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30.6.2010 KfW-Vorstand Nawrath fordert bei Graduierungsfeier der Goethe Business School von Managementnachwuchs mehr Orientierung an Nachhaltigkeit


Bei der Graduierungsfeier der Absolventen von zwei Weiterbildungsprogrammen für Manager der Goethe Business School der Goethe-Universität Frankfurt am Main forderte KfW-Vorstandsmitglied Axel Nawrath: „Wir brauchen eine stärkere Orientierung am Ziel der Nachhaltigkeit.“ Nawrath appellierte an die Nachwuchsmanager „Sie werden die Managerelite dieses Landes bilden. Ich wünsche mir, dass Nachhaltigkeit eines der Ziele ist, das Sie leiten wird. Seien Sie mutig. Stellen Sie Dinge in Frage, die in den letzten Jahren als vorherrschende Meinung galten.“

Für Nawrath ist der Eid, mit dem sich die Absolventen der Harvard Business School verpflichten, ihrer Arbeit „in ethischer Weise” nachzugehen, eine natürliche Reaktion einer jungen Managergeneration auf die Wirtschafts- und Finanzkrise. Das Ansehen der Manager habe in den letzten Jahren gelitten. Die nachwachsende Generation von Managern wolle sich davon absetzen und führe deshalb eine Debatte, was man als Manager macht und wie es wirkt.

Auch Jürgen Goldstein, Sprecher der Absolventen des „Duke Goethe Executive MBA“ Weiterbildungsprogramms für Manager, stellte das Thema Werte in den Mittelpunkt seiner Ansprache und erinnerte daran, dass die wirklich wichtigen Regeln bereits im Kindergarten gelernt werden: Sei fair, teile, stehle nicht.

Goldstein zeigte sich beeindruckt von der Rede des Friedensnobelpreisträgers Muhammad Yunus bei der Graduierungsfeier der Duke Universität im Mai 2010, deren MBA-Titel die Absolventen im Rahmen ihres Studiums ebenfalls erwarben. Der Friedensnobelpreisträger von 2006 hatte in seiner Rede die Graduierten aufgefordert, nicht persönlichen Profit in den Mittelpunkt ihres Lebens zu stellen. Stattdessen sollten diese sich fragen, ob sie ihre Kenntnisse nutzen würden, die Welt zu verbessern.

Sonia Dribek, Sprecherin der Graduierten des „Executive Master of Finance and Accounting“, ein berufsbegleitendes Studienprogramm, das gemeinsam von der Goethe Business School und der KPMG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft entwickelt wurde, erinnerte daran, dass das 21 Monate dauernde Studium während einer Zeit dramatischer Umbrüche in der Wirtschafts- und Finanzwelt stattfand. Die Verflechtung von Finanzwesen und Rechnungslegung stelle Manager vor neue Herausforderungen, die den kontinuierlichen Ausbau von Fachwissen ebenso wie die Weiterentwicklung von Managementkompetenzen erforderlich machten.

Professor Rosér Valenti, Vizepräsidentin der Goethe-Universität, gratulierte den traditionell in Talare mit schwarzem Hut und grüner Stola gekleideten Absolventen und beglückwünschte sie dazu, sich für eine erstklassige Managementweiterbildung an der Goethe Business School entschieden zu haben.

Die wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Goethe-Universität und somit auch die Goethe Business School habe vor kurzem ihre Akkreditierung durch AACSB International, eine der weltweit bedeutendsten Organisationen, die solche Akkreditierungen für solche Programme vornehmen, bestätigen können. Die Wirtschaftswissenschaft an der Goethe-Universität sei damit eine von nur drei AACSB-akkreditierten Fakultäten in Deutschland. Dieses Gütesiegel sei ein schöner Erfolg, der die bisherigen Leistungen honoriere und zu weiteren Anstrengungen ansporne.

Professor Andreas Hackethal, Dekan der Goethe Business School, dankte den Absolventen und deren Familien und Partnern dafür, dass diese bereit waren, sich der Herausforderung eines anspruchsvollen Studienprogramms zu stellen. Hackethal kündigte an, dass die Spende, die die Absolventen anlässlich der Graduierung der Goethe Business School zur Verfügung stellten, für die Finanzierung von drei Stipendien verwendet wird.

Die 2004 gegründete GBS ist als spezialisierte Einheit der Goethe-Universität auf die professionelle und persönliche Fortbildung von Führungskräften ausgerichtet. Angeboten werden ein „Goethe Executive MBA“, ein Vollzeit-MBA-Programm, ein „Executive Master of Finance and Accounting“ sowie offene, maßgeschneiderte Programme für Unternehmen und Institutionen.


 


 
 
 
 
 

Quelle / AnsprechpartnerIn:
Sabine Weinheimer-Hoepermans

 
 
   
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