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Die Finanzierung des MBA-oder Master-Studiums oder: Die wichtige Nebensächlichkeit

Master- und MBA-Finanzierung

Sie hätten Zeit und Gelegenheit für ein MBA- oder Master-Studium. Sie erfüllen die Anforderungen und die Aufnahmeprüfung ist für Sie eher eine Formsache als eine Herausforderung. Nur - wer finanziert Ihren Traum und wie?

 

Die Finanzierung des MBA- oder Master-Studiums

 

Das Studium eines Masters oder eines MBA ist meist mit einem sehr hohen Kostenaufwand verbunden. Nicht nur die Studiengebühren belasten das Konto: Man sollte auch Lebenserhaltungskosten, Materialkosten und die finanziellen Umstände, die das Studium mit sich bringt (z.B. weniger oder keine Zeit mehr für einen Job, Umzug usw.) mit einberechnen. Viele Studierende erhoffen sich die Finanzierung des Studiums durch persönliche Einsparungen, finanzielle Hilfen durch die Familie oder Kredite auf die Beine zu stellen.

Es gibt vier wichtige und essentielle Quellen auf die man als Studierende/r eines postgradualen Studiums zurückgreifen kann: Persönliches Kapital, Stipendien, Studienkredite und Teilzeit-Jobs an den Instituten an denen man studiert.

Das mögliche Finanzierungsmodell hängt stark von dem Land ab, in dem man studieren möchte. Wenn die eigenen Ersparnisse nicht ausreichen um alle Kosten des Studiums zu decken oder wenn man einfach nicht das eigene Konto vollständig leerräumen möchte, hat man meist immer noch Möglichkeiten auf externe Quellen zuzugreifen. Hier finden Sie eine Auflistung der gängigsten Finanzierungsquellen:

 

Stipendien

Diese werden unter Anderem auch in Deutschland, vor allem für BewerberInnen die im Ausland studieren wollen, angeboten.

Im Großen und Ganzen stellen Stipendien die beste Möglichkeit zur Finanzierung des Studiums dar, da sie meist nicht zurückgezahlt werden müssen. Es gibt Voll- und Teil-Stipendien, manche decken sogar den vollen Umfang der Kosten ab (Lebenskosten und Studiengebühren). Es gibt tausende Stipendien-Quellen. Aus diesem Grunde haben wir dieser Thematik eine eigene Informationsseite gewidmet. Sie finden nähere Informationen unter „Stipendien˜.

Bildungskredite

Deutsche Banken finanzieren ein Programm dann, wenn die Zulassung an einer anerkannten Hochschule vorliegt. Basis für die Rückzahlung sind die nach Abschluss des Studiums zu erwartenden hoch dotierten Arbeitsverträge.

In den USA sind Studienkredite weit verbreitet und ein gängiges Finanzierungsmodell. Aus diesem Grund wurden sehr zinsgünstige Möglichkeiten ausgearbeitet um Studierenden das Studium in In- oder Ausland zu ermöglichen. Mit der Rückzahlung der Kredite wird vielfach bis nach dem Abschluss des Studiums gewartet.

In den vergangenen Jahren hat die Kreditvergabe für Studierende auch im privaten Sektor Einzug gehalten. Firmen, wie beispielsweise Access Group (www.accessgroup.org), Sallie Mae (www.salliemae.com) und Chela Educational Funding (www.chelastudentloans.org), bieten Bildungskredite an, die Studiengebühren, Lebens- und Materialkosten abdecken.

Seitdem Studiengebühren zur Norm eines Studiums in den meisten Ländern geworden sind, ist die Anfrage an Bildungskrediten für Studierende weltweit gestiegen. Im Vereinigten Königreich (VK) sind Kredite für Studierende seit 1990 erlaubt, mittlerweile gibt es bereits viele AbsolventInnen, die ihr Studium mit staatlicher oder privater Hilfe durch Kredite finanzieren konnten. Mehr und mehr bieten auch internationale Banken wie beispielsweise HSCB, ABN, AMRO, Citybank oder Barclays spezielle Studienkredite an. Diese Kredite haben typischerweise niedere Zinssätze, sind jedoch mit mehreren Verpflichtungen verbunden.

Zusätzlich zu diesen Möglichkeiten gibt es bereits mehrere spezielle Modelle für bestimmte Studienkurse. So hat beispielsweise die Association of MBAs (AMBA) ein Kredite-System im VK, das in Verbindung mit der NatWest Bank angeboten wird und ins Leben gerufen wurde, um Studierenden das Studium eines MBA zu erleichtern. Der/die Studierende kann sich bis zu zwei Drittel des Jahresgehalts vor dem Studium plus Studiengebühren für jedes Vollzeit-Studienjahr ausleihen. Um sicherzugehen, dass man diesen Kredit auch erhält, muss man mindestens drei Jahre in Großbritannien gelebt haben und jede Menge relevante Berufserfahrung mitbringen. Mehr Information zu diesem Modell finden Sie unter:

http://mbaguide.mbaworld.com/content/mbaloan/index.html.

Viele Banken versprechen auch Studienkredite für postgraduale Studien wie beispielsweise Recht, Medizin, Zahnmedizin, Pharmazeutik und andere Schwerpunkte.

Bevor Sie jedoch einen Kredit zur Überbrückung mancher budgetärer Lücken in Erwägung ziehen, sollte man andere Optionen aufgreifen. Die Möglichkeit, ein Stipendium zu erhalten oder das Studium durch die Familie oder den Arbeitgeber finanzieren zu können, sollte unbedingt vorher abgeklärt werden. Wenn Sie sich dann immer noch für einen Studienkredit entscheiden - oder sich entscheiden müssen - sollen folgende Faktoren dringend beachtet werden:

Welche Gesamtkosten sind insgesamt (über den gesamten Zeitraum des Studiums hinweg) mit dem Kredit verbunden? Treten noch zusätzliche Spesen auf?

