Humboldt-Universität zu Berlin

Programm(e) der Humboldt-Universität zu Berlin

Wirtschaftsinformatik (Master of Science)
Volkswirtschaftslehre (Master of Science)
Economics and Management Science (Master of Science)

Profil der Humboldt-Universität zu Berlin

Die 1810 gegründete Humboldt-Universität gehört seit 2012 zu den zehn Exzellenzuniversitäten Deutschlands, wobei sie in allen drei Förderlinien erfolgreich abgeschnitten hat und auch international geschätzt wird. Ihr Ziel ist es, über den universitären Rahmen hinaus einen positiven gesellschaftlichen Einfluss verbuchen zu können.

Humanitäre Werte wie Chancengleichheit, Internationalität, Autonomie, Nachwuchsförderung und gesellschaftliche Verantwortung sind Teil des Leitbilds der Universität, die aufgrund ihrer wechselhaften Geschichte besondere Schwerpunkte auf kritisches Hinterfragen und eine transparente Struktur legt. Intensive Beziehung zu Partnern auf der ganzen Welt – insbesondere Nord-, Mittel- und Osteuropa – zeichnen die Universität auf internationaler Ebene ebenso aus wie die zahlreichen Gaststudenten aus dem Ausland.
In ihrem Leitbild verpflichtet sich die Humboldt-Universität besonders dem Humanismus, der bereits die treibende Kraft hinter den Reformen der namens gebenden Humboldt-Brüder war. Der Lehrbetrieb sowie die in der Forschung erzielten Ergebnisse sollen zu einer positiven Entwicklung der Gesellschaft beitragen und einen langfristigen Nutzen haben. Nach ihrer geschichtlichen Vereinnahmung sowohl durch die Nationalsozialisten als auch durch die Sowjetkräfte sieht es die Reformuniversität seit der Wende als ihre Aufgabe, politische und gesellschaftliche Strömungen kritisch zu hinterfragen und für eine unabhängige Lehre und Vielfalt in der Gesellschaft einzutreten. Zudem verpflichtet sie sich zu Offenheit und Transparenz wie auch zu Kritikfähigkeit in allen Ebenen und Bereichen.
Das breite Themenfeld der behandelten Studiengänge reicht vom Kultur- und Sozialwesen über die Geistes- und Naturwissenschaften, wobei besonders Interdisziplinarität eine wichtige Rolle spielt. Gemäß den Aussagen Humboldts werden Lehre und Forschung an der Universität als untrennbare Einheit verstanden, weshalb sich die angebotenen Studienprogramme durch einen hohen Forschungs- und Anwendungsbezug auszeichnen.
Daneben werden die Studierenden jedoch auch in ihren sozialen und kommunikativen Fähigkeiten geschult – nicht nur die fachliche Aus- und Weiterbildung, sondern auch die Unterstützung der Studierenden bei der Bildung einer verantwortungsvollen Persönlichkeit steht im Zentrum der Lehre an der Humboldt-Universität. Eigenständiges Denken und Handeln werden gefördert und in den innovativen Lehrformen auf die Probe gestellt. Durch verschiedene Fonds werden zukunftsträchtige Aktivitäten in der Lehre wie auch in der Forschung gefördert, ein intensiver Kontakt zu den Alumni in Form eines umfangreichen Netzwerks ist ebenfalls ein Schwerpunkt der Universität.
Zur Geschichte der Humboldt-Universität zu Berlin
Vor etwa 200 Jahren definierte Wilhelm von Humboldt sein Bildungskonzept, das sich aus der Unabhängigkeit und Interdisziplinarität der Wissenschaften sowie aus der Verknüpfung von Forschung und Lehre zusammensetzt. Im Jahre 1810 wurde daher im Rahmen der Bildungsreformen Preußens die „Berliner Universität“ gegründet, welche den Vorstellungen Humboldts entsprach und durch König Friedrich Wilhelm III. eröffnet wurde.
Vom Jahre 1828 bis kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs trug die Einrichtung daher auch den Titel „Friedrich-Wilhelms-Universität“. Zahlreiche bekannte Gelehrte und Wissenschaftler lernten, lehrten und diskutierten an der neuen Hochschule, unter anderem Hegel, später auch Max Planck, Heinrich Heine sowie Karl Marx. Im Jahre 1871, also nach der Gründung des Kaiserreichs, wurde die Friedrich-Wilhelms-Universität zu einer der bekanntesten und größten Bildungseinrichtungen im ganzen Land.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde bereits im Jahre 1946 der Lehrbetrieb mit etwa 2.800 Studierenden wieder aufgenommen, obwohl die Räumlichkeiten teilweise sehr stark zerstört und noch nicht wieder aufgebaut worden waren. Die Universität nahm den Namen der Humboldt-Brüder an und wurde auf Bestreben der Sowjets hin nicht wieder-, sondern neugegründet – in den folgenden Jahrzehnten stand der Studienbetrieb der größten Hochschule der DDR im Zeichen der sozialistischen Ideologie. Nach der Wende knüpfte die Humboldt-Universität vermehrt an ihre historische Tradition an und gilt wieder als eine der besten Hochschulen im ganzen Land.
Seit 1994 ist sie in elf Fakultäten unterteilt, zudem gliedert sie sich in mehrere fächerübergreifende Zentren sowie Zentralinstitute. Auch die Anzahl der Studierenden stieg nach der Wende stark an: Während 1992 etwa 20.400 Studierende in einen Lehrgang der Humboldt-Universität eingeschrieben waren, hatte sich diese Zahl 2004 bereits verdoppelt. Heute sind es etwa 33.000 Studierende, von denen etwa 14 Prozent aus mehr als 100 verschiedenen Nationen kommen.