MBA Manufacturing ManagementStudiengangsleiter: Prof. Dr.-Ing. Heinrich Schleich Tel. 04131 677 5309 (Sekretariat Inge Otromke)
otromke@uni.leuphana.de http://leuphana.de/manufacturing-management-mba.html Studienziel: Umfassende Kompetenz im Produktionsmanagement: Der Studiengang befasst sich neben den klassischen MBA-Inhalten im Schwerpunkt mit dem Thema der strategischen Ausrichtung und operativen Optimierung von Produktionssystemen. Er ist damit auf das Know-how ausgerichtet, das Führungskräfte im Produktionsmanagement im globalen Wettbewerb zwingend benötigen. Fachwissen und Managementkompetenz Für das Produktionsmanagement werden Generalisten benötigt, die einen entsprechend weiten Kompetenzhintergrund haben. Das Curriculum des MBA-Studiums basiert deshalb auf einer Kombination von fachlichen und überfachlichen Inhalten. Der Studiengang vermittelt Management-Tools und Soft-Skills zur Optimierung der Führungs- und Organisations- sowie der Sozial- und Selbstkompetenz. Der Erwerb von Fachkenntnissen wird ergänzt durch das Üben von Analyse- und Optimierungsprozessen. Die Potenziale hinsichtlich interdisziplinärer Managementfähigkeiten, des Fachwissens im General Management, des nichttechnischen Wissens im Produktionsmanagement sowie der überfachlichen Fähigkeiten werden freigesetzt. Strategische Orientierung und Konzepte Produktionsmanager müssen die strategische Lage ihres Unternehmens analysieren können. Sie entwickeln darauf aufbauend strategische Konzepte. Sie müssen kompetente Gesprächspartner des Vertriebs, des Supply Chain Managements und der Geschäftsleitung sein. Deshalb spielen neben der operativen Optimierung die strategische Planung der Produktion sowie deren Integration in die strategische Unternehmensplanung im Studiengang eine zentrale Rolle. Globalisierung und Integration Die Globalisierung und das Zusammenwachsen von Europa stellen Produktionsführungskräfte vor immer größere Herausforderungen im internationalen Umfeld. Ferner werden in Hochlohnländern eine Optimierung der Effizienz, die Integration der Systeme und Prozesse sowie die bestmögliche Gestaltung der Wertschöpfungstiefe immer mehr zu entscheidenden Erfolgsfaktoren der Produktion. Daher umfasst der Studiengang auch Themen des internationalen Produktionsmanagements und der interkulturellen Kommunikation.
Berufsfeld / Zielpublikum
Zielgruppe: Managerinnen und Manager in Produktionsunternehmen Das Studienangebot Manufacturing Management richtet sich an jüngere Fach- und Führungskräfte mit erfolgreich absolvierter Ingenieurausbildung oder einer logistik-/produktionsorientierten BWL-Ausbildung. Sie sind im Produktionsumfeld von Industrieunternehmen tätig und wollen sich auf die Übernahme von weiter reichenden Management-Aufgaben vorbereiten. Diese Aufgaben können z. B. aus der Durchführung von umfassenden Restrukturierungsprojekten, der Übernahme von Führungsfunktionen oder der Wahrnehmung von Consulting-Tätigkeiten im Produktionsbereich bestehen. Für das Studium ist eine mindestens zweijährige studienrelevante Berufserfahrung Voraussetzung. Da ein Teil des Studiums in englischer Sprache absolviert wird, sind entsprechende Englischkenntnisse notwendig. Qualifikation für Führungsaufgaben Die Absolventen qualifizieren sich aufbauend auf ihrem bisherigen beruflichen Werdegang für Führungspositionen in Industrieunternehmen. In Frage kommen die Bereiche Produktion und Produktionsperipherie, Projektmanagement und Controlling technischer Projekte, allgemeines Controlling, Beratung und General Management. Das Programm ist ebenso auf Unternehmer und Unternehmerinnen mit einem besonderen Interesse an Produktionsthemen sowie auf Unternehmensberater mit dem Fokus „Operations Management“ ausgerichtet.
