Der Kopfschutz soll Verletzungen durch Anstoßen, umfallende oder wegfliegende Gegenstände oder lose Haare verhindern.
Schutzhelme:
Der Arbeitsschutzhelm besteht nach DIN EN 397 "Industrieschutzhelme" aus Helmschale und Innenausstattung. Die Innenausstattung setzt sich aus den Tragbändern, Kopfband, Nackenband, Schweißband und Innenpolster zusammen.
Schutzwirkung:
Die Schutzwirkung des Helm beruht auf Stoßdämpfung durch elastische und plastische Verformung und Durchdringungsfestigkeit gegen spitze und scharfe Gegenstände. Hinzu kommen Flammwidrigkeit und elektrischer Durchgangswiderstand, bei Bolzensetzerhelmen die Durchschussfestigkeit.
Kennzeichnung:
Helmschale und Innenausstattung sind dauerhaft gekennzeichnet. Angegeben werden müssen der Name des Herstellers, Größe, Typ und DIN EN 397, Herstellungsdatum und CE-Konfirmitätszeichen.
Gekennzeichnet werden auch Schutzhelme, die folgende Zusatzanforderungen erfüllen:
Schutz bei sehr niedriger bzw. hoher Temperatur, elektrische Isolierung, Gestaltfestigkeit bei seitlicher Beanspruchung, Schutz gegen Spritzer von geschmolzenen Metall.
Tragedauer:
Erfahrungswerte ergeben, dass bei thermoplastischen Schutzhelmen eine Tragedauer von ca. 5 Jahren erreicht werden kann, ohne dass sich die Schutzwirkung spürbar verringert. Bei Schutzhelmen aus duroplastischen Kunststoffen wird die Tragedauer durch mechanische Beschädigungen begrenzt. Aus Sicherheitsgründen empfehlen wir, die Helme nach vier bis fünf Jahren zu ersetzen.
Nach Unfällen mit stark einwirkenden Schlägen darf der Schutzhelm keinesfalls weiter benutzt werden!
Sicherer Schutz für Ihre Augen
Die Art des Augenschutzes hängt von der jeweiligen Tätigkeit bzw. dem gesamten Arbeitsumfeld ab.
Der Arbeitgeber ist verpflichtet, eine Gefährdungsanalyse vorzunehmen und muss u.a. den Ort und die Art der Tätigkeit berücksichtigen und ob Sie z.B Brillenträger sind.
Hier ein kleiner Auszug aus der Gefahren-Liste mit dem jeweiligen passenden Art des Augenschutzes:
Gefahren
Art des Augenschutzes
Flüssigkeiten
Gesichtsschutz Vollsichtbrillen
Große Staubpartikel
Vollsichtbrillen
Gas und feine Staubpartikel
Vollsichtbrillen
(ohne Belüftung)
Lichtbogen
bei Elektroarbeiten
Gesichtsschutz
Mindeststärke 1.2 (EN 166)
99,9% UV Filtrierung
Geschmolzenes Metall
und heiße Feststoffe
Vollsichtbrillen
Gesichtsschutz
Augen-und Gesichtsschutz
Nach der Unfallverhütungsvorschrift (VGB1 §59) sind bei Arbeiten, die erfahrungsgemäß Augenschäden verursachen können, geeignete Schutzmittel (z.B. Brillen oder Schutzschirme) bereitzustellen und zu benutzen.
Die Augenschutzgeräte müssen der jeweiligen Gesichts- und Kopfform des Trägers sorgfältig angepasst sein. Sie müssen bequem und sicher sitzen und dürfen bei der Arbeit den Träger nach Möglichkeit nicht behindern (ZH 1/192).
Kein anderes Sinnesorgan ist so leicht verletzbar wie das Auge!
Schädigende Einflüsse auf das Auge werden unterteilt in:
Folgen: Hornhautverbrennungen oder Beeinträchtigung der Sehfähigkeit, virale Entzündung, Bindehautentzündung, Geschwüre der Hornhaut
Thermische Schädigungen (z.B. Hitze, Kälte)
Folgen: Zerstörung des Auges, Hornhauttrübung
In vielen Fällen ist mit dem Zusammentreffen mehrer dieser Schädigungen zu rechnen, so z.B. beim Schweißen , wo neben optischen auch mechanische und mitunter thermische Einflüsse auftreten können.
Schutzbrillen bestehen aus dem Brillenkörper und den Schichtscheiben nach DIN EN 166. Schweißerschutzschilde müssen der DIN EN 169 entsprechen. Die europäische Normung unterscheidet folgende Einteilungen:
DIN EN 166: Gesamter persönlicher Augenschutz
DIN EN 167: Optische Prüfverfahren
DIN EN 168: Mechanische Prüfverfahren
DIN EN 169: Filter für Schweißarbeiten
Sichtscheiben werden eingeteilt in Sicherheits-Sichtscheiben und Sichtscheiben mit Filterwirkung.
Gehörschutz
Wer sein Gehör bei Lärmeinwirkung nicht konsequent schützt, setzt sich dem Risiko zunehmender Schwerhörigkeit aus!
Lärmbedingte Schwerhörigkeit gehört zu den häufigsten Berufskrankheiten. Sie wird von den Betroffenen erst viel zu spät wahrgenommen und ist unheilbar. Dauernde Lärmeinwirkung herrscht an sehr vielen Arbeitsplätzen.
Der Arbeitgeber muss bei Beurteilungspegeln über 85 dB (A) Gehörschutz zur Verfügung stellen. Die Arbeitnehmer müssen den zur Verfügung gestellten Gehörschutz bei Beurteilungspegeln ab 90 dB (A) benutzen. Zudem sind diese Bereiche als Lärmbereiche zu kennzeichnen.
Sicherheit kennt keine Kompromisse!
