„FOM Hochschule für Oekonomie und Management”  am 26. Oktober 2017

4. FOM Frauen-Forum in Augsburg

Das persönliche Image und der eigene Bekanntheitsgrad sind für neue Karriereperspektiven wichtiger als fachliche Kompetenz und Motivation.

Mit dieser Botschaft eröffnete Prof. Dr. Anja Seng, FOM Rektoratsbeauftragte für Diversity Management und BWL-Dozentin, am 17. Oktober 2017 das 4. FOM Frauen-Forum in Augsburg.

Gemeinsam mit der Regio Augsburg Wirtschaft GmbH lud die FOM zu dieser Veranstaltung unter dem Motto „Frau und Karriere – Es liegt an uns“ ein. Insgesamt 60 Teilnehmerinnen wollten dabei sein, um sich neue Impulse für ihren persönlichen beruflichen Fortschritt zu holen.

In ihrem Vortrag wies Anja Seng darauf hin, dass die Frauenquote den weiblichen Fachkräften die Türen zu den oberen Etagen geöffnet habe: „Reingehen müssen sie allerdings selbst“, so die Professorin. „Letztendlich liegt es an uns, unsere Karriere zu gestalten.“ Auf die Frage, warum Frauen und Männer im Job noch immer nicht komplett gleichgestellt sind, machte sie auf tradierte Rollenbilder und Stereotype aufmerksam genauso wie auf eine gläserne Decke, männliche Seilschaften, den Müttermythos und mangelndes Selbstmarketing. Ihr Rat an die Teilnehmerinnen: „Setzen Sie auf die PVCM-Formel: Performance, Visibility, Communication und Mind Set. Sprechen Sie über sich und nutzen Sie alle Möglichkeiten, sich sichtbar zu machen“, so die Diversity-Beauftragte. „Und nicht zuletzt: Überlegen Sie sich gut, was Karriere für Sie bedeutet, womit Sie zufrieden sind.“ Das müsse jede Frau für sich selbst entscheiden.

Interaktion und Networking nach dem offiziellen Programm

Als zweite Referentin sprach Dipl. Soz. Simone Schönfeld, ihres Zeichens Gründerin und geschäftsführende Gesellschafterin der Unternehmensberatung Cross Consult, über das Thema „Clever erfolgreich – Mikropolitik als Erfolgsfaktor”. In ihrem Vortrag stellte sie einen Vergleich zwischen der Organisation „Unternehmen“ und einem Fußballfeld her. „Die Menschen in einem Unternehmen verhalten sich wie auf einem Spielfeld“, so die Referentin. Dort gibt es Teamplayer, Alleingänger, Spielmacher und Spezialisten. Frauen sollten ihrer Meinung nach mehr auf sich aufmerksam machen. „Es geht darum, auf dem ganzen Spielfeld sichtbar zu werden und sich im Spiel zu positionieren“, so die Unternehmensberaterin. „Finden Sie Mitstreiter und Unterstützer, suchen Sie sich eigene Spielräume und verkaufen Sie Ihre Interessen.“ Und nicht zuletzt: „Lernen Sie, die informelle Hierarchie in einem Unternehmen zu verstehen.“

Im Anschluss an den Vortag von Simone Schönfeld  ermöglichte die Rechtsanwältin Britt Söker einen spannenden Einblick in die Tätigkeit des Netzwerkes „FidAR e.V. Dabei handelt es sich um eine Initiative, welche vor über 10 Jahren von Frauen in Führungspositionen mit dem Ziel gegründet wurde, den Frauenanteil in den Aufsichtsräten deutscher Unternehmen zu erhöhen. Söker forderte  die Teilnehmerinnen des Frauen-Forum auf, sich aktiv in Frauen-Netzwerken zu engagieren, anderen Frauen Mut zu machen und sich für die Chancengleichheit von Mann und Frau zu engagieren.