Wie sehen die Rückzahlungsmodelle aus?

Ist die Organisation (Bank etc.) bereits mit der Vergabe von Krediten vertraut bzw. hat sie bereits Erfahrung in diesem Bereich?

Sind weitere spezielle Services verfügbar?

Bringt man all diese Faktoren mit in die Entscheidung ein, fällt eine Entscheidung über den passenden Bildungskredit leichter.

Folgende Links zeigen zusätzliche Informationen über Organisationen, die sich auf die Thematik der Bildungskredite spezialisiert haben, auf:

 

Graduate Student Loan Center

Alternative Student Loan Center

Student Loan Consolidation

 

Deutsche Bildung - einkommensabhängige Studienfinanzierung

Als Alternative zum Studienkredit bietet das Unternehmen "Deutsche Bildung" eine einkommensabhängige Studienfinanzierung an. Unter www.deutsche-bildung.de können sich Studierende aller Fachrichtungen bewerben, die einen akademischen Abschluss an einer staatlich anerkannten Hochschule anstreben. Dazu zählen auch Programme an akkreditierten Business-Schools im In- und Ausland.

Die Studienfinanzierung umfasst bis zu 1.000 Euro pro Monat zuzüglich einer möglichen Einmalzahlung für besondere Zwecke. Neben der flexiblen Studienfinanzierung hat die Deutsche Bildung einen Ansatz aus der Begabtenförderung in ihr Konzept übernommen. Geförderte Studierende können an einem Guidance-Programm teilnehmen, das sie auch inhaltlich im Studium begleitet.

Private und institutionelle Anleger ermöglichen dieses Konzept, indem sie in die Studienfonds der Deutschen Bildung investieren. Geförderte zahlen nach dem Berufseinstieg über einen festgelegten Zeitraum einen festen Prozentsatz ihres Bruttoeinkommens - also einkommensabhängig - an den Studienfonds zurück. Im Unterschied zu einem Studienkredit passt sich die Rückzahlung immer der persönlichen finanziellen Situation an.

Sponsoring

Die Finanzierung des MBA-Studiums ist für Arbeitgeber in global agierenden Firmen, aber auch in der Bankbranche, gängige Praxis. Die Gegenleistung des späteren MBA besteht darin, wieder in die fördernde Firma zurückzukehren und für eine Mindestzeit dort zu arbeiten; andernfalls muss er das Sponsoring refinanzieren.

Diese Möglichkeit ist gängiger bei MBAs als bei Master-Programmen. Wenn man im selben Ort arbeiten und studieren möchte, ist das natürlich ideal! Das Thema Studium und MBA in der Arbeit zu thematisieren ist allerdings eine sehr heikle Angelegenheit. Man sollte deshalb sehr sicher sein, dass der Arbeitgeber auch offen und bereit ist, ein solches zu finanzieren und den Arbeitnehmer zumindest teilweise zu entbehren.

 

Teilzeit-Arbeit

Assistantships bedeuten für MBA- und Master- Studierende zumindest eine Teilfinanzierung des Studiums. Die Initiative dazu kann vom Studierenden oder von einem Lehrenden ausgehen. Entweder man unterrichtet als "teaching assistant" Anfängerkurse und korrigiert Arbeiten oder man führt als "research assistant" Forschungsarbeiten für einen Hochschullehrer durch. Die Studiengebühren werden teilweise oder ganz erlassen ("tuition waiver") - zusätzlich ist ein geringes Gehalt möglich.

Solche Stellen am Campus sind meist Studierenden, die bereits an der jeweiligen Universität studiert haben oder bereits seit längerem am Institut inskribiert sind, vorbehalten. Mehr und mehr ist es üblich, dass Länder, die offen für internationale Studierende sind, solche Stellen speziell an ausländische Studierende vergeben werden. So ist es beispielsweise in Großbritannien und Australien üblich, dass internationale Studierende bei solchen Tätigkeiten involviert werden. Sie dürfen 20 Stunden pro Woche während unterrichtsintensiver Zeit arbeiten und Vollzeit während der Ferien. Mehr Informationen hierzu finden Sie unter:

www.workpermits.gov.uk und www.immi.gov.au

Bevor man sich für eine Teilzeit-Arbeit am Institut entscheidet, sollte man sichergehen, dass die Ausbildung auch eine Arbeit nebenher zulässt. Manche Programme sind so zeitintensiv, dass es unmöglich ist, zusätzlich einem Job nachzugehen.


Übrigens: Für MBA- und Master- Studierende aus Deutschland sind die Kosten für das Studium unter der Bedingung, dass damit ein Vorwärtskommen in dem durch das Erststudium ermöglichten Beruf begünstigt wird, steuerlich absetzbar.

Es gibt viele Möglichkeiten zur Finanzierung eines Master- oder MBA-Studiums. Es ist wichtig, den finanziellen Aufwand und die Möglichkeiten der Finanzierung immer im Auge zu behalten und genau zu planen.


Unser Tipp:

Stürzen Sie sich nicht in das "Abenteuer MBA und Master", ohne sich vorher über die Kosten im Klaren zu sein!
Informieren Sie sich vor Beginn des MBA- oder Master-Studiums ausgiebig über Finanzierungsmöglichkeiten.
Berechnen Sie sämtliche Kosten (nicht nur Ausgaben!), die während der Studiendauer entstehen oder auch nur entstehen können.
Stellen Sie diesen sämtliche sicher zu erwartende Einkünfte gegenüber.
Erstellen Sie einen Finanzierungsplan.
Bedenken Sie immer, dass es finanzielle Engpässe geben kann und bilden Sie Rücklagen.

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