Aus diesem Grund führen wir in unserem Sortiment ausschließlich Markenprodukte von renommierten Herstellern. Selbstverständlich entsprechen alle unsere Gehörschutzmittel den neuesten EN-Normen.
Kapsel oder Stöpsel?
Die Wahl des richtigen Gehörschutzmittels richtet sich in erster Linie nach dem erforderlichen Dämmwert, aber auch nach den persönlichen Vorlieben des Trägers.
Für kurzfristige Einsätze sind eher Kapselgehörschützer vorzuziehen, da sie sich sehr schnell auf- und absetzen lassen, während bei längerem Tragen Stöpsel angenehmer sein können.
Voraussetzung ist allerdings, dass diese richtig eingesetzt werden.
Die neue Generation der Gehörschutzstöpsel reagiert auf die Körperwärme des Trägers:
Die Stöpsel sind zu Beginn fest genug, um sie einfach zusammenrollen und einsetzen zu können. Sobald sich der Schaumstoff auf Körpertemperatur erwärmt hat, wird er weicher und passt sich dem Gehörgang an. Dadurch schützt der Stöpsel optimal gegen Lärm.
Entdecken Sie den für Ihren Bedarfam besten geeigneten Gehörschutzstöpsel und wählen zwischen zylindrischer und konischer Form.
Ein wichtiges Kriterium ist dabei sicher auch der Hygiene-Aspekt und nicht zuletzt der Tragekomfort, damit der Gehörschutz auch wirklich immer getragen wird.
Kapselgehörschützer umschließen beide Ohrmuscheln. Erhältlich sind konventionelle Ausführungen mit unterschiedlichen Bügelkonstruktionen wie z.B. Universalbügel, Kopf- oder Nackenbügel, zur Befestigung am Industrieschutzhelm sowie spezielle Ausführungen mit pegelabhängiger Schalldämmung, Kommunikationseinrichtung, eingebauten Radio usw.
Wichtig: Lärmschwerhörigkeit ist nicht heilbar!
Durch Lärm werden die Gehörzellen im Innenohr beschädigt. Solche Schäden sind irreparabel und bleiben für immer bestehen.
Hautschutz
Trockene Haut ist ein erster und ernst zu nehmender Hinweis für eine Schädigung. Schon bei geringen Hautveränderungen sollten die Schutzmaßnahmen verbessert werden. Alles, was die Haut ständig reizt, was ihr Wasser und Fett entzieht, kann einen bleibende Störung der Barriere verursachen.
Die Haut wird durch die Hornschicht abgeschlossen. Sie besteht aus mehreren Lagen bereits abgestorbener Hautzellen (Hornzellen), deren Zwischenräume mit fettreichen Substanzen gefüllt sind. Sie verhindern weitgehend das Eindringen von Fremdstoffen und den Verlust von Wasser und Feststoffen, die die Haut geschmeidig erhalten.
Das Nachwachsen der Zellen aus den unteren Hautbereichen ermöglicht die laufende Reparatur der Hornschicht, die die wichtige Funktion der Barrierefunktion durch geringe Hautbelastung und Unterstützung der Regeneration (Neubildung der Haut) durch regelmäßige Pflege.
Menschen bei denen folgende Szenarien zutreffen sind in einem erhöhten Maße gefährdet:
- Bei Umgang oder Kontakt mit Kühlschmierstoffen, Lösemitteln, Ölen und Fetten.
- Durch häufige Benutzung von Hautreinigungsmitteln auf Basis von Reibe- oder Lösemitteln.
- Arbeiten unter feuchten Bedingungen, mit feuchten Teilen oder mit nicht atmungsaktiven Arbeitshandschuhen.
- Häufige Belastung derselben Hautpartien durch sich ständig wiederholende Handgriffe und Arbeitsabläufe.
- Wenn ungeeignete Schutzhandschuhe benutzt werden oder dieser Schutz vernachlässigt wird.
- Bei Tätigkeiten unter extremer Kälte oder Hitze oder unter Bedingungen mit ständigen Temperaturschwankungen.
- Wenn von Natur aus oder durch Allergien und Krankheiten eine besondere Hautempfindlichkeit besteht.
Hautschutzmittel sind Spezialisten. Universell wirkende Produkte gibt es nicht! Um die beste Wirkung zu erzielen und Schädigungen auszuschließen, muss man sich bei der Auswahl eines geeigneten Hautschutzproduktes unbedingt nach dem schädigenden Stoff richten, gegen den das Mittel schützen soll.
Zur Veranschaulichung sind beispielsweise die Schutzprodukte gegen Öle und Wasser so unterschiedlich wie auch die Stoffe selbst. Die beste Schutzwirkung erzielen Sie, wenn Sie sich nach dem Hautschutzplan auf der linken Seite richten oder sich beraten lassen.
Grenzen: Schutz vor Schadstoffen (Säuren, Laugen, Lösemittel) ist nicht möglich. Bitte Schutzhandschuhe tragen.
Hautreinigung:
Haut sollte nach Möglichkeit schonend gereinigt werden.
Grobe mechanische Einwirkungen wie Scheuern, Bürsten oder "Rubbeln" sollten nicht übertrieben werden.
Schonende Reinigung wird erreicht:
- durch vorausgehende prophylaktische Hautschutzanwendungen
- durch den behutsamen Einsatz von löse- und reibemittelhaltigen Produkten
- durch die Vermeidung mechanischer Belastungen (keine starke Reibung)
- durch die Verwendung von handwarmen Wasser
Merke: Hautschutz, Hautreinigung und Hautpflege sollte immer Hand in Hand gehen und aufeinander abgestimmt sein!
Hautpflege:
Regelmäßige Hautpflege unterstützt die Gesunderhaltung und Regeneration der Haut.
