„ESA (Education Services Agency) GmbH”  am 13. September 2018

Neue Kooperation der Universität Koblenz-Landau und dem International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA)

Die neue Vereinbarung hat ein ehrgeiziges Ziel, denn sie möchte die Herangehensweise an verschiedenste globale Herausforderungen verändern.

Dazu gehören der Klimawandel und die Umweltverschmutzung, aber auch eine nachhaltige Entwicklung, die Land- und Wassernutzung, das Bevölkerungswachstum sowie die Themen Risikomanagement und Widerstandsfähigkeit.

Die Universität Koblenz-Landau und das IIASA teilen die Auffassung, dass solche Probleme weltweit vor allem durch die Untersuchung isolierter Teilaspekte betrachtet werden, ohne dabei ausreichend deren größere systemische Zusammenhänge zu berücksichtigen. Diese Themen sind aber zu groß und komplex, um sie durch einen reduktionistischen Ansatz, eine wissenschaftliche Disziplin oder ein einzelnes Land lösen zu können.

Die Universität und das IIASA wollen in ihrer strategischen Partnerschaft forschungsbasierte Werkzeuge zur weltweiten Förderung des Systemdenkens entwickeln und verbreiten. Diese sollen für die Weiterbildung von Wissenschaftlern und Studierenden sowie den Wissenstransfer an Entscheidungsträger in der Gesellschaft und die breite Öffentlichkeit genutzt werden.

Im Hinblick auf das Systemdenken können globale Probleme zu anderen Schlussfolgerungen und Handlungsempfehlungen führen. Es bietet einen umfangreicheren Ansatz, da es die dynamischen Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Aspekten dieser Herausforderungen als Bestandteile eines zusammenhängenden Systems über längere Zeiträume untersucht.

In einem ersten Schrott möchten beide Partner grundlegende Lehrmodule zu den Kernmerkmalen des Systemdenkens entwickeln, die man an verschiedene Zielgruppen anpassen kann. Es gibt auch schon andere internationale Organisationen, die an der Initiative mitwirken wollen.

Das Memorandum of Understanding for Scientific and Technical Collaboration zwischen der Universität Koblenz-Landau und dem IIASA ist das Ergebnis einer Reihe gegenseitiger Besuche seit November 2016. Es wurde nun durch den Austausch der unterschriebenen Vereinbarung besiegelt.

Als Zentrum der datengestützten systemischen Analyse von wichtigen globalen Problemen hat das IIASA Zugang zu besonderem Fachwissen. Dieses wird die internationale wissenschaftliche Relevanz des an der Universität Koblenz-Landau angebotenen Programms Systemdenken steigern. Im Gegenzug verfügt die Universität über umfangreiches und forschungsbasiertes Know-how im Bereich der Pädagogik, das vom Kindergarten bis hin zur Erwachsenenbildung reicht. Mit dem Zugang zu diesem Fachwissen kann das IIASA wiederum neue Wege in seinem Programm Weiterbildung und Wissenstransfer gehen.

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