Auslandsstudium in den USA: Die 10 wichtigsten Fragen

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Studieren in Amerika – welcher Abiturient träumt nicht davon? Fast jeder zukünftige Student möchte das Land der unbegrenzten Möglichkeiten nicht nur als Tourist oder auf der Kinoleinwand erfahren. Im Lebenslauf machen sich einige Studienjahre oder gar Abschlüsse an amerikanischen Universitäten prächtig. Denn damit sind gute Englischkenntnisse automatisch garantiert. Die meisten Arbeitgeber sehen es zudem mit Wohlwollen, dass ihr künftiger Mitarbeiter, ihre künftige Mitarbeiterin, sich in einer anderen Kultur gut zurecht gefunden hat.

Wie aber bekommt man einen Studienplatz in den USA? Wie ist das Studiensystem aufgebaut? Welche Universitäten gibt es? Was kostet die Ausbildung?

USA

Hier einige Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Studium in den USA:

1. Wie ist das Studiensystem aufgebaut? 

Es gliedert sich in zwei Teile: die „Undergraduate Studies“ bilden in vier Jahren bis zum Bachelor aus. Das weiterführende Master-Studium sind die „Graduate Studies“. Eine Alternative hierzu ist eine zweijährige Ausbildung an einem Community- oder Junior-College bis zum Associate Degree. Anschließend kann an einem anderen College bis zum Bachelor weiterstudiert werden. Allerdings wird, bricht man nach den ersten zwei Jahren ab, der Associate Degree in Deutschland nicht anerkannt. Der Bachelor- oder Master-Abschluss an einer in den USA akkreditierten Hochschule ist dagegen den deutschen Abschlüssen gleichgestellt. 

Ausnahmen betreffen die Studiengänge Medizin, Pharmazie und Jura. Hier gelten andere Vorschriften, die bei den Universitäten zu erfragen sind.

2. Welche Arten von Universitäten stehen mir offen?

Es gibt private und staatliche Universitäten. Die Aufnahmekriterien der privaten Eliteuniversitäten sind hart, die Studiengebühren hoch. Doch auch andere Universitäten bieten eine fundierte Ausbildung und sind nicht zwangsläufig schlechter.

Jedes Liberal Arts College offeriert ein breit gefächertes Undergraduate-Studium bis zum Bachelor. An einigen Colleges wird den Studierenden bis zum dritten Jahr Zeit gelassen, sich für ein bestimmtes Studienfach zu entscheiden.

Research Universitäten legen den Schwerpunkt auf Forschung. Sie bieten spezialisierte Graduate Programme. Auch konfessionelle Universitäten sind weit verbreitet. Die „Technical Universities“ haben, wie der Name sagt, ein hauptsächlich technisches Studienangebot. „Land Grant Universities“ bieten agrarwissenschaftliche Studiengänge, „Denominational Universities“ philosophisch-religiöse Studiengänge.
Alle Universitäten stehen jedem Studierenden offen.

3. Gibt es Stipendien für Ausländer? Und wie bewerbe ich mich?

Viele Universitäten in den USA schreiben die unterschiedlichsten Stipendien auch für Ausländer aus. Für die Graduate-Studien kann man auch eine Bewerbung als Research Assistant oder Teaching Assistant in Betracht ziehen.

Und nicht zu vergessen: Der DAAD – der Deutsche Akademische Austauschdienst – bietet Stipendien und Förderprogramme in Hülle und Fülle. Es ist sinnvoll, genaue Recherchen zu der gewünschten Universität anzustellen. So kann in einem Stipendiums-Antrag gut begründet werden, warum man ausgerechnet an dieser Universität studieren möchte. Das erhöht die Chancen auf eine positive Antwort.

4. Gibt es Zulassungstests für USA-Universitäten? 

Auch die USA kennen einen Numerus Clausus. Es gibt die bekannten Toefl- und TSE-Tests, mit denen ausreichende Sprachkenntnisse festgestellt werden. Wer sich im Englischen nicht sicher genug fühlt, könnte den oben beschriebenen Weg über das zweijährige Community College andenken. Dort helfen die relativ einfachen Kurse, einen guten Notendurchschnitt zu erarbeiten. Für die Zulassung zur Universität ist das Bestehen der SAT1- und SAT2-Tests notwendig. (Scholastic Assessment Test)

5. Wie sind die Kosten eines Studiums in den USA? 

Je nach Universität betragen die reinen Studiengebühren zwischen $ 5,000 und $ 30,000 pro Semester. Wohnen, Lebensmittel und Bücher müssen separat bezahlt werden. Die staatlichen Universitäten sind in der Regel die günstigeren. Allerdings müssen Ausländer mehr bezahlen als Einheimische.

6. Bekomme ich problemlos ein Studienvisum? 

Sobald der Nachweis eines Studienplatzes vorgelegt werden kann, erteilen die amerikanischen Konsulate problemlos das Studentenvisum. Nähere Informationen dazu sind direkt bei den Konsulaten einzuholen.

7. Wo kann ich wohnen, während ich studiere? Darf ich arbeiten? 

Die Universitäten bieten Plätze in Wohnheimen auf dem Campus auch für Auslandsstudenten an. Kostenlos sind sie allerdings nicht. Manchmal ist eine Studenten-WG in einer Wohnung außerhalb des Universitätsgeländes sogar günstiger und bietet mehr Freiheit. Ob das Studentenvisum einen Nebenjob erlaubt, kann das zuständige Konsulat beantworten.

8. Wer kann mich weiter beraten?

Jede deutsche Universität oder Hochschule verfügt über ein Akademisches Auslandsamt, das Informationsveranstaltungen anbietet. Viele Auskünfte sind über das Portal Studying in USA zu erhalten.

9. Kann ich mich an mehreren Universitäten bewerben?

Ja. Dadurch erhöhen sich die Chancen auf einen Platz. Kleinere Universitäten sind weniger begehrt und es ist einfacher, akzeptiert zu werden. Oft ist gerade ein intimeres Umfeld für den Studienneuling aus dem Ausland besser geeignet als eine der großen Hochschulen.

10. Wie also ist der „Plan of action“, wenn ich in den USA studieren will? 

– Die Finanzierung muss gesichert sein.
– Was ist die gewünschte Studienrichtung? Infomaterial der Universitäten schicken lassen.
– Anmeldung zu Toefl- und Sat-Tests. Danach Zeugnisse übersetzen und beglaubigen lassen.
– Bankbescheinigung auf Englisch ausstellen lassen zum Nachweis finanzieller Mittel. bis zum geplanten Studienabschluss.
– Bewerbungsformular für die Universität und Bankzertifikat, beglaubigte Zeugniskopien, TOEFL-Ergebnis und SAT-Test an einige ausgewählte Universitäten schicken.
– Nach Erhalt des I-20-Formulares, das die Universitäten zurücksenden, Antrag auf Studienvisum an die amerikanische Botschaft schicken. Gebühren, Passbild, gültigen     Reisepass und frankierten Rückumschlag beilegen.

– Last, but not least: Auslandskrankenversicherung abschließen, weitere Informationen für studentische Tarifen findet man hier.

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