Viele Berufsgruppen sind auf besondere Hygiene angewiesen oder starker Verschmutzung ausgesetzt. Da der Haut bei der Arbeit und jedem Waschvorgang Fett und Wasser entzogen wird, sollte stets ein geeignetes Pflegemittel aufgetragen werden.
Grenzen der Hautpflege:
Hautpflegeprodukte sind unter keinen Umständen anstelle einer Medikation anzuwenden. Wenn der Pflegezustand der Haut so schlecht ist, dass Risse entstehen, wunde oder offene Stellen auftreten oder gar Verletzungen vorliegen, ist eine Behandlung unter medizinischen Gesichtspunkten ratsam. Pflegeprodukte und Kosmetika sollten nicht in Wunden gelangen.
Hautpflege- und Hautschutz-Präparate richtig anwenden:
Bei Hautschutz und Hautpflege sollten die besonders gefährdeten Hautbereiche wie Nagelfalze, Fingerzwischenräume, Handrücken und Handgelenke stets berücksichtigt werden.
Das Ziel der regenerierenden Hautpflege ist der Erhalt oder die Wiederherstellung der natürlichen Schutzfunktion der Hornschicht durch:
- Rückführung von Fett und Feuchtigkeit
- Erhalt der Hautelastizität
- Vermeidung von Austrocknung
- Verlangsamen der Hautalterung
Wichtig: Die regenerierende Pflege der gereinigten Hände ist ein wichtiger Baustein des systematischen Hautschutzes. Nur regelmäßige und konsequente Pflege führt mittel- und langfristig zu einer natürlich gesunden Haut oder erhält diese. Reagieren Sie rechtzeitig auf erste Anzeichen für einen Pflegebedarf der Haut. Solche erste Hilfesignale der Haut erkennen Sie z.B. an leichten Rötungen, Unelastizität oder kleinen Rissen. Bei starken umgebungsbedingten Belastungen für die Haut, wie Feuchtigkeit, andere hautproblematische Substanzen oder bei starken Temperaturschwankungen, empfehlen wir zusätzlich ein geeignetes Hautschutzpräparat.
Die Haut - was ist das eigentlich?
Die Haut ist nicht nur die Grenzfläche zwischen Organismus und Umwelt, sie ist mit 1/10 des Körpergewichtes und ca. 1,5 bis 2 m² auch das größte Organ des Menschen.
Die Haut nimmt zahlreiche Schutzaufgaben wahr, regelt die Körpertemperatur und den Wasserhaushalt, ist Sitz von Sinneszellen für Druck, Temperatur und Schmerz.
Eine weitere wichtige Aufgabe der Haut ist die Beteiligung an der Erzeugung von körpereigenem Vitamin D.
Spezielle Zellen des Immunsystems reichen bis in die obere Hautschicht, die Epidermis. Bei fast allen Hauterkrankungen ist die nur 0,1 mm dicke Epidermis (Hornschicht) betroffen.
Hautreinigung - damit arbeitende Haut gesund bleibt!
Auf die persönlichen Bedürfnisse und Anforderungen abgestimmte, individuelle Hautreinigungsprodukte haben eine herausragende Bedeutung für die Gesunderhaltung der Haut.
Durch die steigende Anzahl arbeitsbedingter Hauterkrankungen ist das Thema Hautreinigung in den letzten Jahren stärker in den Fokus des Arbeitsschutzes gerückt. Gerade alarmierende Zahlen bei der Zunahme von Dermatosen sprechen eine deutliche Sprache. Umso wichtiger ist es, sich auf professionelle Hautreinigungsprodukte zu verlassen, die den Anforderungen der Arbeitsumgebung gerecht werden.
Doch auch die wirtschaftliche Bedeutung ganzheitlicher Hautschutzprogramme, im Einsatz in Hygienebereichen moderner Betriebe, sollte nicht unterschätzt werden. Diese tragen nicht nur maßgeblich dazu bei, die Motivation von Mitarbeitern zu stärken, sie beugen auch Kosten vor, die im schlimmsten Fall durch Arbeitsausfall oder Umschulungsmaßnahmen entstehen können. Gerne helfen Ihnen unsere Fachberater, die einer Betriebsbegehung die spezifischen Anforderungen vor Ort zu analysieren und entsprechende Lösungsvorschläge zu erarbeiten. Bei der Umsetzung dieser Maßnahmen unterstützen wir die Verantwortlichen durch die Erstellung von individuellen Hautschutzplänen. Hautschutzpläne sind wichtiger Bestandteil der Dokumentationspflicht in bestimmten Zertifizierungsszenarien. Aus diesem Grund ist eine Gefährdungsermittlung vor Ort sowie die Festlegung der erforderlichen Schutzmaßnahmen vielfach ein wichtiger Punkt.
Hautkrankheiten vermeiden
Bei krankheitsbedingter Abwesenheit in Betrieben sind über 50% der Fälle auf arbeitsbedingte Hautkrankheiten zurückzuführen. Wir helfen Ihnen, durch die Auswahl der richtigen Schutzhandschuh-Lösung, das Risiko von Hautkrankheiten und Verletzungen Ihrer Mitarbeiter zu minimieren.
Fast alle dieser Fälle können durch den Einsatz geeigneter Schutzausrüstung am Arbeitsplatz ist durch eine rechtlich bindende Richtlinie (89/656/EWG) geregelt.
Nach dieser Richtlinie hat der Arbeitgeber nachzuweisen, dass die Handschuhe, die er den Arbeitnehmern zur Verfügung stellt eine entsprechende Qualität aufweisen und der Europa-Norm entsprechen. Außerdem müssen alle mit der betreffenden Arbeit verbundenen Risiken bewertet und die für die jeweilige Aufgabe am besten geeigneten Schutzhandschuhe gewählt werden.
