaren Netzwerk:

a)    Verstehen Sie Ihr Netzwerk

b)    Bauen Sie Ihr Netzwerk auf

c)    Stabilisieren Sie Ihr Netzwerk

d)    Pflegen Sie Ihr Netzwerk

e)    Vermeiden Sie Fehler (weitere Informationen finden Sie hier)

Darüber hinaus nehmen Start-ups einen besonderen Stellenwert am Markt ein. „In the startup world, it’s simply survival of the fittest. You have to involve yourself with almost every aspect of the business – and use all skills. I would find myself having to develop and manage budgets; help market and sell; hire; assist in setting corporate strategy; and review legal contracts. As well, I still had to develop technology and deal with all the uncertainties and failures that come with a startup.” (Vivek Wadhwa 2010: techcrunch.com)

Aus diesem Grund wurden in den vergangenen Jahren verschiedene MBA Programme entwickelt, welche auf die speziellen Anforderungen einer Existenzgründung eingehen.

Eine Spezialisierung auf Start-ups

Die Acton School of Business in Austin (Texas) beispielsweise hat das Programm „Acton MBA in Entrepreneurship“ entwickelt, das auf die individuellen Erfordernisse eines Start-ups eingeht. Das Ziel der Ausbildung ist es aufstrebende Unternehmer und Unternehmerinnen auszubilden. Der Lehrplan geht allerdings nicht auf die klassischen MBA Themen ein wie ‚finance, accounting und marketing‘. „The curriculum discards the traditional M.B.A. silos of finance, accounting and marketing to revolve around the entrepreneurial cycle of creating, growing and selling a business. Courses actually names like “Opportunity”, “Raising Money”, “Customers” and “Harvest”, and they are taught exclusively by highly successful entrepreneurs rather than by traditional academics.” (Michael Noer 2013: forbes.com)

Der Vorteil dieses Studiums ist, dass in den ersten vier Monaten die Kursinhalte online absolviert werden können. Und der Erfolg bestätigt die Notwendigkeit eines Programms speziell für Start-ups:

„Two months after graduation 25% of Acton’s class […] were either running their own businesses or in the process of starting one. Over a longer time horizon the numbers are even more impressive: A full 50% of all Acton alumni describe themselves as entrepreneurs and other 23% say they will be running their own company “someday soon”.” (Michael Noer 2013: forbes.com)

3 wichtige Aspekte

Trotz einer fundierten Ausbildung bleibt die Schwierigkeit bestehen neue Geschäftsmodelle zu implementieren. Businesspläne müssen in einem prognostizierbaren Umfeld entworfen und angewandt werden. Daher gibt es drei Aspekte, die Sie beachten sollten, wenn Sie ein Start-up sind und planen, ein MBA-Studium zu absolvieren:

— “Startups are not the same thing as existing or established businesses. They require a much different approach. So think creatively.

— Standard business skills and education are extremely important for the execution stage of business. Yet, they are of limited use in      the discovery stage of startups.

— For early-stage ventures, ask yourself: “What is the right business model and how can I prove it?”” (Joseph Draschil 2012:       entrepreneur.com)

Bei der Gründung eines neuen Unternehmens ist es folglich nicht nur wichtig eine gute Idee zu haben und diese fachlich perfekt umzusetzen, sondern auch die Erweiterung der eigenen Fähigkeiten im Hinblick auf unternehmerische Themen und Skills. In diesem Kontext hält Vivek Wadhwa abschließend fest: “The point is that education is the best investment that one can make. Unlike stocks and bonds, education never loses value; and when you add experience, it gains even more value.” (ebd. 2010: techcrunch.com)

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