„Hochschule Koblenz, Standort RheinAhrCampus Remagen”  am 17. Juli 2019

Studierende der Hochschule Koblenz präsentieren Strategie zur Klimaanpassung

Der Klimawandel hat auch die Hochschule Koblenz erreicht: 6 Studierende des Master-Studiengangs Bauingenieurwesen beschäftigten sich im Seminar „Klimaanpassung Koblenz“ damit, wie sich Koblenz an die Folgen des Klimawandels anpassen könnte.

Die Studierenden der Hochschule Koblenz entwickelten mögliche Bausteine einer Klimaanpassungsstrategie entwickelt und diskutierten diese mit Vertreterinnen und Vertretern des Stadtplanungs- und des Umweltamtes der Stadt Koblenz sowie mit ihren Professorinnen Ulrike Kirchner und Dörte Ziegler.

Für den Klimaschutz hat die Stadt Koblenz bereits ein detailliertes Konzept erarbeiten lassen. Ist sie aber auch auf die spürbar zunehmende Hitze und Trockenheit sowie auf die öfter auftretenden Hochwasser- und Starkregenereignisse vorbereitet? Die Studierenden analysierten dazu die Klima-Anpassungs-Strategien anderer Städte und fanden heraus, dass die Strategieprozesse zur Anpassung an den Klimawandel dort positiv bewertet werden. So konnten diverse Städte wie zum Beispiel Karlsruhe, Nürnberg, Saarbrücken über die vereinbarten Maßnahmen ihre Widerstandsfähigkeit – die sogenannte Resilienz – stärken und ihre Verletzlichkeit – im Fachjargon auch Vulnerabilität genannt – verringern.

In einem weiteren Schritt fassten die Studierenden zusammen, was die Stadt Koblenz schon zur Anpassung an den Klimawandel unternimmt. Die Stadt verfolgt in verschiedenen Planwerken wie den Masterplänen oder der Bauleitplanung unterschiedliche Maßnahmen wie weniger Versiegelung, Frischluftschneisen, mehr Bäume oder Dachbegrünungen. „Es fehlt aber an einer konsequenten Ausrichtung und Umsetzung, damit die Stadt den Folgen des Klimawandels wirksam begegnet“, betont Student Stefan Ohliger.

Eine genaue Analyse aller potenziell beteiligten Akteure zeige, dass die übergreifende Kooperation zwischen einzelnen Fachämtern eine wesentliche Voraussetzung für einen erfolgreichen Anpassungsprozess sei. „Außerdem – das bestätigen Kommunen, die wir befragt haben – ist es zwingend erforderlich, die Öffentlichkeit und die Bürgerschaft in einen handlungsorientierten Prozess zur Klimaanpassung einzubeziehen“, erklärt Student Maurice Rother, „denn auch sie müssen Vorsorge treffen, damit die Folgen des Klimawandels möglichst wenig negative Auswirkungen haben wie gesundheitliche Belastungen oder Schäden durch Extremwetter.“

Ziel der betreuenden Professorinnen Ulrike Kirchner (Raum- und Umweltmanagement) und Dörte Ziegler (Wasserressourcen- und Umweltmanagement) ist es, dass sich Studierende der Hochschule Koblenz mit den vielfältigen Folgen des Klimawandels und mit möglichen Strategien zur Anpassung auseinandersetzen und die Stadt mit ihren Vorschlägen bereichern.

Das Seminar „Klimaanpassung Koblenz“ des Master-Studiengangs Bauingenieurwesen baut auf dem zukunftsorientierten Ingenieur-Studium „Wasser- und Infrastrukturmanagement“ auf, dessen Absolventinnen und Absolventen stark nachgefragt werden. „Wir freuen uns, dass durch dieses Seminar ein steter Dialog mit Vertreterinnen und Vertretern der Stadtverwaltung entstanden ist, den wir fortführen möchten“, so Kirchner.

 

Text- und Bild-Quelle:  www.hs-koblenz.de

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