Welcher Handschuh ist der Richtige?
In dieser nicht ganz einfachen Auswahl des richtigen Schutzhandschuhs helfen Ihnen unsere geprüften Fachberater für persönliche Schutzausrüstung auf vielfältige Art direkt vor Ort, am jeweiligen Arbeitsplatz bzw. Einsatzort.
Der individuelle Handschuhplan für Ihren Betrieb
Wie analysieren für Sie
-Betriebsbegehung und Risiko-Gefahren-Analyse vor Ort
-Laborprüfungen
-Zusammentragen der ersten Ergebnisse
-Besprechung mit dem SI + FASI
-Trageversuch unter Begleitung von Fähnletechnic
-Auswertung
-Zusammenfassung und Festlegung der endgültigen Handschuhe
-Einführung und Dokumentation
-Schulung/Motivation der Handschuhträger
-jährliche Prüfung der getroffenen Entscheidungen
Ihre Vorteile:
- Dokumentation nach dem Arbeitsschutzgesetz
- Reduzierung der Handschuh-Typen
- Steigerung der Wirtschaftlichkeit durch Lagerreduzierung
- keine Verwechslungsgefahr bei der Materialausgabe
- Controlling für die Sicherheitsfachkraft schnell und einfach durchführbar
- Handschuhträger merkt sich nur noch die Farbe seines Handschuhs
- Wareneingangskontrolle schnell und sicher durchführbar
- Steigerung des Sicherheitsgefühls der Handschuhträger = Motivation zu PSA-Nutzung
Orientierungshilfe zur Wahl des richtigen Schutzhandschuhmaterials
Naturlatex
Nitril
Neopren
PVC
Vorteile
hervorragende
Elastizität und
Reißfestigkeit
gute Beständigkeit
gegenüber zahlreichen
Säuren und Ketonen
sehr gute Abrieb-und
Durchsichtfestigkeit
sehr gute Beständigkeit
gegenüber Kohlen-
wasserstoffderivaten
vielfältige, chemische
Beständigkeit:
Säuren, alipathische
Lösungsmittel
gute Sonnenlicht-und
Ozonbeständigkeit
gute Säuren- und
Basenbeständigkeit
Einschränkungen
in der Anwendung
Kontakt mit Ölen,
Fetten und Kohlen-
wasserstoffderivaten
vermeiden
Kontakt mit ketonhaltigen
Lösungsmitteln,
oxidierenden Säuren und
stickstoffhaltigen,
organischen Stoffen
vermeiden
Kontakt mit
ketonhaltigen oder
aromatischen Lösungs-
mitteln vermeiden
Berufsbekleidung
Unter dem Begriff "Berufsbekleidung" sind alle den Körper bedeckende Bekleidungsteile zu verstehen, die den Menschen und seine persönliche Kleidung im wesentlichen vor Verschmutzungen bei der Arbeit schützen sollen.
Einige Berufskleidungsarten sind durch bestimmte Ausführungsformen speziellen Schutzfunktionen zugeordnet, ersetzen bei gefährlichen oder hochspezialisierten Arbeiten jedoch keine vorgeschriebene Schutzbekleidung.
Berufskleidung wird bei einer Vielzahl von Arbeiten verwendet und wird je nach Einsatzzweck aus unterschiedlichen Gewebearten, wie Natur- oder Chemiefasern hergestellt.
In jeder unserer Filialen in Ihrer Nähe bieten wir Ihnen eine große Auswahl an attraktiver Berufskleidung an - auf Wunsch auch in Ihrem individuellen Coroorate Design.
Fähnletechnics kleine Materialkunde
100% Baumwolle:
Baumwolle ist ein Naturprodukt.
Das Gewebe zeichnet sich durch besonders angenehmes Tragegefühl aus, ist auf natürliche Art atmungsaktiv und hautverträglich.
Entstehende Feuchtigkeit (z.B. Schweißbildung) wird gut aufgenommen und auch wieder abgegeben, da Baumwollgewebe sehr gut und schnell abtrocknet.
Mischgewebe:
Mischgewebe besteht aus Chemiefasern (wie z.B. Polyester oder Polyamid) und wird in verschiedenen Mischungsverhältnissen angeboten. Mischgewebe steht für Farb- und Maßbeständigkeit sowie für hohe Scheuer- und Reißfestigkeit.
Es ist äußerst pflegeleicht und bietet auch nach häufigem Waschen ein gutes Erscheinungsbild. Moderne Mischgewebe bieten den besten Kompromiss zwischen Tragekomfort, Standzeit, Aussehen und Preis.
Zeitgemäße Berufskleidung
ist die vielleicht intelligenteste Möglichkeit den Teamgedanken und den Qualitätsanspruch einer Firma in Handel, Handwerk oder Industrie nach außen hin zu demonstrieren und die Motivation der eigenen Mitarbeiter durch ein gepflegtes und modernes Erscheinungsbild zu steigern.
Wir beraten Sie gerne wenn es darum geht die bestmögliche Lösung für Ihre Berufskleidung zu finden. Fragen Sie uns einfach. Wir beantworten gerne all Ihre Fragen über:
- Stoffarten und Qualitäten
- mögliche Farbkombinationen
- Schnitte und Größen....
Schlagen Sie zwei Fliegen mit einer Klappe - und verbinden Sie den Schutz Ihrer Mitarbeiter mit der Möglichkeit zu kostengünstiger Werbung.
Schutzbekleidung
Bestimmungen und Vorschriften:
Schutzbekleidung ist eine persönliche Schutzausrüstung, die durch bestimmte Eigenschaften den Träger gegen körperschädigende Einflüsse schützen soll.
