„International School of Management (ISM) Dortmund”  am 13. November 2019

Kuenstliche Intelligenz: Fluch oder Segen?

In unserer aktuellen News-Meldung präsentieren wir Ihnen ein Interview zum Thema Kuenstliche Intelligenz (KI), das die Redakteurin Julia Kück mit Prof. Dr. Matthias Lederer von der ISM geführt hat.

Kuenstliche Intelligenz – Das Pro und Contra

Die Weihnachtszeit rückt näher und dann heißt es wieder: „Alexa, schalte den Weihnachtsbaum an!“ Smarte Mini-Lautsprecher mit Sprachsteuerung liegen noch immer im Trend und landen nicht selten unterm Baum. Auf Zuruf können die Assistenten die neuesten Charts in Dauerschleife abspielen oder Festtagsschmuck zum Leuchten bringen. Trotzdem löst die Vorstellung, dass sie permanent zuhören und so an Daten gelangen könnten, Unwohlsein aus.

Matthias Lederer ist Professor für Wirtschaftsinformatik an der ISM München und erklärt im Interview, wie es um unsere Datensicherheit steht und warum wir Künstliche Intelligenz brauchen.

Viele Menschen fürchten sich vor Künstlicher Intelligenz. Gibt es wirklich Grund zur Sorge?

„Aktuell müssen wir als Endkunden dem Versprechen, dass unsere Nutzerdaten nicht missbraucht werden, blind vertrauen. Ich persönlich halte die immer wieder aufkommende Diskussion allerdings generell für veraltet. Nehmen wir ein typisches Meeting im Unternehmen, an dem vier Personen teilnehmen. Da kommen schnell mal 12 Mikrofone zusammen, die alle potenziell Geschäftsgeheimnisse sammeln könnten. Jeder hat ein Smartphone und einen Laptop. Zusätzlich ist eine Videoanlage im Raum sowie eine Licht- und Temperatursteuerung, die sich mit Sprache steuern lassen.“

Warum stehen so viele Menschen Künstlicher Intelligenz eigentlich so misstrauisch gegenüber?

„Was uns am meisten ängstigt, so zeigen es Studien, ist die sogenannte Super-Intelligenz – ein System, das sich selbstständig neues Wissen erschließt und dem Menschen einmal überlegen sein könnte. Assistiert Künstliche Intelligenz in einem Krieg, finden wir dies moralisch bedenklich. Trifft sie autonome Entscheidungen sehen wir unser Wert- und Sicherheitsgefüge in essenzieller Gefahr. Langfristig brauchen wir daher einen ethischen Standard für den Einsatz Künstlicher Intelligenz.“

Bisher kamen wir auch ohne Künstliche Intelligenz zurecht. Wofür brauchen wir sie wirklich?

„Allgemein gilt sie als Garant für nachhaltigen Fortschritt. In einer komplexen Welt ist es sinnvoll, wenn Künstliche Intelligenz uns unterstützt. In der Online-Welt sprechen wir beispielsweise von Customer Journey als Idee, alle Kontaktpunkte von Kunden zu einem Unternehmen zu messen, um den Lebenszyklus besser steuern zu können. Das klingt verlockend, denn welcher Marketing-Manager behält heute noch den Überblick bei Online-Rezensionen, Tweets, Kundengespräche, Posts und Online-Warenkörben? Künstliche Intelligenz gilt hier als wesentlicher Treiber der digitalen Revolution. Produktempfehlungen oder sogar Produkte werden individualisiert. Ein Einstieg sind Hinweise von Amazon zu interessanten Produkten und die Königsdisziplin sind vielleicht die Bestrebungen von Netflix, Serien als Entertainment-Service so zu gestalten, dass möglichst viele Kunden bleiben. Oder wie wäre es mit einem Schuh, der Stürze von alten Menschen vorhersagen kann oder Roboter, die demente Personen unterhalten?“

 

Interview: Julia Kück

Text- und Bild-Quelle: www.ism.de

300-101   400-101   300-320   300-070   300-206   200-310   300-135   300-208   810-403   400-050   640-916   642-997   300-209   400-201   200-355   352-001   642-999   350-080   MB2-712   400-051   C2150-606   1Z0-434   1Z0-146   C2090-919   C9560-655   642-64   100-101   CQE   CSSLP   200-125   210-060   210-065   210-260   220-801   220-802   220-901   220-902   2V0-620   2V0-621   2V0-621D   300-075   300-115   AWS-SYSOPS   640-692   640-911   1Z0-144   1z0-434   1Z0-803   1Z0-804   000-089   000-105   70-246   70-270   70-346   70-347   70-410