Während des MBA-Studiums weiterbilden

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Traditionell ist eine Weiterbildung eine berufsbegleitende Maßnahme. Aber warum sollte es nicht möglich sein auch neben dem MBA-Studium alle Vorteile einer gezielten Fortbildung zu nutzen? So können die für den Berufseinstieg nötigen Pluspunkte gesammelt werden und sich sogar ganz neue Tätigkeitsfelder neben dem Studium erschließen. Welche Möglichkeiten für eine Weiterbildung parallel zu Vorlesungen und Seminaren gibt es? Wie viel kosten diese Maßnahmen? Und wie sieht so eine Weiterbildung überhaupt aus? All diesen Fragen soll im Folgenden auf den Grund gegangen werden.

Faktor Zeit: Wie viel davon sollte für eine Weiterbildung neben dem Studium eingerechnet werden?

Generell sprechen viele Punkte für eine Weiterbildung gerade neben dem MBA-Studium. Doch oftmals kann die zeitliche Belastung so einer Fortbildung eher schlecht eingeschätzt werden. Diese Bedenken lassen sich jedoch, je nach Maßnahme, leicht aus dem Weg räumen. Einfache Weiterbildungen wie zum Beispiel Extra-Kurse an der Universität sind meist nicht so zeitintensiv, da sie oft nicht vollkommen Fach-fremd sind. Auch können die Semesterferien ganz gezielt zur Weiterbildung genutzt werden. Zudem entfällt während dem Studium weniger Zeit auf Familie oder berufliche Verpflichtungen – eine Fortbildung, selbst wenn sie etwas zeitintensiver sein sollte, lässt sich also in der Regel gut in den Studien-Alltag integrieren.

Welche Varianten der Weiterbildung gibt es?

Je nach Fachgebiet oder Anbieter gibt es unterschiedliche Arten einer Weiterbildung. In der Regel werden diese Formen an Weiterbildungen angeboten:
– Vollzeit-Kurse, die innerhalb von kurzer Zeit viel Wissen vermitteln.
– Abendschul-Varianten, die den Stoff meist wöchentlich, in kleineren Gruppen und nach Ende der regulären Arbeitszeiten aufbereiten.
– Online-Weiterbildungen zum Beispiel bei der ils, die bequem von zu Hause aus besucht werden können.
Bei der Auswahl sollte vor allem darauf geachtet werden, wie viel Zeit eingeplant wird und welches Angebot am sinnvollsten für den jeweiligen MBA-Studiengang ist. Aber auch persönliche Präferenzen und die generelle Bereitschaft zum Lernen spielen eine Rolle.

Fachgebiete gezielt kennen lernen

Eine Weiterbildung kann die perfekte Ergänzung zum meist eher theoretischen Studium darstellen. Während an der Universität der Stoff eher reine Lerninhalte abbildet, kann eine Fortbildung gezielt praktisch angelegt sein. Das heißt, Studierende des Faches MBA können sich so nicht nur auf einen bestimmten Fachbereich spezialisieren, sondern auch direkt in die Praxis eintauchen. So können auch Aspekte, die im Studium oder an der Universität im Allgemeinen nicht ausreichend oder gar nicht behandelt werden, durch eine Weiterbildung ergänzt werden. Auch bei Bewerbungen können potentielle Arbeitgeber sich so von zusätzlichen Qualitäten neben den regulären Studiums-Inhalten überzeugen lassen.

Fachspezifische Angebote nutzen

Besonders betriebswirtschaftliche Weiterbildungen sind heute sehr beliebt. Für MBA Studiengänge und Master-Studien im Bereich IT eignen sich diese Angebote exzellent. Ökonomisches Know-how ist heute in allen Bereichen gefragt – wer diese Thematiken im regulären Studium nicht ausreichend genug behandelt sieht, der kann hier mit Weiterbildungen direkt an der Wissenslücke ansetzen. Egal ob erweitertes Basis- oder richtiges Expertenwissen: Seminare und Fortbildungen gibt es zahlreiche:
– IT-Kurse zu Cloud-ERP Systemen mit all ihren Funktionen
– Buchhaltungsfortbildungen von zertifizierten Anbietern
– Management-Kurse zu Mitarbeiterführung oder Zeit-Verwaltung
– Etc.
Wer sich nicht sicher ist, welche die passende Weiterbildung ist, kann sich auch bei den meisten Anbietern online informieren. Aber Vorsicht bei der Auswahl der Kurse.

Weiterbildung ist nicht gleich Weiterbildung

Gerade im Bereich der berufsbegleitenden Fort- und Weiterbildung gibt es unter den Anbietern leider zahlreiche schwarze Schafe. Für wirklich tiefgreifendes Wissen lohnt es sich ein sogenanntes Zertifikatsstudium zu absolvieren. Das heißt, dass so eine Weiterbildung entweder staatlich geprüft ist, oder mindestens mit einem tatsächlichen Zertifikat abgeschlossen wird. Gute und zertifizierte Weiterbildungen erkennt man oft daran, dass sie entweder ein offizielles Gütesiegel tragen oder von Einrichtungen wie der IHK, von staatlichen oder universitären Einrichtungen angeboten werden.

Kosten für eine Weiterbildung

Die Investitionen in eine Weiterbildung fallen je nach Version ganz unterschiedlich aus. So kostet beispielsweise ein mehrwöchiger Crash-Kurs an einer renommierten Fachakademie logischerweise mehr, als ein Online-Seminar. Allerdings kann sich diese Ausgabe über kurz oder lang auch wieder bezahlt machen. Entscheiden ist oftmals auch nicht primär der Kosten-Faktor, sondern eher der Nutzen, den ein MBA-Student daraus ziehen kann.

Durch eine Weiterbildung nach oben auf der Karriere-Leiter?

Leider denken immer noch viel zu viele, dass eine Handvoll Weiterbildungen sie auf der Karriere-Leiter schnell ganz nach oben befördern. Natürlich bringt es bei der Einstellung gewisse Vorzüge mit sich, erweitertes Wissen vorzeigen zu können. Auch im Berufsalltag sind diese Soft-Skills als wichtig zu erachten. Allerdings sollte bei der Zahl der Weiterbildung sorgfältig zwischen Quantität und Qualität unterschieden werden. Trotzdem gilt: Fast jede Fortbildung kann einen MBA-Studenten voranbringen, egal ob persönlich oder fachlich. Im Fokus sollte also nicht primär der Nutzen für die kommende Karriere stehen, sondern eher die generelle Entwicklung und Spezifikation in einem Teilbereich der MBA.

 

Text-Quelle: Content-Team
Bild-Quelle: Pixabay