Mit der DIN EN 340 (Schutzbekleidung - Allgemeine Anforderungen) wurde eine Bezugsnorm mit grundlegenden Anforderungen an Schutzbekleidung erarbeitet. Zu diesen gehören Anforderungen an Ergonomie, Alterungsverhalten, Größen, Kennzeichnung und Herstellerinformationen.
Die Schutzwirkung von Schutzbekleidung wird zum einen durch ihre Ausführung, im wesentlichen jedoch durch die Eigenschaften der verwendeten Gewebe und Materialien bestimmt.
Die wichtigsten Schutzbekleidungsarten:
- Warnbekleidung nach DIN EN 471
- Schutzbekleidung für hitzeexponierte Arbeiten nach DIN EN 531
- Schweißerschutzbekleidung nach DIN EN 470
- Chemikalienschutzbekleidung nach DIN EN 465, DIN EN 466, DIN EN 467, pr EN 13034
- Wetterschutzbekleidung nach DIN EN 342, DIN EN 343
- Schutzbekleidung gegen mechanische Einwirkungen nach DIN EN 510 (Maschinenschutzanzug)
- Schutzschürzen nach DIN EN 421
- Schutzbekleidung für Benutzer von Kettensägen nach DIN EN 381
- Schutzbekleidung für die Feuerwehr nach DIN EN 469
Unfallverhütungsvorschriften (VGB 1)
Persönliche Schutzausrüstung § 4
Wenn mit oder in der Nähe von Stoffen gearbeitet wird, die zu Hautverletzungen führen oder die durch die Haut in den menschlichen Körper eindringen können sowie Gefahr von Verbrennungen, Verätzungen, Verbrühungen, Unterkühlungen, hat der Arbeitgeber Körperschutz (Schutzbekleidung) zur Verfügung zu stellen.
Diese muss in ordnungsgemäßen Zustand gehalten und von den Beschäftigten getragen werden.
Die wichtigsten Begriffe bei Schutzbekleidungen
Anti Flame
Flammenhemmendes Gewebe
Demin
Bezeichnung für Jeansstoff
Diagonalkörper
Diagonal verlaufende Körperbindung für leichte und mittlere Gewebe aus Baumwolle und Mischgewebe
Dralon/D-3-L
Markenname für eine Kunstfaser aus 100% Polyacryl zur Herstellung von Säureschutzkleidung
Fischgratköper
Webverfahren bei Baumwolle für leichte Gewebe
Flexothane
Hochwertiges Material mit sehr guten Trageeigenschaften, Strickgewebe mit einseitiger PU-Beschichtung, wasser- und winddicht, flexibel, atmungsaktiv, kältebeständig
Funktionsunterwäsche
Polypropylen-Unterbekleidung, transportiert Feuchtigkeit von der Haut nach außen ab
Goretex
Besonders atmungsaktives, wasserdichtes Material für die Herstellung von Wetter- und Warnschutzkleidung
Guttasyn
Thermoplastisches Kunststoffmaterial mit und ohne Gewebeeinlage zur Herstellung von Schürzen
Monteurköper
Webverfahren bei Baumwolle für schwere Gewebe z.B. Jeansstoffe
Nomex
Flammenhemmendes Gewebe aus Aramid-Faser
nov Acid
Gewebe für Säureschutzkleidung aus 100% Polyester, kochfest
Patchen
Heißklebeverfahren zum Aufbringen von Etiketten
Proban
Flammsichere und glimmfeste Ausrüstung für Baumwollgewebe zur Herstellung von Wetterschutzbekleidung
Riegel
Verstärkungen von stark belasteten Punkten an Bekleidung (Tascheneingriffe u.s.w.)
Sanfor
Mechanische Vorbehandlung von Baumwolle, verhindert starkes Einlaufen bei der Wäsche
Secan
Flammenhemmende Ausrüstung für Baumwollgewebe
Siopor
Gewebe mit einseitiger PU-Beschichtung, atmungsaktiv, wind- und wasserdicht, kältebeständig
Supertex
PU-beschichtetes Gewebe, atmungsaktiv, wind- und wasserdicht (Markenname von KANSAS)
Sympatex
Sympatex-Membran zur Herstellung von atmungsaktiven, wind- und wasserdichten Geweben
Thermo-Emblem
Firmenzeichen auf bedrucktem Gewebe zum Aufpatchen
Transferetikett
Firmenzeichen auf Trägerpapier (ähnlich Folie) zum Aufpatchen
Tyvek
Aus Polyethylen, sehr leichtes, staubdichtes Material zur Herstellung von Einwegbekleidung
Zwirn-Doppelpilot
Besondere Webart bei schweren Geweben aus Baumwolle
Alles für die Füße
Europäische Normung im Bereich Fußschutz
Der Bereich Fußschutz wird in den Normen ISO EN 20344 bis ISO EN 20347 geregelt.
In ihnen werden Schuhe mit unterschiedlichen Schutzstufen unterschiedlichen Schutzstufen unterschiedlich benannt.
Je nach eingebauter oder fehlender Zehenkappe wird nach folgenden Schutzklassen unterschieden:
ISO EN 20344: Sicherheits-, Schutz- und Berufsschuhe für den gewerblichen Gebrauch
ISO EN 20345: Sicherheitsschuhe mit Zehenkappen für hohe Belastungen, deren Schutzeinwirkung mit einer Energie von 200 Joule geprüft wird (Kurzbezeichnung S)
ISO EN 20 346: Schutzschuhe mit Zehenkappen für mittlere Belastungen, deren Schutzeinwirkung mit einer Energie von 100 Joule geprüft wird (Kurzbezeichnung P)
ISO EN 20347: Berufsschuhe ohne Zehenkappen. Wenn eine Kappe vorhanden ist, werden keine Anforderungen an sie gestellt (Kurzbezeichnung 0)
Der Einsatz der jeweiligen Schuhe richtet sich nach der Art der Gefährdungen. Bei allen Schuhen können Zusatzanforderungen erforderlich werden (z.B. Anforderungen an die Wärme- oder Kälteisolierung, Durchtrittsicherheit oder den elektrischen Durchgangswiderstand). Diese Schuhe sind dann entsprechend zu kennzeichnen.