Schwerpunkte / Curriculum
Lehrplan: Umfassend, klar, zielgerichtet. Das Studium umfasst 60 ECTS Credit Points (CP). Der Lehrplan besteht aus drei Modulen zu überfachlichen Kompetenzen (insgesamt 15 CP) und sechs Fachmodulen zum Thema Produktionsmanagement (insgesamt 30 CP) sowie der Masterarbeit (15 CP). Die Masterarbeit wird im dritten Semester in einem sinnvollen Praxiskontext unter intensiver Betreuung angefertigt. Die Gesamtnote entspricht dem gewichteten Durchschnitt der einzelnen Modulnoten. ÜBERFACHLICHE KOMPETENZEN (Ü): Ü1 Person und Interaktion (5 CP) Die Studierenden sollen die überfachlichen Grundlagen des beruflichen Erfolges erkennen und ihre eigenen Stärken und Schwächen analysieren lernen. Sie entwickeln langfristige Karriereziele und planen den weiteren Berufsweg. Zwei Fernstudien-Einheiten machen die Teilnehmer mit den Grundlagen des komplexen Problemlösens sowie Methoden zur Entscheidungsfindung und -durchsetzung vertraut. Das Modul beinhaltet auch eine individuelle Coaching-Sitzung. - Work-Life Balance und Umgang mit Stress und Belastung - Grundlagen des beruflichen Erfolges, Karriereziele und Karriereplanung - Grundlagen des komplexen Problemlösens, Entscheidungsfindung und -durchsetzung Ü2 Organisation und Veränderung (5 CP) Die Studierenden setzen sich mit speziellen Führungsinstrumenten im Projektmanagement bei Planung und Durchführung von Projekten auseinander. Grundlagen und Methoden des Konfliktmanagements und der Verhandlungsführung werden erarbeitet. Die Bedeutung von kulturellen Unterschieden in der Kommunikation und im Verhalten wird aufgezeigt. Ziel ist die Fähigkeit, in interkulturellen Kontexten erfolgreich zu kommunizieren. - Projektmanagement (Methoden, Werkzeuge, Durchführung, Controlling) - Konfliktmanagement und Verhandlungsführung - Interkulturelle Kommunikation Ü3 Gesellschaft und Verantwortung (5 CP) Die Studierenden erarbeiten Kriterien für erfolgreiches Führungsverhalten, analysieren ihren persönlichen Führungsstil und bauen so ihre Kompetenzen als Führungskraft aus. Ferner geht es um das Management von Veränderungsprozessen im Unternehmen. In einem weiteren Teil reflektieren die Teilnehmer die Bedeutung der Unternehmensethik. Sie lernen den bewussten Umgang mit Werten zu vermitteln. - Führung und Verantwortung - Veränderung sinnvoll gestalten - Ethik und Werte FACHLICHE KOMPETENZEN (F): F1 General Management (5 CP) Das Modul vermittelt Basis-Fachkompetenzen des General Management. F1.1 Business Law Die Studierenden lernen, die juristische Denkweise und Methodik zu verstehen, um Risiken eines Unternehmens aufzudecken und Lösungsvorschläge konkret an den Problemen der Praxis voranzutreiben. Mögliche Auswirkungen von Fehlerquellen und Fehlern auf das Unternehmen werden aufgezeigt, rechtliche und organisatorische Maßnahmen zur Gegensteuerung und zur Prophylaxe werden entwickelt. Die Teilnehmer werden in die Lage versetzt, Mitarbeiter entsprechend zu instruieren und zu organisieren. Es werden Rechtsbereiche, die mit der Produktion und der Supply Chain im Zusammenhang stehen, erarbeitet und diskutiert. Dazu gehören insbesondere Grundzüge des Vertragsrechts, des Arbeitsrechts, der Produkthaftung und ausgewählte Bereiche des Handelsrechts. F1.2 Economics Bei der internationalen Ausrichtung von Produktionsnetzwerken und Lieferantenbeziehungen benötigen die Teilnehmer unverzichtbares Basiswissen über die Mechanismen von Märkten, das Wettbewerbsverhalten, Wirtschaftsbeziehungen und andere entscheidende Zusammenhänge. So können sie ihre produktionsrelevanten Entscheidungen in einen übergeordneten Kontext stellen. F1.3 Accounting und Controlling Die Teilnehmer lernen die wesentlichen Elemente des internen Rechnungswesens kennen und die wichtigsten Methoden eines Controllingsystems anzuwenden. Es werden die verschiedenen Methoden der Kostenrechnung vorgestellt und im Hinblick auf ihre Eignung diskutiert. Der Umgang mit alltäglichen Begriffen und Zusammenhängen wird geübt. Spezielle Bereiche der produktionsnahen betrieblichen Kostenrechnung werden dabei vertieft behandelt. Im Thema Controlling werden Systeme zur Planung, Kontrolle und Informationsversorgung behandelt, die die erfolgreiche Steuerung von Produktionsabläufen und Projekten ermöglichen. F1.4 Investment Im Zusammenhang mit der Restrukturierung von Produktionssystemen werden in der Regel sehr hohe Investitionen getätigt. Dabei kommen Investitionsrechnungsverfahren sehr unterschiedlicher Art zur Anwendung. Die Teilnehmer lernen, Vor- und Nachteile zu bewerten und die Verfahren anhand von Fallbeispielen zielsicher einzusetzen. F2 Factory Basics and Planning (5 CP) Das Modul vermittelt Basis-Kenntnisse über die Planung und Organisation