MBA - Master of Business Administration

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Zur Geschichte des MBA

 

MBA und Master Hintergrundinformationen

Hier ein kurzer Überblick über die Geschichte des Master of Business Administration.

 

Ein kurzer Überblick zur Entstehung und Geschichte des Master of Business Administration

 

1902 - 1960

 

1902 wurde in den USA der erste Master Degree in Business am Dartmouth College in New Hampshire angeboten. Das amerikanische Konzept einer praxisnahen und exzellenten Wirtschaftsausbildung machte Furore. Unter dem Namen Master of Business Adminstration (MBA) entwickelte sich das Programm zu dem weltweit am meisten gefragten Graduate Degree.

 

Die ersten amerikanischen Programme (wie am Dartmouth College oder an der Harvard University) wurden in den USA in den ersten Dekaden des 20. Jahrhunderts eingerichtet, da man die globale wirtschaftliche Konkurrenzfähigkeit Amerikas mit spezifischen Ausbildungsmodulen sichern wollte. Die bisher existenten universitären, sehr theoretischen und wenig innovativen Studienprogramme, waren nicht mehr in der Lage, kompetente Führungspersonen

 

und Topmanager hervorzubringen. Diese ersten MBA Programme revolutionierten das wirtschaftliche Bildungswesen.

 

Den USA folgte England: Ab 1910 wurden erstmals in Europa die ersten Master Programme an Business Schools angeboten. Das Angebot stieg in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts rasant an. Gleichzeitig waren die Bachelor Degrees im wirtschaftlichen Ausbildungssystem weit verbreitet, sodass die MBA Programme im Vergleich eine niedrigere Absolventenzahl hatten als diese ‚Undergraduate Degrees.’

 

Ab den 1950er Jahren stieg der Stellenwert der MBA Programme noch weiter. Das Kursprogramm wurde um verbindliche Pflichtkurse (Management, Finanzierung, Marketing, Buchhaltung) ergänzt. War der MBA bis 1950 eher als eine Vertiefung und Spezialisierung des Wissens und der wirtschaftlichen Kenntnisse gedacht, so verlagert sich nun der Schwerpunkt. Neben dem technischen Wissen wird vermehrt auf die Integration einer Schulung der sozialen Kompetenz (Führungsqualitäten, Teambildung, Motivation, richtiger Einsatz der vorhandenen Ressourcen) geachtet.

 

1960 - 2008

 

Die 60er und 70er Jahre sahen massive Kritik an den MBA Programmen. Bekannte Wirtschaftsmagazine prognostizieren einen stetigen Untergang dieser Ausbildungsprogramme mit weniger Studenten und Absolventen. Den Vorhersagen zum Trotz erlebten die MBA Programme jedoch einen richtigen Boom. Mehr und mehr Programme wurden in den USA angeboten. Nach der Antikapitalismus-Stimmung der 60er Jahre stieg die Zugangsrate wieder an. Studierende anderer Fachrichten, deren Arbeitslage sich verschlechtert hatte (Jus, Geschichte, Philosophie etc.) sowie weibliche Studierende, Angehörige von Minderheiten und internationale Studierende erhofften sich von den MBA Programmen neue Chancen.

 

Die Business Schools reagierten auf diese Tendenz mit der Einführung von neuen Ausbildungsmethoden und -modulen. Der Erfolg der MBA Programme spiegelte sich auch im überdurchschnittlichen Verdienst der Absolventen wider.

 

In den 1980er Jahren wurde heftig über die harte Vorgangsweise der jungen Topmanager ohne Rücksicht auf Menschen und Umwelt diskutiert. "Materialismus" und "Arroganz" waren zwei Schlagworte, die immer wieder in diesem Kontext fielen. Als Folge setzten die Top Schools neben der fachlichen Ausbildung vermehrt auf Kooperationsfähigkeit und soziale Kompetenz. Die Information über ökonomische, soziale und politische Rahmenbedingen wurden ebenso in das Ausbildungsprogramm integriert wie Teamführung, Präsentations- und Verhandlungstechniken.

 

Mehr als zu Beginn des 20. Jahrhunderts müssen Top MBA Programme heute in ihrer Modulgestaltung auf Flexibilität bei kontinuierlich hohem Niveau achten. Der Boom der MBA Programme bringt auch Anbieter auf den Markt, die den Qualitätskriterien nicht entsprechen. Der MBA ist heute kein unmittelbarer Garant für eine Top Managementausbildung und Expertenwissen mehr, doch er kann es noch sein.

 

Das Profil der jeweiligen Business School, also die Gestaltung der Ausbildungsmodule, die fachliche Kompetenz der Trainer und Lehrenden sowie das internationale Netzwerk und der Alumniclub sind nach fast 100 Jahren MBA Programme heute genauso wichtig wie der Titel an sich

 

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