Kennzeichnung von Sicherheitsschuhen
- Größe
- Zeichen des Herstellers
- Typenbezeichnung des Herstellers
- Herstellungsdatum
- Herstellungsland
- DIN EN - Nummer
- Kategorie
Tag für Tag leisten unsere Füße und der Bewegungsapparat Schwerstarbeit;
Falsche Arbeitsschuhe haben dabei 72.000 Stunden Zeit, den Fuß schlecht zu behandeln und zu schädigen - so lange dauert etwa ein Netto-Arbeitsleben.
Es liegt auf der Hand, dass der richtige Schuh enorm zur Lebensqualität beiträgt. Grund genug also, der Auswahl von Sicherheitsschuhen die gebührende Aufmerksamkeit zu schenken.
Die Verhütung von Umknick- und Ausrutschunfällen, die Entlastung der Sprunggelenke sowie die Vorbeugung vor Rückenschäden sind, neben dem Schutz des Vorderfußes, wichtige Aufgaben, die ein guter Sicherheitsschuh heute erfüllen muss.
Mehr Wohlbefinden bedeutet im Endeffekt immer auch bessere Arbeitsleistung. Eine wirkungsvolle und dauerhafte Dämpfung der Auftrittenergie schont den Rücken und den gesamten Bewegungsapparat. Eine integrierte Kugelferse stabilisiert den Fuß und entlastet so die Fußgelenke. Das sind die wichtigsten Vorraussetzungen für einen ermüdungs- und schmerzfreien Arbeitstag. STEITZ SECURA Sicherheitsschuhe verfügen wohl über die kompletteste Komfortausstattung, die man sich wünschen kann.
Schuhklassen & Symbole
Zeichen siehe Seite 164: Offener Fersenbereich, antistatisch, Energieaufnahmevermögen im Fersenbereich
: Geschlossener Fersenbereich, antistatisch, Energieaufnahmevermögen im Fersenbereich
: Geschlossener Fersenbereich, antistatisch, Energieaufnahmevermögen im Fersenbereich, Wasserdurchtrittaufnahme
: Geschlossener Fersenbereich, antistatisch, Energieaufnahmevermögen im Fersenbereich, Wasserdurchtritt-
: GORE-TEX hochatmungsaktiv, sorgt für trockene Füße
: atmungsaktives SECURA TEX Funktionsfutter
: gewichtsangepasste Dämpfung
: Aluminium - Zehenschutzkappe
: hochatmungsaktives SMARTEC AIR Funktionsfutter
: ESD - Schutz vor elektrostatischer Ladung
: speziell für den Winter geeignet
: speziell für Damen entworfen
An diesen Angaben erkennen Sie einen, als solchen zugelassenen Sicherheitsschuh.
STEITZ SECURA entwickelt und fertigt seit über 140 Jahren Sicherheitsschuhe, die für technologischen Fortschritt stehen. Die zukunftsweisenden Technologien zielen auf die Gesunderhaltung des Bewegungsapparates. Zugleich steht STEITZ SECURA für mehr Komfort und Individualität. Dabei ist unter gutem Komfort des optimalen Zusammenspiel von Physiologie, Passform, Dämpfung und Gewicht des Schuhs zu verstehen. Sicherheitsschuhe von STEITZ SECURA sorgen für mehr Leistungsvermögen der Mitarbeiter in vielen kleinen, mittleren und großen Unternehmen.
Ihre Vorteile:
- optimale medizinische Prävention, besonders die Gesunderhaltung von Rücken und Gelenken
- spürbare Reduzierung der Unfälle durch Ausrutschen, Umknicken und Stolpern
- Steigerung des Wohlbefindens und damit des Leistungsvermögens der Mitarbeiter
- hohe Akzeptanz unter den Trägern
- hohe Lebensdauer
ERGO-COOL sorgt für eine angenehme Fußtemperatur
Mit jeder Bewegung entsteht Wärme. ERGO-COOL sorgt auch bei hoher körperlicher Beanspruchung und an heißen Tagen für maximale Ventilation und hält die Füße auf einer angenehmen Temperatur. Für herausragenden Klimakomfort sorgen nicht nur großflächige Belüftungsstrukturen, sondern auch die sorgfältige Auswahl von extrem atmungsaktiven Oberledern und Textilien. Der Aufbau von ERGO-COOL verzichtet weitgehend auf thermoisolierende Schichten, wie die im herkömmlichen Schuh üblichen Verklebungen und Schaumstoffe.
weniger Gewicht durch Zehenschutz in Aluminiumtechnolgie
Ein niedriges Gewicht steigert den Laufkomfort eines Schuhs. Mit den Modellreihen ERGO-COOL und Alu Inside kommt eine Aluminium-Zehenschutzkappe zum Einsatz, die neben einer spürbaren Gewichtsreduzierung auch bei seitlicher Belastung bewährte Sicherheit bietet. Dabei sorgt die großvolumige Naturform für ausreichend Zehenfreiheit. Ein zusätzliches Plus: Der Schuhschwerpunkt wird weiter zum Mittelfuß verlagert, dadurch werden viele Stolperunfälle vermieden.
optimaler Schutz für Rücken und Gelenke durch individuelle Dämpfung
Jeder Schritt löst beim Aufsetzen des Fußes eine impulsive Schockwelle aus, die sich bis zur Wirbelsäule fortsetzt. Der menschliche Körper hat verschiedene Mechanismen, um diese Belastung zu unterdrücken. Die spezielle Fußbettung des STEITZ SECURA VARIO-Systems unterstützt die natürliche Funktionsweise des Fußes und sorgt für eine homogene Druckverteilung. Schädliche Belastungsspitzen und Randdruck werden ausgeschaltet. Dieses System sieht eine belastungsangepasste Dämpfung vor und folgt dabei der einfachen Tatsache, dass die Druckbelastung des Trägers seinem Körpergewicht entspricht.