von Produktionssystemen, Grundlagen der Produktionssystematik und digitale Planungsmethoden. F2.1 Factory Basics Die Teilnehmer kennen am Ende des Kurses die grundlegenden Zusammenhänge der Produktionsorganisation und des Produktionsmanagements. In Abhängigkeit von Produkt, Absatzmengen und Märkten werden alternative Produktionsmethoden entlang der Wertschöpfungskette systematisch vorgestellt und diskutiert. F2.2 Digital Manufacturing Optimization Die Studierenden erhalten einen Überblick über digitale Planungsmethoden zur Auslegung von Produktionseinrichtungen. Prozesse und Tools zur integrierten Planung und Gestaltung von Produkten und Produktionssystemen (Digitale Fabrik) werden vorgestellt sowie deren Möglichkeiten und Grenzen erörtert. F3 Lean Production (5 CP) Das Modul behandelt Grundlagen moderner Lean-Management-Konzepte für Unternehmen und Produktion. F3.1 Fundamentals of Lean Enterprises Die Grundgedanken und Prinzipen erfolgreicher schlanker, wachstumsorientierter Unternehmen werden vermittelt. Alle wesentlichen Unternehmensfunktionen werden dabei in ihrer strategischen und operativen Relevanz umrissen. Moderne State-of-the-art-Methoden des Managements werden vorgestellt. Die Unternehmensfunktion „Produktion“ wird in den Gesamtkontext der Unternehmensstrategie gestellt. F3.2 Fundamentals of Lean Manufacturing Dem Prinzip des „Lean Manufacturing“ liegt eine auf vergeudungsarme und wertschöpfungsfokussierte Denk- und Handlungsweise zu Grunde. Das Prinzip zur Reduzierung der Durchlaufzeiten, zur Steigerung der Qualität und zur Kostensenkung wird anhand von Beispielen vertieft. F4 Operations Management (5 CP) Das Modul vermittelt Basis-Kenntnisse in den Bereichen „Supply Chain Management“ und „Total Quality Management“. F4.1 Supply Chain Management Heutige Produktionssysteme zeichnen sich durch hohe Leistung und Flexibilität aus. Sie sind durch niedrige Bestände und eine zielgerichtete Herstellung qualitativ hochwertiger Produkte gekennzeichnet. Die Zulieferkette (Supply Chain) kann mit Kennwerten beurteilt werden, die die Effizienz der Organisation widerspiegeln und Verbesserungsmöglichkeiten aufzeigen. Die Teilnehmer lernen Zusammenhänge der Materialversorgung in „schlanken“ Produktionsverbünden sowie die Grundsätze des Managements der Zulieferkette kennen. F4.2 Total Quality Management Qualitätskonzepte und Grundlagen des Qualitätsmanagements und die wichtigsten Werkzeuge und Methoden für das Qualitätsmanagement werden vermittelt, insbesondere im Hinblick auf die Optimierung von Produktionssystemen. Die Studierenden lernen, Qualitätsmanagement als ein strategisches Instrument zu verstehen. F5 Strategy and Networks (5 CP) Ziel des Moduls ist die Vermittlung von Gestaltungskompetenz für globale Produktionsnetzwerke. Charakteristika der wichtigsten Wirtschaftszonen der Welt und Aspekte bei der Gestaltung von Produktionsnetzwerken werden erörtert. F5.1 Global Manufacturing Conditions Die Studierenden lernen Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Produktionsbedingungen in den Haupt-Wirtschaftsregionen der Welt (EU und global) kennen. Neben regionalen Faktoren und gesellschaftlich-kulturellen Eigenheiten werden die bei der arbeitsteiligen globalen Produktion relevanten logistischen und fiskalischen Bedingungen erläutert. Die Teilnehmer lernen die Rahmenbedingungen für die Errichtung von Produktionsstandorten kennen und zu bewerten. F5.2 Strategic Manufacturing Networks Grundgedanken und Hauptwirkmechanismen bei der Gestaltung von Produktionsnetzwerken stehen im Vordergrund. Dabei werden die Themen Optimierung der Fertigungstiefe, Standortauswahl, Spezialisierung, Komplexität sowie die Optimierung der Supply Chain in ihren Ausprägungen und ihren Potenzialen besprochen sowie aktuelle Trends bei der Gestaltung von Produktionsnetzwerken diskutiert. F6 Assessment and Optimization (5 CP) Ziel des Moduls ist die Beherrschung der Methoden zur operativen Optimierung von Produktionssystemen. Es erfolgt eine systematische Erschließung von Optimierungsmethoden anhand von Case Studies. F6.1 Assessment and Optimization Methodologies Produktionssysteme können systematisch und erschöpfend analysiert, bewertet und optimiert werden. Neben dem konsekutiven Ablauf von Restrukturierungs- und Optimierungsprozessen werden Tools vorgestellt und eingeübt, welche die Arbeiten bei Analyse, Bewertung, Optimierung und Success Tracking effizient unterstützen. Masterarbeit (15 CP) Im Rahmen einer Masterarbeit erarbeiten die Studierenden eine wissenschaftlich fundierte Lösung für ein wichtiges Problem mit direktem Bezug zu ihrer beruflichen Aufgabe beziehungsweise zu ihrem Unternehmen.
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