29.6.2009
Mehr Flexibilität für die Ansprüche der Business-School-KandidatInnen von heute / Studie
ESMT: Zu starke Betonung der Arbeitserfahrung in den Bewerbungskriterien für MBA-Programme kann sich negativ auf die Gewinnung von MBA-InteressentInnen auswirken. Diese Ergebnisse der Studie „How and why MBAs buy an MBA“ - "Wie und warum erwerben MBA-Studierende einen MBA" der ESMT European School of Management and Technology in Berlin in Zusammenarbeit mit der Ruhr-Universität Bochum stimmen die ESMT besorgt. Besonders asiatische BewerberInnen sind davon betroffen, weil sie generell viel früher das Studium beginnen als ihre europäischen KollegInnen. "Der Wunsch der Business Schools nach Diversität und die Bedeutung der Berufserfahrung erschweren es für asiatische BewerberInnen, in die gewünschten Programme aufgenommen zu werden", erklären die AutorInnen.GeschlechterunterschiedeDie Untersuchung, die auf einer Befragung von etwa 800 BewerberInnen, Studierenden und AbsolventInnen weltweit basiert, offenbart, dass Frauen in der Wahl ihres Studienortes weniger flexibel sind als Ihre männlichen Kollegen. Die AutorInnen empfehlen daher den Business Schools, verstärkt auf ihrem Heimatmarkt zu werben und Standortvorteile für ausländische Interessentinnen stärker hervorzuheben.Frauen haben jedoch fast dieselbe Aufnahmequote wie die im Durchschnitt beruflich erfahreneren männlichen Befragten, auch wenn sie im Schnitt früher mit dem Studium beginnen und insgesamt deutlich weniger Berufserfahrung aufweisen. Europäische Business Schools legen allerdings größten Wert auf berufserfahrene MBA-KandidatInnen.Berufserfahrung wichtigster FaktorFür europäische Business Schools ist sie sogar wichtiger als das Ergebnis des allgemeinen Zulassungstests GMAT (Graduate Management Admission Test). Nur 65% der KandidatInnen mit weniger als drei Jahren Arbeitserfahrung haben einen Studienplatz erhalten. Bei über acht Jahren Berufserfahrung wurde den BewerberInnen in 80% der Fälle ein Studienplatz angeboten, fasst die ESMT zusammen.Persönlichkeit und „emotionale Intelligenz“: Weibliche Bewerber im Vorteil?Zur Frage von mba.de, wie es zu erklären sei, dass sich die insgesamt beruflich deutlich weniger erfahrenen Frauen trotz dieses wichtigen Faktors äußerst erfolgreich bewerben, hat Bülent Gögdün, Programmdirektor der ESMT und Co-Autor der Studie, seine eigenen Vermutungen:„Ich habe den Eindruck, viele Frauen liefern einfach eine insgesamt "runde" Bewerbung ab. In der ganzen Bewerbungsprozedur spielen nicht nur analytische und quantitative Fähigkeiten, sondern auch das Zeigen von Persönlichkeit der BewerberInnen eine ganz wichtige Rolle. Möglicherweise sind Frauen bei dem, was wir als "emotionale Intelligenz" bezeichnen, im Vorteil.“Warum einen MBA? Und welche Business School bekommt den Vorzug?Wie die ESMT resümiert, sind die beiden Hauptgründe für die Entscheidung, ein MBA-Programm zu besuchen, neues Wissen zu erwerben bzw. vorhandenes Wissen aufzufrischen sowie die Karrierechancen zu verbessern. Das gilt für asiatische wie europäische Befragte.Bei der Wahl der Business School spielen für die MBA-KandidatInnen nach wie vor deren Ruf und die Qualität ihres Lehrangebots die größte Rolle. Sie sind ausschlaggebender als Studiengebühren und Ausbildungskosten. Zur Studie Informationen zum Studienanbieter auf mba.de |
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