So erzielen Sie optimale Dämpfung
Durch die im Fersenbereich des Schuhs einsetzbaren Gewichtsmodule wird das für den Träger optimale, auf das Körpergewicht abgestimmte Maß an Dämpfung erreicht. In jedem ausgelieferten Schuh mit SEITZ SECURA VARIO-System ist bereits ein Modul für die statistisch häufigste Gewichtsklasse eingesetzt. Weitere Gewichtsmodule liegen dem Schuhkarton bei bzw. stellen wir gerne ergänzend zur Verfügung.
Und so einfach geht`s:
Einlegesohle aus dem Schuh nehmen und mit einem Handgriff das passende Gewichtsmodul in die Aussparung im Fernsehbereich des Schuhs einsetzen. So werden Rücken und Gelenke optimal geschützt.
Mehr Weite mit System - Schalen-Mess-System
Fähnletechnic bietet über das STEITZ SECURA Mehrweitensystem für jede Schuhgröße auch die passende Schuhweite an, so werden Fehlhaltungen und dauerhafte Schäden vermieden und der Fuß findet den richtigen Halt im Schuh.
Mit dem Schalen-Mess-System kann der Schuhträger seine Füße selbst vermessen und auf diese Weise passgenaue Schuhe auswählen. Die Mess-Schalen werden nach dem Original-Leisten gefertigt und entsprechen somit genau dem Schuh-Innenleben. Die Mess-Center können bei Fähnletechnic ausgeliehen werden. Selbstverständlich stehen Ihnen diese auch in allen unserer Filialen zur Verfügung.
Pariser Stich
bisheriges Maß
Fußlänge
neue NF-Größe
Fußbreite
S schmal
NB
normal
XB
x breit
XXB
xx breit
35
217 mm
85 mm
88 mm
91 mm
-
36
225 mm
88 mm
90 mm
93 mm
-
37
232 mm
90 mm
92 mm
95 mm
-
38
240 mm
92 mm
95 mm
97 mm
100 mm
39
247 mm
94 mm
97 mm
99 mm
102 mm
40
255 mm
96 mm
99 mm
102 mm
105 mm
41
262 mm
98 mm
101 mm
104 mm
107 mm
42
270 mm
100 mm
103 mm
106 mm
109 mm
43
277 mm
102 mm
105 mm
108 mm
111 mm
44
285 mm
104 mm
107 mm
110 mm
113 mm
45
292 mm
106 mm
109 mm
112 mm
115 mm
46
300 mm
109 mm
112 mm
114 mm
117 mm
47
307 mm
111 mm
114 mm
117 mm
120 mm
48/49
315 mm
-
116 mm
119 mm
122 mm
Alles für Ihre Sicherheit
Jeden Tag stirbt in der europäischen Bauindustrie ein Mensch durch einen Absturz am Arbeitsplatz.
Die Vorschriften zur Schutzausrüstung gegen Absturz schreiben vor, dass der Arbeitgeber für Sicherungsmaßnahmen sorgen muss, wenn jemand in einer Höhe von 1 Meter oder mehr arbeitet und Absturzgefahr besteht.
Kann die Gefahr eines Absturzes nicht durch eine kollektive Schutzeinrichtung beseitigt werden, kommt die persönliche Schutzausrüstung (PSA) zum Einsatz und wird für Rückhaltesysteme, Arbeitsplatzpositionierung, Rettung oder Absturzsicherungen verwendet.
Diese Ausrüstung setzt sich aus einem Komplettgurt, einem Verbindungsmittel und einem Verbindungselement zusammen. Sie kann nur dann verwendet werden, wenn ein passender Anschlagpunkt in der Nähe des Arbeitsplatzes vorhanden ist.
EN 12841/C
Haltesysteme: Vorrichtungen zur Seileinstellung
EN 341
Abseilgeräte
EN 353-1
Steigschutzeinrichtungen an fester Führung
EN 353-2
Mitlaufende Auffanggeräte an beweglicher Führung
EN 354
Verbindungsmittel
EN 355
Falldämpfer
EN 358
Haltesysteme
EN 360
Höhensicherungsgeräte
EN 361
Auffanggurte
EN 362
Verbindungselemente
EN 795(b)
Anschlageinrichtungen - Klasse B
EN 813
Sitzgurte
EN 363
Auffangsysteme
Die persönliche Schutzausrichtung umfasst Absturzsicherungssysteme, mit denen das Leben des Anwenders geschützt wird. Jedes Produkt entspricht den europäischen Normen.
Innovative Lösungen auf dem neuesten Stand der Technik, optimaler Schutz der Anwender, Bewegungsfreiheit und höchster Tragekomfort - Überzeugen Sie sich! Wir beraten SIe gerne näher.
Anwendungsbereiche für Absturzsicherungen
- Industrie allgemein
- Telekommunikation
- Versorgungsunternehmen
- Bauindustrie/Transport
- Feuerwehr
- Militär und Polizei
- Baumpflege
Der Arbeitgeber ist gesetzlich zur Entwicklung eines umfassenden Absturzsicherungsprogramms verpflichtet.
Dazu gehören die Ermittlung der Absturzgefahren am Arbeitsplatz, die Auswahl der für die Aufgabe am besten geeigneten Produkte und die Schulung der Arbeitet in der richtigen Anwendung der Schutzausrüstung gegen Absturz.
