Der MBA und die Wertediskussion
Was ist ein MBA wert?
Der Wert oder die Wertigkeit mancher Dinge lässt sich schwer bestimmen. Mit der steigenden Verbreitung einer Ausbildung sinkt tendenziell deren Wert, sei es Pflichtschulabschluss, Matura oder Studium. Der MBA-Boom der vergangenen Jahre ließ die Frage nach dem Wert dieser Ausbildung immer lauter werden. Doch die Frage lautet gar nicht: "Was ist der MBA wert?" Sondern Sie lautet
- Für den Bewerber: "Welches MBA-Programm vermittelt mir jene Kenntnisse und Fähigkeiten, die ich für meine geplante beruftliche Laufbahn benötige?"
Der MBA ist entweder eine Ausbildung zum Generalisten oder zum Spezialisten. Je nach Ausrichtung sind die Absolventen nicht nur Führungs-, sondern auch Fach-Kräfte. "Administration" ist nicht mit "Verwaltung" zu übersetzen. Auch der Computernetzwerk-Administrator ist kein Netzwerk-Verwalter, sondern ein Netzwerk-Manager. Ähnlich verhält es sich mit dem MBA. Er soll der Manager für einen bestimmten Aufgabenbereich sein - wie immer dieser auch aussieht. Daher: Suchen Sie sich nicht das MBA-Programm mit dem leichtesten Aufnahmeverfahren aus, sondern jenes mit dem größten Nutzen für Sie und Ihr Unternehmen!
- Für den Studenten: "Auf welche Lerninhalte muss ich mich konzentrieren, um meine Karriere-Chancen zu verbessern?"
Nicht alle Module eines MBA-Programms sind für den Studenten gleichermaßen interessant. Manches kennt er schon und natürlich gibt es auch lästige Pflichtfächer. Auch wenn es schwerfällt: Bis zu einem gewissen Grad muss man die persönlichen Neigungen unterdrücken und sich für die profitablen anstatt für die beliebten Inhalte entscheiden.
- Für den Absolventen: "Wie kann ich das Gelernte nun in meinem Beruf am besten verwerten?"
Klarerweise strotzt der frischgebackene MBA nur so vor neuen Ideen. Er möchte in seinem Unternehmen bislang unbekannte Methoden einführen, Umstrukturierungen durchführen, Experimente wagen, Leitsätze aufstellen. Da dies nicht immer auf Gegenliebe stößt, wird eine seiner Hauptaufgaben darin bestehen, Widerstand zu managen und Überzeugungsarbeit zu leisten. Aber auch das hat er/sie (hoffentlich) während des MBA-Studiums gelernt.
- Für das Unternehmen: "Welcher MBA-Absolvent bringt jene Eigenschaften und Fähigkeiten mit, die ihn/sie zur richtigen Besetzung für einen bestimmten Aufgabenbereich machen?"
Da MBA nicht gleich MBA ist, sagt das Kürzel hinter dem Namen wenig aus. Die Unternehmen müssen somit die Business School, den Lehrkörper und die Module der Lehrpläne kennen, um einen Bewerber einschätzen zu können. mba.de hat es sich zur Aufgabe gemacht, auch in dieser Hinsicht für Transparenz zu sorgen, damit jeder Leiter der Human Resources sofort weiß, wofür das "MBA" eines Bewerbers steht.
- Für die Business School: "Wie müssen unsere Lehrpläne und Zugangsbedingungen aussehen, damit aus unseren Studenten die fähigsten Absolventen mit den besten Aussichten auf bestimmte Jobs werden?"
Alt, aber wahr: Viele universitäre Studien entsprechen nicht den Anforderungen der Berufswelt. Das ist auch oft der Grund, warum Uni-Absolventen als Postgraduate-Studium einen MBA buchen - sie wollen endlich das lernen, was von den Unternehmen gefordert wird. Business Schools sollten die Ansprüche der Unternehmen kennen. Auf mba.de können sie Unternehmen und deren Vorstellungen von zukünftigen Managern kennen lernen. |