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Einleitung:
Der momentane Prozess in dieser Gesellschaft - von der postindustriellen Mediengesellschaft hin zu einer Informationsgesellschaft, durchdringt sämtliche Lebensbereiche:
Computer, CD-Player, Mailboxen, digitale Kameras gehören heute dazu, um "nicht den Anschluss zu verlieren". William Gibson gelang mit seinem Buch "Newromancer", dem 1. Band seiner "Cyberpunk"-Science-Fiction-Trilogie, ein, m.E. beeindruckender Entwurf der Zukunft: Realitäten verschieben sich vollends in die virtuelle Welt des Cyberspace - Chips werden zu bewusstseinsverändernden Drogen. Nichts ist mehr "wirklich", Kybernetik und Elektronik sind "Kultur" , sog. "AI"«s ( Articifial Intelligence = Künstliche Intelligenz ) bestimmen die Politik.
Wahlkampfzeit: zu keinem anderen Zeitabschnitt werden wir mehr mit politischer Werbung konfrontiert, verdichten sich die Anstrengungen von Absendern werbender Botschaften mehr, um uns "Inhalte" nahe zu bringen. Dabei wird in der Regel von den Werbenden behauptet, es gehe gar nicht um "Werbung" im engeren Sinne. Der Wahlkampf der Organisationen und Parteien, zu oft schon als "Waschmittelwerbung" beschimpft, muss keine Produkte verkaufen, sondern Forderungen, Ziele, Vorschläge - im besten Fall - Visionen - für gesellschaftliche Gestaltung. Das heißt, es wird der Anspruch erhoben, die Menschen nicht als VerbraucherInnen, sondern als WählerInnen anzusprechen. Und trotzdem gelingt dies allzu selten.
Diesen - vermeintlichen - Widerspruch fand ich interessant: Die Politik wird in der Phase der zugespitzten Konkurrenz um die WählerInnengunst (nämlich im Wahlkampf sicher stärker als zu ruhigen Zeiten) "gezwungen", ihre Anliegen mit den Mitteln der Produktwerbung zu verbreiten und vermitteln.
Schadet dies den ernsthaften Anliegen? Muss sich dieser Konflikt nicht zuspitzen, wenn, wie für die nähere Zukunft absehbar, der "wählende Verbraucher" mit immer mehr Werbung zu jeder Zeit an jedem Ort reizüberflutet wird und gleichzeitig immer weniger Zeit zur Wahrnehmung und Verarbeitung der gesendeten Information bleibt ?
Gleichzeitig bedient sich die Industrie zunehmend politischer Themen, um für ihre Produkte zu werben (z.B. Benetton-Werbung zu den Themen "Überbevölkerung, Armut, Umwelt, etc", Volkswagen-Werbung für das umweltfreundliche, spritsparsame "Umweltauto").
Was geschieht, wenn die Politik ihrerseits diesen Trend aufnimmt und in Kooperation mit großen Konzernen bei der wahlkampfmäßigen Vermittlung ihrer Ziele zugleich für Produkte und/oder Warenkonzerne wirbt? Wie verändert sich politische "Werbung", wenn die Politik sich das positive Image von Konzernnamen (und deren finanzielle Unterstützung, gerade in Zeiten der niedergehenden Parteifinanzen) zunutze macht, so, wie sich Konzerne bisher auch mit positiv-besetzten politischen Schlagworten "schmücken"?
Also ein Wahlkampfkonzept im Spannungsfeld: Werbung - politischer Inhalt.
Dieses Wahlkampfkonzept habe ich in das Jahr 2018 verlegt, - zum einen, um einen etwas anderen Bezugsrahmen, als den, der für heutige Wahlkämpfe gilt, "erfinden" zu können - zum anderen lediglich 23 Jahre in die Zukunft, um bei den zu treffenden Fiktionsprognosen für ein realistisches Szenario noch genügend Anknüpfungspunkte an heute bereits absehbare Entwicklungen zu haben.
Zur Gewinnung eines solchen realistischen Szenarios als Rahmen eines Werbekonzeptes ist eine Prognose über die zukünftige gesellschaftliche Entwicklung notwendig, die Bestandteil der Diplomarbeit ist.
Inhaltsverzeichnis:
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