Das AGC gegen Absturz
Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz wird benötigt, um den Anwender zu sichern oder ihn sicher aufzufangen. Für sich allein bieten diese Elemente keinen Schutz vor einem Absturz. Zusammen richtig eingesetzt bilden sie jedoch eine geschlossene Einheit, die für Sicherheit am Arbeitsplatz von lebenswichtiger Bedeutung ist.
A Anschlagpunkt und Verbindungselement
Anschlagpunkt bezeichnet im Allgemeinen einen sicheren Befestigungspunkt (z.B. Träger, Gerüst, Führungsseil)
- der Anschlagpunkt muss eine statische Festigkeit von >10 kN für 3 Minuten haben (EN 795b)
- Er sollte hoch genug liegen, um bei einem Fall des Anwenders die Berührung mit einer darunter liegenden Ebene zu vermeiden und sollte möglichst über dem Arbeitsplatz liegen.
Verbindungselement dient zum Anbringen des Verbindungsmittels am Anschlagpunkt (z.B. Gurtband, Stahlschlinge oder Trägergreifer)
- Es sollte zum jeweiligen Anschlagpunkt passen und eine statische Festigkeit von min. 15 kN für 3 Minuten haben (EN 362)
B Auffanggurt
- Dient zum Auffangen des Benutzers im Fall eines Sturzes, ohne dass er verletzt wird oder aus dem Auffanggurt herausrutscht
- Die einzige als Absturzsicherung zulässige Schutzkleidung ist der Auffanggurt
- Er muss auf die auszuführende Tätigkeit und Arbeitsumgebung abgestimmt werden
- Jede Auffangöse am Auffanggurt muss eine Festigkeit von >15kN für 3 Minuten haben (EN 361, EN 358)
C Verbindungsmittel
Diese wichtige Komponente verbindet den Anwender im Auffanggurt mit dem Anschlagpunkt oder dem Verbindungselement (z.B. Bandfalldämpfer, Höhensicherungsgerät, mitlaufendes Auffanggerät)
- Dient dazu, den freien Fall des Anwenders zu begrenzen und muss abhängig von der auszuführenden Arbeit und der Arbeitsumgebung ausgewählt werden
- Um die Art des einzusetzenden Verbindungsmittel zu bestimmen, muss die potenzielle Fallstrecke berechnet werden
siehe Seite 198
BILD 1. Halten Sie den Auffanggurt am D-RIng hinten. Schütteln Sie den Auffanggurt, damit sich alle Bänder richtig ausrichten.
BILD 2. Falls die Schnallen an Brust-, Bein- und/oder Hüftgurt geschlossen sind, öffnen Sie diese
BILD 3. Legen Sie die Gurte so über die Schultern, dass sich der D-Ring am Rücken mittig zwischen den Schulterblättern befindet.
BILD 4. Ziehen Sie den ersten Beingurt zwischen den Beinen durch und schließen Sie diesen. Mit dem zweiten Beingurt gehen Sie ebenso vor. Bei einem Auffanggurt mit integriertem Haltegurt wird dieser nach den Beingurten geschlossen.
BILD 5.Schließen Sie den Brustgurt und richten Sie diesen in der Mitte der Brust aus. Ziehen Sie diesen so straff, dass die Schultergurte fest sitzen.
BILD 6.Wenn die Schnallen aller Gurte geschlossen sind, ziehen Sie alle Bänder so fest, dass der Auffanggurt eng anliegt aber Ihre Bewegungen nicht behindert. Überstehende Bandenden führen Sie in die Schlaufenhalter ein.
Elemente des Auffanggurtes
Hinterer D-Ring
Am Auffanggurt der Hauptbefestigungspunkt zum Auffangen. Er eignet sich für alle Standardanwendungen, bei denen der Anwender nur gesichert werden und nicht hängend in der Höhe arbeiten muss.
Vordere D-Ringe
Zum Auffangen bietet der vordere Auffanggurt bessere Kontrolle. Er ist komfortabler zum Einhängen und kann auch zu Rettungszwecken oder zur Arbeitsplatzpositionierung kurzzeitig eingesetzt werden.
Auffangpunkt durch vordere Gurtschlaufen - Der Anschluss erfolgt mit einem Karabinerhaken. An diesem wird dann ein Verbindungsmittel angebracht. Wird beim Klettern (mit Steigklemme), in beengten Räumen sowie zur Rettung und Arbeitsplatzpositionierung vielfach eingesetzt.
Seitliche D - Ringe am Haltegurt
Diese Anschlagpunkte dienen nicht zum Auffangen. Sie werden vorwiegend zur Arbeitsplatzpositionierung eingesetzt. Zur Verbesserung des Arbeitskomforts.
Gurtverstellbeschläge - Alle Miller Auffanggurte haben voll verstellbare Beingurte für perfekten Sitz. Bei Zwei- und Dreipunkt-Auffanggurten sind auch die Schultergurte verstellbar.
Schnellverschlussschnallen
Diese nur an der Weste mit integriertem Auffanggurt erhältlichen Schnellverschlüsse erleichtern das Anlegen der Ausrüstung.
Auffangen
Die Vorschriften schreiben den Einsatz eines Auffangsystems vor, wenn in einer Höhe ab 1 Meter gearbeitet wird und Absturzgefahr besteht.
Zurückhalten
Ein Rückhaltesystem soll die Bewegungsfreiheit des Anwenders begrenzen, so dass er nicht an eine Stelle gelangen kann, an der Absturzgefahr besteht.
Positionierung
Mit einem Positionierungssystem wird ein Anwender in einer bestimmten Position gehalten, so dass er sich nicht festhalten muss.
Zugang und Rettung
Wird vor allem bei beengten Räumen eingesetzt z.B Tanks, Schächte und wenn eine Rettung von oben notwendig ist.